Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

verkaeufer verstirbt vor eintragung im grundbuch nach notarvertag

21.07.2015 08:17 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Ein haus wurde verkauft.
Notartermin hat stattgefunden, dass heisst kaufvertrag wurde notariell abgeschlossen mit der praemisse, ohne auflassungsvormerkung und, dass die sofortige eigentumsumschreibung an den erwerber beantragt werden soll.

Nun ist einer der beiden verkaeufer verstorben.

Eine eintragung im grundbuch ist noch nicht erfolgt.

Ob der antrag auf eigentumschreibung bereits beim grundbuchamt vor versterben eingegangen ist, ist unklar.

Wir der erwerber rechtswirkamer eigentuemer?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Die Übereignung von Immobilien findet in Deutschland im Wege der Auflassung und Eintragung i.S.d. § 925 BGB statt.

Die Auflassungsvormerkung sichert i.S.d. § 883 BGB den schuldrechtlichen Anspruch auf die Übertragung des Eigentums der Immobilie. Die Vormerkung wird in die Abteilung II eines Grundbuches eingetragen. Sie berichten, dass eine entsprechende Auflassungsvormerkung nicht in den notariellen Kaufvertrag aufgenommen wurden. Somit sind Sie tendenziell weniger geschützt, da die Vormerkung wohl nicht ins Grundbuch aufgenommen wurde und Sie erst mit Eintragung ins Grundbuch Eigentümer der Immobilie werden.

Theoretisch wäre es sogar möglich, die Immobilie ein weiteres Mal zu veräußern. Denn Sie kommen nicht in den Genuss des Schutzes des § 883 Abs. 2 BGB. Der öffentliche Glaube des Grundbuches würde dem Verkäufer hier behilflich sein.

Eigentümer der Immobilie sind Sie erst, wenn Sie vom Grundbuchamt ins Grundbuch als solcher eingetragen wurden. Vorher nicht. Sie haben momentan lediglich aus dem notariellen Kaufvertrag einen schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentums. Dieser kann auch gegenüber den Erben gerichtlich durchgesetzt werden.

Sie sollten sich mit den gegenwärtigen Eigentümer in Verbindung setzen und eine Sachstanderläuterung verlangen. Insbesondere sollten Sie sich erkundigen, ob eine Umschreibung beim Grundbuchamt bereits in die Wege geleitet wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69672 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnell, präzise, sachlich - perfekt. Ganz herzlichen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Frage ausführlich beantwortet keine weitere Nachfrage. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
vielen Dank für die rasche und gründliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER