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vom Arbeitgeber keine Info über Unfallversicherung


| 07.03.2007 10:33 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor ca. 3 Wochen habe ich erfahren, dass meine Firma für mich seit 1998 eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen hat, die auch für private Unfälle haftet. Diese Unfallversicherung zahlt auch eine Summe von 30000 € im Todesfall. In den Unterlagen habe ich auch gesehen, dass es ein Formular gibt, das eigentlich jeder Mitarbeiter wegen der Erbfolge im Todesfall unterschreiben sollte, kein Mitarbeiter hat je ein solches Formular gesehen. Soweit ich informiert bin, gibt es eine Pflicht die Mitarbeiter darüber zu informieren.
Man darf doch keine Versicherung ohne das Wissen der versicherten Person abschließen.
Ich hatte 2003 einen schweren Unfall, alle Krankenhausaufenthalte und Krankschreibungen zusammengezogen, war ich über 1 Jahr arbeitsunfähig. Durch diesen Unfall bekam ich auch vom Versorgungsamt eine 30% Behinderung zugesprochen.

Meine Frage: Muss die Unfallversicherung nachträglich zahlen? Wenn nicht, muss dann nicht die Firmenhaftpflicht einspringen? (beides eine Versicherungsgesellschaft). Weil unser General Manager vergessen hat uns zu informieren? Oder muss ich diese Person privat (außerhalb der Firma) auf Schadensersatz verklagen?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
07.03.2007 | 11:28

Antwort

von


106 Bewertungen
Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
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Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Nach einem Unfall der voraussichtlich eine Leistungspflicht herbeiführt ist der Versicherer unverzüglich zu unterrichten (§ 9 I AUB), andernfalls wird er gem. § 10 AUB von der Leistungspflicht frei. Außerdem verjähren Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag gem. § 15 I AUB innerhalb von zwei Jahren. Es ist daher relativ unwahrscheinlich, dass die Unfallversicherung hier noch Leistungen erbringen wird, auch wenn Sie von dem Vertrag keine Kenntnis hatten, denn Versicherungsnehmer bei Gruppenverträgen ist in der Regel der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer ist versicherte Person. Der Arbeitgeber hatte aber ja sicherlich Kenntnis von dem Unfall, hätte diesen also melden können.

Dennoch sollte der Unfall bei der Versicherung gemeldet werden, schon um etwaige Schadensersatzansprüche gegen den Arbeitgeber zu untermauern. Diese könnten aufgrund einer Verletzung der Fürsorgepflicht tatsächlich bestehen, würden sich dann aber nur gegen die Firma und nicht gegen den General-Manager privat richten.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 07.03.2007 | 11:37

Vielen Dank für Ihre Antwort. Soweit ich weiß, gibt es in dem Vertag auch eine "Versehensklausel" - Unterläßt der Versicherungsnehmer die abgabe einer Anzeige oder gibt er eine unrichtige Anzeige ab oder unterläßt der die ERfüllung einer sonstigen Obliegenheit, so wird der Versicherer von der Verpflichtung zu Leistung nicht frei, wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass das Versäumnis nur auf ein Versehen beruht und nach seinem Erkennen unverzüglich nachgeholt wird. -
Ich habe sofort einen Unfallbericht abgegeben. Sie Versicherung lehnt ab.
Muss ich jetzt and die Frimenhaftpflicht wenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.03.2007 | 11:59

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ausnahmeregelungen gibt es in § 10 AUB tatsächlich, es ist aber schon sehr zweifelhaft, ob diese hier greifen. In jedem Fall bleibt aber das Problem der Verjährung und dafür gibt es keine Ausnahmeregelungen.

Gegen die Haftpflichtversicherung des Arbeitgebers haben Sie direkt keinen Anspruch. Die Forderung muss also beim Arbeitgeber selbst geltend gemacht werden, der den Schaden dann seinerseits der Haftpflichtversicherung melden kann.

Voraussetzung für einen Anspruch gegen den Arbeitgeber ist aber selbstverständlich, dass die Versicherung bei rechtzeitiger Meldung geleistet hätte, § 2 AUB enthält hier zahlreiche Ausschlüsse. Dies könnte ggf. bei der Versicherung erfragt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

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