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verlorenes Gepäck

| 21.04.2009 21:19 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Hallo,
wir sind am 22.12.2008 mit der alitalia nach Rom geflogen. 2 Std. vor Abflug wurde der Flug gecancelt und wir wurden neu gebucht über Amsterdam nach Rom. In Rom angekommen - kein Gepäck da. Nach 2 Std. Wartezeit, haben wir den Verlust gemeldet.
Während unseren gesamten Aufenthalts in Rom (Rückflug am 01.01.2009) bekamen wir unser Gepäck trotz täglicher Rückfrage und sogar zweimaligem Besuch des alitalia Büros in Rom unser Gepäck nicht zurück. Die Koffer haben wir dann am 01.01. 2009 am Flughafen selber mitten in der Ankunftshalle (unbewacht) zwischen mehreren Koffern gefunden.
Das heisst wir mussten immer wieder neue Kleider, Kosmetik, Medikamente,... sowie für den Rückflug auch neue Koffer kaufen.
Alitalia will uns nun mit der Hälfte der von uns eingereichten Rechnungen entschädigen. Das ist uns zuwendig, da wir 1) die Kleidung eigentlich gar nicht benötigen (ich habe auch schon angeboten die Kleidung zurückzusenden) und wir auch 2) eigentlich eine Entschädigung für den ganzen Aufwand den wir hatten haben möchten. Außerdem stand uns während des Urlaubs auch kein Handy, keine Kamera,... zur Verfügung, da die Ladegeräte hierzu alle in unserem Koffer waren.
Frage: Sind die angebotenen 50 % in Ordnung oder können wir mehr verlangen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

für die Verspätung von Reisegepäck haftet der Luftfrachtführer gem. Art. 22 des Montrealer Übereinkommens bis zu einem Betrag von 1000 Sonderziehungsrechten je Reisenden; dem entsprechen etwa 1.118,- EUR. Ist der von Ihnen angemeldete Betrag höher, kommt eine Haftung nicht in Betracht.

Für die Verspätung haftet der Luftfrachtführer aus vermutetem Verschulden. Um einer Haftung zu entgehen, muss er nachweisen, alle zumutbaren Maßnahmen getroffen zu haben, um die Verspätung zu vermeiden. Kann er den Beweis nicht führen, wird Verschulden angenommen. Insoweit wäre es interessant zu erfahren, weshalb die Haftung auf 50 % begrenzt werden soll; ein nur anteiliges Verschulden ist in derartigen Fällen eher fernliegend. Auf eine anteilige Kürzung wegen der weiteren Nutzungsmöglichkeit der Ersatzgegenstände müssen Sie sich nicht verweisen lassen.

Kürzungen werden häufig vorgenommen, wenn nicht nur nötigste Pflegemittel und notwendige Bekleidung gekauft werden, sondern z.B. Luxusgegenstände als Ersatz angeschafft werden. Insoweit sind die von Ihnen angemeldeten Beträge zu prüfen. Eine abschliessende Einschätzung zur Höhe Ihrer Ansprüche ist anhand der wenigen Informationen leider nicht möglich.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.04.2009 | 10:20

Sehr geeehrter Herr Kaussen,
herzlichen Dank für Ihre Antwort, die uns doch etwas weitergeholfen hat.
Bezüglich der 50 % verweisst alitalia in ihrem Brief auf den "First-need-Bedarft", was ja unserer Meinung nach nicht in Betracht kommt, da wir ja den gesamten Aufenthalt in Rom unser Gepäck nicht zur Verfügung hatten.
Die eingereichte Rechnungssumme bei alitalia betrug bei uns insgesamt 1.284,57 Euro (für 3 Personen). D.h. wenn ich Sie richtig verstanden habe würde uns gemäß Art. 22..... in jedem Fall die gesamte Summe und evtl. eine Entschädigung zustehen.
Was wir aus der Zeitung erfahren haben, war dass an diesem Tag die alitalia gestreikt hat. Offiziell haben wir aber keine Erklärung für die Flugumbuchung usw. bekommen.
Ich würde jetzt nochmals selber an alitialia schreiben und auf Ihr Schreiben und den Art. 22 verweisen um unser Geld zu bekommen.
Kurze Frage noch:
Was denken Sie wie groß unsere Chancen wären, wenn wir Sie bei Negativantwort von alitalia als Rechtsanwalt beauftragen. Da wir leider keine Rechtsschutzversicherung haben, können wir uns natürlich einen größeren Rechtsstreit nicht leisten.
Herzlichen Dank nochmals

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.04.2009 | 21:53

Wie bereits angedeutet, wird es darauf ankommen, welche Gegenstände Sie als Ersatz angeschafft haben. Der Höhe nach liegt der Ersatzbetrag im Rahmen, wie Sie richtig feststellen.

Eine Erfolgsprognose vermag ich Ihnen nicht zu geben; die Einschaltung eines Rechtsanwaltes kann aber sinnvoll sein, um vorgeschobene Ablehnungsgründe oder Kürzungen auszuräumen.

Setzen Sie dem Unternehmen eine kurze Frist zur Zahlung. Befindet sich dieses danach bei Beauftragung des Rechtsanwaltes in Verzug, können Sie die Erstattung der Rechtsanwaltskosten zusätzlich verlangen.

Für eine weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen unter den o.a. Kontaktdaten zur Verfügung. Ihren Einsatz für diese Frage rechne ich bei einer Beauftragung an.

Mit freundlichem Gruß

Bewertung des Fragestellers 23.04.2009 | 10:17

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