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versuchter Betrug


| 02.06.2005 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo, meine Tochter (27 und bisher unbescholten), wollte in einem großen Bekleidungsgeschäft 2 Shirts kaufen (reduziert von 60 auf 40 E).An der Kasse wurde die Verkäuferin aufgrund des Preises stutzig (Originalpreis 70 E), man bat meine Tochter daraufhin in einen separaten Raum. Der Sicherheitsdienst sagte, sie habe die Schilder ausgetauscht, was meine Tochter bestritt (ich weiß nicht, was nun stimmt). Es solle ein Video geben, welches beweist, daß meine Tochter die Etiketten ausgetauscht habe.Zudem war eine Kassenleiterin und Verkäuferin anwesend, meine Tochter betritt die Tat, man glaubte ihr nicht... wie dem nun auch sei. man bot ihr an, das Video zusammen mit der Polizei anzusehen, was meiner Tochter peinlich war und was sie nicht wollte. Alternativ bot man ihr an, 50 E Diebstahlbearbeitungsgebühr zu zahlen und ein 5 jähriges Hausverbot in allen Filialen auszusprechen. Meine Tochter zahlte die 50 E, ihr Personlien wurden auf einem formlosen weißen Blatt festgehalten, es wurde kein Protokoll geschrieben, von ihr nichts weiter unterschrieben. Sie erhielt dann eine Quittung über 50 E "Diebstahlbearbeitungsgebühr". Nun ist sie in Sorge, daß "noch etwas nachkommt": Frage: ist die Sache erledigt oder kommt noch strafrechtlich was nach? Grüße von Paulipaula

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine sog. Fangprämie in Höhe von 50,- Euro ist für den Fall eines Ladendiebstahls von der derzeitigen Rechtsprechung anerkannt.

Eigentlich handelt es sich bei dem von Ihnen geschilderten Fall zwar nicht um einen Diebstahl sondern juristisch um einen versuchten Betrug. Dennoch wird eine derartige Tat erst durch die Ermittlungsbehörden strafrechtlich verfolgt, wenn diesen eine entsprechende Mitteilung/Anzeige vorliegt. Ich gehe davon aus, dass eine solche Mitteilung seitens des Kaufhauses nicht erfolgt ist und auch nicht mehr erfolgen wird. Mit Zahlung der Fangprämie ist die Sache für das Kaufhaus sicherlich erledigt.

Sollte dennoch eine Anzeige im Nachgang erfolgen, würde die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Betruges ermitteln und dann zu entscheiden haben, ob ein Strafverfahren überhaupt eingeleitet werden soll. In derartigen Fällen ist aber erfahrungsgemäß mit einer Einstellung wegen Geringfügigkeit zu rechnen.

Ich denke daher, dass die Sache für Ihre Tochter erledigt ist, und sie keine weiteren Maßnahmen zu befürchten hat.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2005 | 10:16

Vielen Dank für die schnelle Antwort, eine Frage noch:
inwiefern kann eine nachträgliche Anzeige erfolgen? Es wurde ja von meiner Tochter oder den dortigen Mitarbeitern nichts unterschrieben, kein Protokoll angefertigt und Polizei war auch nicht anwesend. Es hießt laut meiner Tochter: wir können Ihnen beweisen, daß sie die Schilder tauschten, entweder sie zahlen die Bearbeitungsgebühr und bekommen Hausverbot oder wir holen die Polizei...
Kann also auf so einer Grundlage eine nachträgliche Anzeige erfolgen? (war übrigens ein großes Kaufhaus mit flächendeckenden Filialen in Deutschland.. solche Vorgehen werden dort ja vielleicht anders behandelt als in kleinen Geschäften??)
Grüße und vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2005 | 10:37

Vielen Dank für Ihre Nachfrage und die positive Bewertung.

Da kein von Ihrer Tochter unterzeichnetes Protokoll erstellt wurde, ist davon auszugehen, dass auch keine Mitteilung an die Polizei erfolgen wird. Der Nachweis des Austauschens der Schilder müsste daher über den Videomitschnitt geführt werden, denn ein Schuldeingeständnis wurde seitens der Tochter nicht abgegeben. Wegen der Geringfügigkeit, würde ein solcher Nachweis mit dem damit verbundenen Ermittlungsverfahren aber den Rahmen sprengen. Insbesonder bei größeren Kaufhausketten, wird daher auf eine Anzeige verzichtet.

Bewertung des Fragestellers |


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