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| 23.11.2009 18:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo Anwälte

Folgende Konstellation stellt sich dar.
Ich habe eine Eigentumswohnung in einer Eigentümergemeinschaft erworben. Diese besteht aus einem Altbau ( Gebäude 1 ) mit 4 Wohneinheiten und PKW Stellflächen, einem Neubau
( Gebäude 2 ) mit Sammelgarage und 5 WE, einer Einzelgarage
( 3 ) und einem freistehenden Gebäude ( 4 ) mit integrierter Garage und einer WE, was ich bewohne. Dazu gehört noch Hoffläche die in der Teilungserklärung auf alle Eigentümer aufgeteilt ist.
Postalisch wird 1, 2 ,3, 4 wie folgt getrennt behandelt. 1 hat eine andere Hausnummer wie 2, 3, und 4 da diese unter einer separaten Hausnummer geführt werden
Das ganze Anwesen wird aber rechtlich/Katasteramt als eine Einheit geführt und verlangt demnach nach einem Verwalter. Altbau 1 hat sich im Grundbuch/Kaufvertrag die Eigenverwaltung eintragen lassen, Neubau 2, Garage 3 und Gebäude 4 werden von einem gemeinsamen Hausverwalter geführt.
Nun zu meinem Problem
Der Verwalter berechnet die Kosten nach Einheiten, was an sich ok ist. Die Gemeinschaft aber trennt ganz klar Neubau 2 von Garage 3 und Gebäude 4. Heißt: Es gibt keine gemeinsamen Versicherungen, Erneuerungen/Renovierungen, an 2, werden 3 und 4 nicht berechnet und im Gegenzug will man von anfallende Kosten an 3 und 4 nichts wissen.
3 und insbesondere 4 ist vollkommen selbstständig zu betrachten da eigener Strom, Gas, und Wasseranschluss vorhanden. Auch sind die Heizungsanlagen getrennt bzw. jeder für sein Ding selbst verantwortlich. Ist mein Dach undicht sind es meine Kosten, ist deren Dach undicht habe ich nichts damit zu tun. Einzig die gemeinsam genutzte Fläche ( Hof/ Einfahrt ) wird als gesamtverantwortliche Fläche, für alle, betrachtet. In der Praxis sieht es so aus.
Kollege Verwalter managet Neubau 2 mit allem was dazu gehört, macht sich aber um 3 und 4 keine Mühe. Da alle Eigentümer dieser Konstellation wohl gesonnen sind und auch ich nichts dagegen einwände ist das Verhältnis einigermaßen ok. Nur sehe ich nicht ein einem Verwalter der nichts für mich tut den vollen jährlichen Betrag , nach Einheiten, zu bezahlen.
In meinem Fall sind das 250€ für nichts tun oder besser gesagt eine Einladung zur ETV im Jahr zu erhalten. Da Verwalterhonorare in Deutschland frei verhandelbar sind und ich auch bereit bin für Grundstücksverwaltung zu zahlen, aber nicht für nicht geleistete Hausverwaltung stelle ich an dieser Stelle die Frage ob die Forderungen gerechtfertigt bzw. anfechtbar sind. Nach gestriger Post stellt er ein Ultimatum, zur Zahlung, meiner Ausstände, bis 30.11.2009, sonst würden rechtliche Schritte eingeleitet werden . Eine Mahnung habe ich bis Dato nie erhalten, bzw. noch nicht mal, in der Jahresabrechnung eine Bankverbindung.
Bitte teilen Sie mir mit ob ich, aussichtsreiche, Möglichkeiten habe diese Verwaltungskosten, leistungentsprechend zu minimieren. Besten Dank im Voraus
Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich entscheiden die Wohnungseigentümer über Bestellung eines Verwalter, und zwar mit einer Stimmenmehrheit, vgl. § 26 WoEigG. Zu der Bestellung eines Verwalters gehört auch die Vereinbarung des entsprechenden Honorars.

Ihre Ansicht, dass Verwalterhonorare frei verhandelbar sind, bezieht sich auf das Verhältnis Verwalter zu Eigentümergemeinschaft, nicht aber zu jedem Eigentümer gesondert.


An den gefassten Beschluss über die Bestellung als solche und an das vereinbarte Honorar sind Sie gebunden, sofern dieser Beschluss ordnungsgemäß zustanden gekommen ist, was hier nicht beurteilt werden kann.

Sie können daher die eingeforderte Zahlung nicht mit Erfolg dauerhaft abwenden. Sofern gerichtliche Schritte gegen Sie eingeleitet werden, würden Sie sehr wahrscheinlich unterliegen und weitergehende Kosten tragen müssen.


Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 25.11.2009 | 16:34


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