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verhandlung wegen betrug-es droht bewährungsstrafe


19.11.2007 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



hallo ich habe hier paar fragen,
ich habe am 14.01.08 eine hauptverhandlung wegen betrugs.ich hatte schon voriges jahr eine verhandlung und hatte da eine geldstrafe bekommen ,wo ich heute noch monatlich abzahle und bekam 3 jahre auf bewährung.jetzt droht in dieser verhandlung bewährungsstrafe,was heißt das.das ich dann ins gefägnis muß.ich habe 2 kleine kinder 3 und 7 jahre.das weiß die staatsanwaltschaft auch.es wird ein rechtspfleger bestellt für mich für diese verhandlung.wäre es ratsam eine rechtsanwältin mit ein zuschalten?
gruß

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Es besteht Klärungsbedarf. Die von Ihnen geschilderten Angaben scheinen, wohl aufgrund der Aufregung wegen der Angelegenheit, fehlerhaft wiedergegeben.
1. Bitte überprüfen Sie anhand des Urteils aus der alten Sache ob Ihre Angaben zu der Rechtsfolge richtig sind. Sofern Sie eine Strafaussetzung zur Bewährung bekommen haben teilen Sie bitte mit wie hoch die ausgesprochene Freiheitsstrafe und wie lange die Bewährungszeit hierfür ist (wohl 3 Jahre nach Ihren Angaben). Wann wurde das Urteil rechtskräftig? Wissen Sie wann die Bewährungszeit endet (siehe Beschluss des Gerichts zur Bewährung). Die Geldstrafe scheint eine zusätzliche Bewährungsauflage zu sein.
2. Wie kommen Sie auf die Idee nunmehr in der neuen Angelegenheit eine Freiheitsstrafe mit Aussetzung zur Bewährung zu bekommen? Nach Ihren Angaben ist die Verhandlung doch erst im kommenden Jahr. Erst hier wird das Urteil anhand der Erkenntnisse aus dem Verfahren gebildet.
3. Sie geben an, dass man Ihnen einen Rechtspfleger für die Verhandlung bestellen will. Offensichtlich haben Sie sich etwas vertan. Für den Fall, dass eine notwendige Verteidigung vorliegt, ist Ihnen ein Pflichtverteidiger beizuordnen. D.h., das Gericht wird dann einen von Ihnen gewählten Strafverteidiger oder sofern Sie keinen benennen einen im Gerichtsbezirk ansässigen Strafverteidiger für Sie bestellen. Dieser erhält sodann einen verringerten Pflichtverteidigersatz als Honorar aus der Staatskasse. Sofern es zu einer Verurteilung kommt, wird die Staatskasse hierfür Regress bei dem Verurteilten nehmen. Kommt es zu einem Freispruch, so trägt die Staatskasse die Kosten.
4. Sofern Sie, wie man es aus Ihren Angaben heraus lesen kann, innerhalb der Bewährungszeit eine erneute Straftat begangen haben, so steht in der Tat die jetzige Bewährung auf dem Spiel sofern es zu einer Verurteilung käme. Diese könnte unter Umständen widerrufen werden. Dies hätte zur Konsequenz, dass Sie die damalige Freiheitsstrafe unter Anrechnung der geleisteten Geldstrafe absitzen müssten.

Da Ihre Angaben sehr unpräzise und übereilt eingestellt wurden rate ich Ihnen zunächst in aller Ruhe diese zu vervollständigen. Sodann kann nach Bedarf hierauf genauer eingegangen werden. Die Verhandlung ist erst im Januar. Daher ist noch etwas Zeit um sich vernünftig vorzubereiten. In jedem Fall sollten Sie aufgrund der offenen Bewährung, die Sie ja aus der alten Verurteilung haben, unverzüglich (!) einen Strafverteidiger vor Ort aufsuchen und mit der Sache betrauen. Sofern ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt, kann er seine Beiordnung bei Gericht beantragen.

In jedem Fall ist es ratsam durch den Verteidiger alsbald wie möglich Einsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen. Hierdurch erhält der Verteidiger umfassende Kenntnis über die Sach- und Beweislage die gegen Sie vorliegt. Sodann kann er mit Ihnen aufgrund dessen die weitere Vorgehensweise für die Hauptverhandlung besprechen.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt –

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