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vaterschaft, unterhalt

16.11.2010 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:10

sehr geehrt damen und herren,

nach jahrelangem besuch einer thaimassage , erzählte mir die thaidame, die mit einem deutschen mann verheiratet war, das sie mich nett findet, mich mag usw und

machte mir auch regelmäßig geschenke.
so gerührt von den zuneigungen kam man sich näher(kein sex oä) und sie erzählte mir von ihrem riesen kinderwunsch und das ihr mann diesen nicht erfüllt da sie nie sex

haben!
sie bat mich ihr diesen wunsch zu erfüllen. anfangs lehnte ich ab, nach viel hin und her fragte ich sie was denn ihr mann dazu sagt. sie versicherte mir das er damit

einverstanden ist. auch versicherte sie mir das ich anonym bleiben würde, mein name nicht bekannt gegeben wird und das kind in ihrer familie aufwächst. desweiteren

wurde mir auf nachfragen hin versichert, das sie ausreichend einkommen durch ihre thaimassage und ihren ehemann habe und sie in der zeit der schwangerschaft sowie

in der zeit danach, aushilfskräfte hat. so das die einnahmen weitergehen würden und ein finanzielles auskommen gesichert sei.
anfangs weigerte ich mich , aber dann gab es schwache momente !!!
naja ,kurzum die frau wurde schwanger. die schwester der frau, die wohl von ihr eingeweiht worde war, posaunte in der famlie (eltern, tanten des ehemannes waren

entsetzt)heraus das der ehemann nicht der kindesvater sei. es kam zum streit innerhalb der familie. der mann lies sich auf druck der verwanten scheiden.
vor dem scheidungsgericht jedoch war sich das expäarchen einig: der mann sagte aus, das er nicht als biologischer vater in frage käme (welche gründe er hierzu angab

sind unbekannt) auch die kindesmutter sage aus das ihr (ex) ehemann nicht der vater des kindes ist (das sind die aussagen des jugendamtes hierzu). die ehe wurde

geschieden und es wurde rechtskräftig das der exehemann nicht der vater des kindes ist.
vor einigen tagen bekam ich post vom jugendamt, ich werde als mutmaßlicher vater von der kindesmutter angegeben und soll meine einkünfte offen legen um die höhe

des unterhaltes für das kind festzustellen.
auch wird erwägt das ich unterhalt für die mutter zahlen soll.

ich bin natürlich nun ziemlich verzweifelt, fühle mich verar...t aber weiß auch das ich ziemlich dämlich war.
was kann ich tun? kann man exehemann und frau auch mit zur verantwortung ziehen? ist schadensersatz möglich? kann ein betrug unterstellt werden oder arglistige

täuschung?
bin ich wirklich unter diesen umständen der mutter zu unterhalt verpflichtet.
da ich selbstständig bin mit nicht geringem einkommen, habe ich die befürchtung das ich auch noch die nächsten 10-20jahr für die mutter unterhalt zahlen kann, wenn diese

erstmal feststellt wieviel geld zu holen ist.
ich bin für jeden hinweiß dankbar.

mfg.

16.11.2010 | 18:11

Antwort

von


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33609 Bielefeld
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Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Leider sieht die Rechtslage für Sie nicht sehr gut aus.


Die sich aus der biologischen Vaterschaft ergebenden Konsequenzen sind gesetzlich geregelt;

Es wäre sicherlich besser gewesen, da der "Entscheidungsprozess" ja doch etwas länger gedauert hat, sich vor dem Zeugungsakt zu erkundigen, ob die von der Kindesmutter vorgespiegelte Folgenlosigkeit tatsächlich so realisierbar ist, wie in Aussicht gestellt. Das ist sie nämlich nicht.



Hinsichtlich des Kindesunterhaltes handelt es sich um einen im Voraus nicht verzichtbaren Anspruch des Kindes, vgl. § 1614 BGB .

Insoweit war schon vor der Zeugung klar, dass ein Verzicht der Frau auf Kindesunterhalt unwirksam sein würde.


Was den Unterhaltsanspruch der Kindesmutter angeht, so setzt dieser allein die biologische Vaterschaft voraus.

Wenn die gegeben ist, haben Sie bis 8 Wochen nach der Geburt Unterhalt zu leisten und darüber hinaus, sofern die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist.

Falls Letzteres der Fall sein sollte, und die Kindesmutter keine Erwerbseinkünfte hat, müssen Sie sich auf mindestens 3 Jahre einrichten, vgl. § 1615 l Abs. 2 BGB .

Allerdings wird hier sicher zu prüfen sein, ob sie tatsächlich keine Einkünfte (mehr) aus dem Thai-Massagebetrieb hat oder durch eine sonstige Tätigkeit doch erzielt.


Nach Ablauf der drei Jahre muss geprüft werden, ob es der Billigkeit entspricht, diese (evt. bestehende) Zahlungspflicht für die Mutter zu verlängern.

Dabei wird sicher auch das Verhalten der Kindesmutter zu berücksichtigen sein, die sich diese Ansprüche schon auf recht krasse Art erschlichen hat.



Dies alles setzt natürlich voraus, dass Sie tatsächlich der biologische Vater des Kindes sind.

Zwar hat die Kindesmutter dies als möglich angegeben; angesichts der doch erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen für Sie sollten Sie auf einer exakten Klärung durch ein erbbiologisches Gutachten bestehen, um letztlich Gewissheit zu bekommen, ob Sie zahlungspflichtig sind oder nicht.

Das würde bedeuten, dass Sie bei gerinsten Zweifeln, der Vater zu sein, dem Jugendamt gegenüber dies abstreiten.

Es wird dann wahrscheinlich eine Vaterschaftsklage gegen Sie erhoben werden, die natürlich mit dem Risiko des Prozessverlustes verbunden ist, in deren Verlauf aber eine gutachterliche Klärung der wichtigen Grundfrage erfolgt.

Soweit in Kürze das, was ich Ihnen raten kann.

Sofern Sie eine weitergehende Unterstützung durch mich wünschen, stehe ich gerne zur Verfügung. In diesem Fall nehmen Sie bitte über email Kontakt mit mir auf.


Mit freundlichen Grüßen





Rückfrage vom Fragesteller 16.11.2010 | 18:26

sie schrieben:
, sofern die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist,
...müsste der kindesvater unterhalt leisten.

heißt das , das wenn die mutter gesund ist das ich dann nicht für den unterhalt (der mutter)aufkommen müßte, oder kann sie sagen das sie durch die fürsorge des kindes keine zeit hat zum arbeiten gehen und der kindesvater deswegen ihr gegenüber unterhaltspflichtig ist?

danke, und mfg.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.11.2010 | 20:10

Das Gesetz sagt ... "weil sie infolge der Schwangerschaft ... dazu außerstande ist".

Dies kann verschiedene Ursachen haben, mangelnde Betreuungsmöglichkeit für das Kind etc und muss im Einzelfall an Hand der konkret vorliegenden Umstände geprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

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