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versuchter Handydiebstahl

25.11.2012 12:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Guten Tag! Ich habe gestern eine Anzeige wegen (versuchtem?) Diebstahl bekommen und hätte gerne einen Rat wie ich mich jetzt weiter verhalten soll und mit welcher Strafe ich rechnen muss. Ich versuche den Fall kurz zu schildern: Ich war in einer Disco und als wir gerade gehen wollten und ich meine Jacke geholt habe die auf einer Box in der Disco lagen ist mir die Tasche eines anderen Mädchens runter gefallen, beim Aufheben der Sachen habe ich dummerweise das Handy in die Tasche meines Pullis gesteckt, eigentlich nicht in der Absicht es zu stehlen (ich muss dazu sagen, dass ich stark angetrunken war), das hat das Mädchen gesehen und ist dann her und wir haben diskutiert und schließlich hat sie das Handy aus meinem Pulli gezogen, dann erst auf mich eingeschlagen, dann die securitys geholt und schließlich die Polizei und hat mich wegen (versuchtem?) Diebstahl angezeigt. Ich habe sie angezeigt wegen Körperverletzung.

Die Polizei hat unsere Personalien aufgenommen und einen Alkoholtest gemacht. Einer der Polizisten hat mich gefragt ob ich die Angelegenheit zu gebe, das habe ich verneint!
Er meinte dann, dass wir gehen können und ich Post von ihnen bekomme und dann zur Aussage aufs Revier muss.

Das Mädchen hatte ihr Handy schon wieder, bevor die Polizei bzw. die Security mitbekommen haben von der Angelegenheit. Ein Freund des Mädchens stand dabei und behauptet gesehen zu haben, wie sie das Handy aus meinem Pulli raus haut, ich bin aber ziemlich sicher das er es nicht gesehen hat! Aber natürlich wird er als Zeuge für sie aussagen.

Ein Bekannter ist mir zuhilfe gekommen, als sie auf mich eingeschlagen hat und würde auch als Zeuge für mich aussagen.

Mich würde nun interssieren, ob ich das Recht habe die Aussage zu verweigern und wie sich das auf das Strafmaß auswirkt. Liegt durch die Zeugenaussage ihres Freundes ein eindeutiger Beweis vor? Oder ist es besser wenn ich sage, dass mir die Angelegenheit sehr leid tut und ich betrunken war?

Können Sie mir sagen, mit welcher Strafe ich ca. zu rechnen habe?

Das Mädchen hatte auch noch angeboten, dass ich ihr hundert Euro gebe und sie dann keine Anzeige macht! Auf dieses Angebot wäre ich dann auch eingegangen, allerdings hat der Polizist dann gesagt, dass er es jetzt sowieso aufnehmen muss.

Würde es theoretisch gehen, dass die Anzeige fallen gelassen wird wenn das Mädchen dazu bereit wäre und ich ihr die hundert euro gebe?


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:





Frage 1:
"Mich würde nun interssieren, ob ich das Recht habe die Aussage zu verweigern und wie sich das auf das Strafmaß auswirkt."



Die Aussage vor der Polizei können Sie ohne Nachteile verweigern. Sie brauchen sich nicht zur Sache einzulassen. Eine Einlassung/Geständnis könnten Sie auch noch strafmildernd in einer möglichen Hauptverhandlung anbringen.






Frage 2:
"Liegt durch die Zeugenaussage ihres Freundes ein eindeutiger Beweis vor? Oder ist es besser wenn ich sage, dass mir die Angelegenheit sehr leid tut und ich betrunken war?"



Das kommt darauf an, für wie glaubhaft der Richter die Aussage des Freundes hält und ob man diese Aussage eventuell erschüttern kann. Ohne Kenntnis des genauen Akteninhalts kann keine Empfehlung zum konkreten Verhalten gegeben werden. Sinnvollerweise hat die Polizei Ihren Blutalkoholgehalt gemessen. Dies kann - je nach Höhe dieses Wertes - zu Ihren Gunsten wirken.





Frage 3:
"Würde es theoretisch gehen, dass die Anzeige fallen gelassen wird wenn das Mädchen dazu bereit wäre und ich ihr die hundert euro gebe?"


Selbst wenn das Mädchen die Anzeige zurück nehmen würde, gingen die Ermittlungen weiter, weil § 242 StGB kein Antragsdelikt ist. Bei Antragsdelikten enden die Ermittlungen in der Regel, wenn der Verletzte seinen Strafantrag zurücknimmt.


Da das Handy sicher keine geringwertige Sache ( Wertgrenze ca. 50 € ) im Sinne des § 248 a StGB war, bringt Ihnen die Rücknahme des Strafantrags nichts.




Frage 4:
"Können Sie mir sagen, mit welcher Strafe ich ca. zu rechnen habe?"



Im besten Fall werden Sie freigesprochen, in schlechtesten Fall zu einer Geldstrafe von ca. 30 Tagessätzen verurteilt (vorausgesetzt Sie haben keine einschlägigen Vorstrafen und sind über 21 Jahre alt gewesen).

Zwischen diesen beiden Extrempositionen ist es auch denkbar, dass das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt wird.




Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.


Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2012 | 18:54

Guten Tag! Vielen Dank für die schnelle Antwort und die Informationen, sie haben mir damit sehr geholfen! Wie warscheinlich ist es, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt wenn ich die Tat zugebe und Reue zeige? Falls ich die Aussage verweigere kommt es sicher zu einer Verhandlung oder? Kann ich momentan irgendetwas tun was sich strafmildernd auswirkt?

Vielen lieben Dank für ihre Mühen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2012 | 20:24

Nachfrage 1:
"Wie warscheinlich ist es, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt wenn ich die Tat zugebe und Reue zeige?"



Genauso wahrscheinblich wie wenn ein Geständnis unterbleibt.



Nachfrage 2:
"Falls ich die Aussage verweigere kommt es sicher zu einer Verhandlung oder?"


Oder zu einem Strafbefehlsverfahren oder einer Einstellung nach den §§ 153 ff StPO.




Nachfrage 3:
"Kann ich momentan irgendetwas tun was sich strafmildernd auswirkt?"



Nicht ohne sich die Verteidigungslinie zu einem Freispruch abzuschneiden, die in Ihrer Äußerung " eigentlich nicht in der Absicht es zu stehlen (ich muss dazu sagen, dass ich stark angetrunken war)".

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