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verkauf von Gesellschaftsanteile an einem nicht EU Bürger


20.10.2016 20:46 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich übernahm seit Anfang dieses Jahres ein GbR Unternehmen in Sachsen-Anhalt der bereits seit 1992 in Betrieb ist. Seit Ende dieses Sommers habe ich einen Käufer gefunden, der bereit ist als stiller Gesellschafter ein Teil von meinem Unternehmen abzukaufen. Der Käufer (Alter 57) ist ein russischer Staatsbürger und Wohnhaft in Russland.
Er würde gerne durch den Erwerb der Gesellschaftsanteile meiner Firma ein Visum in Deutschland beantragen um die Geschäfte mit zu kontrollieren.

Wie funktioniert es? Muss das Unternehmen jedes mal für ihn eine Einladung nach Russland versenden, damit er nach Deutschland kommen kann? Wie lange darf er pro Jahr sich in Deutschland aufhalten? Besteht die Möglichkeit für ein längeres Aufenthalt in Deutschland? Und wie läuft der Prozess für den Verkauf der Gesellschaftsanteilen, wenn der Käufer nicht EU-Bürger ist?

Besten Dank für Ihre Antwort.

Denis O.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst müsste entschieden werden, ob der Interessent in Form eines stillen Gesellschafters oder eines echten Gesellschafters an der GbR beteiligt werden soll. Ein stiller Gesellschafter hält keine direkten Anteile an dem Unternehmen, so dass an ihn auch keine Anteile der GbR übertragen werden. Eine Übertragung an den Interessenten käme also nur im zweiten Fall (echter Gesellschafter) in Betracht. Diese erfolgt immer durch Verkauf oder unentgeltlichen Übertrag und die Nationalität des potentiellen Erwerbers spielt dabei keine Rolle. Geprüft werden müsste der GbR Vertrag, ob die Zustimmung anderer Gesellschafter erforderlich wäre.

Wenn der Interessent echter Gesellschafter wird, könnte evtl. ein langfristiger Aufenthaltstitel beantragt werden. Dieser ermöglicht einen unbegrenzten Aufenthalt in Deutschland. Alternativ kann immer ein sog. Geschäftsvisum beantragt werden. Dieses ist in der Regel für ein Jahr gültig und ermöglicht einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen. Weitere Details und die Voraussetzungen für ein Visum oder einen Aufenthaltstitel müssten ggf. detailliert besprochen werden. Gerne stehe ich Ihnen dazu - ebenso wie für die gesellschaftsrechtlichen Fragen - zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Geismar Rechtsanwälte
Marburger Straße 5
10789 Berlin

A.Nadiraschwili@geismar-rechtsanwaelte.de

Telefon: 030-219 62 880
Fax: 030-219 62 8859

www.geismar-rechtsanwaelte.de

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