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versteckter Mangel an einem Fahrzeug

25.07.2011 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Im Mai 2010 kaufte ich einen gebrauchten VW Golf der 6er Reihe in einem Autohaus welcher damals 12 Monate alt war und ca 30.000 km auf dem Tacho hatte.

Bei einem Autounfall vor 2 Wochen in der KW28 bei welchem mein Auto am rechten Kotflügel beschädigt wurde
und in diesem Zusammenhang die Stoßstange enfernt werden musste (war nicht beschädigt)
wurde festgestellt, dass das Auto bereits vor längere Zeit (mehr als 2 Jahr) schon einen Auffahrunfall hatte
welcher nicht zu 100% gerichtet wurde.

Dies wurde mir von dem Autohändler beim Kauf des Fahrzeuges nicht angegeben
da das Auto "Unfallfrei" verkauft wurde.

Die Frage ist nun
ob über 1 Jahr nach dem Kauf des Autos hier noch der Verkäufer in Regress genommen werden kann ?

Ich danke für eine hilfreiche Antwort
bzw Empfehlung der weiteren Vorgehensweise.

Danke vorab

25.07.2011 | 16:07

Antwort

von


(182)
Ückendorfer Straße 90
44866 Bochum
Tel: 02327 8325990
Web: http://kanzlei-trettin.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt Stellung nehme:

I. Nach Ihrer Schilderung wies das Fahrzeug schon einen Sachmangel auf, als es Ihnen im Mai 2010 übergeben wurde.

Ob Ihnen das Fahrzeug explizit als "unfallfrei" verkauft wurde, dürfte insoweit letztlich gleichgültig sein. Denn normalerweise darf auch der Käufer eines Gebrauchtwagens erwarten, daß das Fahrzeug keinen Unfall erlitten hat, bei dem es zu mehr als Bagatellschäden, d. h. ganz geringfügigen, äußeren (Lack-)Schäden gekommen ist (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.2007 - <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20330/06" target="_blank" class="djo_link" title="VIII ZR 330/06 (2 zugeordnete Entscheidungen)">VIII ZR 330/06</a> ). Deshalb dürfte bei Übergabe des Fahrzeugs zumindest ein Sachmangel i. S. des § 434 I 2 Nr. 2 BGB vorgelegen haben.

II. Ob Sie wegen dieses Mangels Rechte haben, läßt sich aufgrund Ihrer Angaben nicht abschließend beurteilen.

Ich gehe zwar davon aus, daß Sie das Fahrzeug als Verbraucher erworben haben, und der Händler deshalb seine Haftung für Sachmängel nicht vollständig ausschließen konnte. Geprüft werden muß aber insbesondere, ob vertraglich (wirksam) vereinbart wurde, daß Gewährleistungsansprüche schon ein Jahr nach Übergabe des Fahrzeugs verjähren. Das läßt sich nur anhand des Kaufvertrags feststellen.

III. Im übrigen könnte sich - sofern noch keine Verjährung eingetreten ist - ein Beweisproblem stellen. Sie müssen nämlich beweisen können, daß das Fahrzeug schon bei Übergabe an Sie mangelhaft (= ein Unfallwagen) war. Ob sich dieser Beweis führen läßt, obwohl das Fahrzeug jetzt erneut einen Unfall erlitten hat, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

Ich rate Ihnen deshalb, zunächst den Kaufvertrag vor allem im Hinblick auf eine Verjährung von einem Anwalt prüfen zu lassen. Hierfür stehe selbstverständlich auch ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Bitte nutzen Sie bei Bedarf die Möglichkeit, hier eine kostenlose Nachfrage zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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