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verspätete Anmeldung selbstständiger Tätigkeit/ Folgen/ Steuererklärung

31.05.2008 00:45 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Für ein größeres Erwachsenenbildungsinstitut habe ich in 2007 (Mrz-Jun / Okt-Dez) EDV-Schulungen durchgeführt. Ein ordentlich planbarer, zeitlicher Umfang war zu keinem Zeitpunkt möglich, da die Anfrage für die Unterrichtseinheiten stets sehr kurzfristig an mich gestellt worden waren.
Die Bezahlung erfolgte im Rahmen von monatlichen Honorarabrechnungen (ohne ausgewiesene Ust.) für die geleisteten Unterrichtseinheiten.
Absehbar war jedoch, dass schon die Einnahmen 7664 EUR nicht überschreiten würden (erzielte Einnahmen 2007: 7130 EUR).
Weiterhin war, wenn von einer Planung die Rede sein kann, beabsichtigt, die Tätigkeit als nebenberuflich selbstständig durchzuführen. (Hinweis: „Hauptberuf“ Hausmann - gesundheitsbedingt).
Weitere Beschäftigungen und Einkünfte: keine; Familienstand: kinderlose, partnerschaftliche Beziehung; freiwillige Versicherung in der GKV.

Durch die ungewisse Anfangssituation ist bisher keine Anmeldung der Tätigkeit beim FA erfolgt, obwohl die Einstufung als freiberufliche Tätigkeit (EDV-Ausbilder/ Lehrer) durchaus zu erwarten gewesen wäre. Eine berufliche Eignung/ Ausbildung kann im Bedarfsfall sicher nachgewiesen werden.

Zur möglichst folgenschwachen Beseitigung dieses Missstandes ist sicher Eile geboten, besonders im Hinblick auf die Abgabefrist zur Steuererklärung (m.W. 02.06.08, da der 31.05. ein Sa. ist).
Meine Frage daher zum sinnvollen weiteren Vorgehen und zu erwartenden Folgen.
Diese Möglichkeiten fallen mir ein:
a) „fristgerechtes“ Einreichen der ESt-Erklärung mit Begleitschreiben zu o. geschildertem Sachverhalt und Antrag auf Nichterhebung nach §19 UStG. Wie wäre dann die USt-Erklärung zu händeln?
b) Antrag auf Fristverlängerung – mit Schilderung des Sachverhaltes (= verspätete Anmeldung). Dann wären zumindest die steuerlichen Fristen zu waren.
c) Hinzuziehen eines Steuerberaters/ Fachanwaltes und damit Verstreichen lassen der Fristen. Folgen?

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Sie sollten umgehend eine Einkommensteuererklärung mit der Anlage GSE abgeben. Hinsichtlich der Umsatzsteuer sollten Sie ein Begleitschreiben zur Klarstellung beifügen, dass Sie unter die Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG fallen und Rechnungen ohne Umsatzsteuer gestellt haben, so dass keine Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben ist. Noch nicht ganz klar ist für mich, ob Sie mit Ihren Einkünften tatsächlich unter § 18 EStG fallen oder nicht eher unter § 15 EStG fallen.
Durch Hinzuziehung eines Fachanwaltes für Steuerrecht u.a. verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31.12.2008.
Voraussetzung ist, dass sich dieser für Sie wirksam bei dem Finanzamt bestellt.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

Nachfrage vom Fragesteller 31.05.2008 | 14:12

Sehr geehrter RA Hermes,

mir ist noch nicht ganz klar, welche Vorgehensweise Sie empfehlen. Mit der Beschreibung „umgehend“ wiederholen Sie mein geschildertes Empfinden eine zeitnahe Lösung zu finden. Sie gehen aber nicht auf meine Frage ein, ob eine unbedingte Einhaltung der geschilderten Frist sinnvoll wäre. Ebenso nicht, welche Folgen ich bzgl. der Ordnungswidrigkeit erwarten kann.

Ich präzisiere deshalb noch einmal:
a) Ich kann bis zum 02.06. die ESt-Erklärung (mit Anlage GSE, Begleitschreiben und Erklärung zum §19 UStG) abgeben. (Persönliche Vorsprache sinnvoll?)
b) Sollte ich die Meldung zur Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit beim FA abgeben (Rückwirkend ja nicht möglich) und gleichzeitig einen (formlosen) Antrag auf Verlängerung der Abgabefrist stellen.
c) Oder ich ziehe einen Steuerberater/ Fachanwalt Steuerrecht hinzu und eliminiere mögliche Fallstricke bzgl. des Antrags und begründendem Begleitschreiben. Dies wird zum Verstreichen der Frist führen.

Welche Möglichkeit ist zu empfehlen und mit welchen Folgen ist zu rechnen.

Weitere Erläuterung bezgl. §18 EStG: Hier ist die Tätigkeitsbeschreibung „EDV-Ausbilder in technischen und kaufmännischen Berufsfeldern“ angedacht. Die Ausbildung als Dipl. Ing. Maschinenbau und EDV-Trainer sollte der Anerkennung genügen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.06.2008 | 10:14

Wenn Sie einer freiberuflichen Tätigkeit iSv. § 18 EStG nachgehen, unterfallen Sie nicht der GewO und eine verspätete Ahndung kann nicht mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Nach § 149 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) ist die Steuerklärung 2007 bis zum 31. Mai 2008 bei den Finanzämtern abzugeben. Durch die Hinzuziehung ua. eines Fachanwaltes für Steuerrechtes wird diese Abgabefrist bis zum 31.12.2008 verlängert.
Falls Sie noch zB in den nächsten zwei Wochen die Steuererklärung fertig stellen können und bei Ihrem Finanzamt einreichen können , ist die kurze Fristüberschreitung in der Praxis folgenlos.

Mit besten Grüßen

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