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verkaufter Artikel Onlineauktion


22.05.2007 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe über ein Onlineaktionshaus eine 60 Jahre alte Waage verkauft (ca. 30 Kg) zu 100 EUR.
Versand sollte nur nach Deutschland möglich sein. Zuschlag hat ein Käufer aus Österreich bekommen. Da wir de Waage aber "loswerden wollten", haben wir dann den Versand nach Östereich organisiert. Der Kaufpreis + Versandkosten wurden vom Verkäufer bezahlt.
Wir erhileten die Kiste beschädigt zurück mit dem Hinweis, "Empfänger hat Annahme verweigert". Der Käufer will die Annahme aber nicht abglehnt haben und so so haben wir nach vielen Beschwerden beim Versandservice die 150 EUR Transportkosten zurück erhalten.
Die Frage:
Da ein erneuter Versand sehr aufwändig ist (Kiste wiegt über 60 kg), wollen wir nun auf Abholung oder Versandorganisation durch eine Spedition durch den Käufer bestehen. Oder aber wir würden das Geld zumindest für die Waage und für die Versandkosten zurückzahlen. Der Verkäufer verlangt aber den erneuten Versand durch uns.
Wir haben bereits ein Schreiben vom Anwalt aus Österreich bekommen, das er die Waage einklagen wird, wenn sie nicht erneut gesendet wird.
Kann er dies wirklich machen? Ist es nicht möglich, zu sagen das wir nicht mehr im Besitz der Waage sind , wir zahlen die Kosten zurück und die Sache ist erledigt?
22.05.2007 | 20:16

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Dadurch, dass der Käfer zum Angebotsende das höchste Gebot abgegeben hatte, ist ein rechtswirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. Der Käufer hat tatsächlich einen einklagbaren Anspruch auf Erfüllung und im Fall der Nichterfüllung ggf. sogar auf Schadensersatz.

Da Versand vereinbart war, liegt eine sogenannte Schickschuld vor, d.h. Leistungsort ist der Wohnort des Käufers und Erfüllung tritt nur dann ein, wenn Sie die Waage zum Käufer senden.

Dass die Ware nicht ankam, dürfte tatsächlich nicht am Käufer gelegen haben, denn es macht wenig Sinn, zuerst die Annahme zu verweigern und dann per Anwaltsbrief die Lieferung einzufordern, vermutlich war dies ein Fehler des Transportunternehmens. Es wird daher keine Pflichtverletzung vorliegen, die Sie zum Rücktritt berechtigen würde, so dass Sie tatsächlich verpflichtet sind, die Waage noch einmal zu versenden.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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