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vater verstorben -überschuldung

| 15.09.2013 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


13:50
sehr geehrte damen u. herren,
wegen meines kürzlich verstorbenen vaters u. eine daraus ersichtlich entstehende überschuldung ,möchte ich innerhalb der 6 wo.-frist das erbe ausschlagen, meine frage: habe im vorfeld als die entscheidung der erbausschlagung noch nicht feststand ,seine verträge gekündigt, mietswohnung, Hausrat, telekom, krankenkasse ...und da ich schon seit seinen lebzeiten mit meiner unterschrift bei seinem personalkonto bei der deutschen bundesbank zeichnungsberechtigt bin , habe ich eine ausstehende Arztrechnung beglichen, wird mir dies jetzt als erbanerkennung ausgelegt und eine erbausschlagung beim Nachlassgericht nicht gültig bzw. bin ich jetzt erbe und kann es nicht mehr ausschlagen? bitte um eine verständliche rückmeldung, mit freundlichem gruss....
15.09.2013 | 12:37

Antwort

von


(407)
Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Ich möchte Ihnen erst einmal mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

Nach deutschem Recht wird man automatisch Erbe, es bedarf also keiner Erbschaftsannahme.

Die Ausschlagung des Erbes ist dann nicht möglich, wenn man das Erbe bereits angetreten hat (§ 1943 BGB ). Dies kann durch schlüssiges Handeln des Erben bereits erfolgen. Sie haben hier einige Handlungen nach dem Tod Ihres Vaters bereits vorgenommen, so dass hierin eine sog. konkludente Erbschaftsannahme zu sehen sein könnte.

Nun teilen Sie aber auch mit, dass sich während Ihrer Handlungen ergeben hat, dass das Erbe überschuldet ist.

Sie können daher, sollte eine Erbauschlagung durch das Nachlassgericht aufgrund Ihres Handelns nach dem Tod Ihres Vaters nicht mehr angenommen werden sollte, ebenfalls binnen 6 Wochen ab Kenntnis der Überschuldung des Nachlasses Ihre Erbschaftsannahme gegenüber dem Nachlassgerichts wegen Irrtums anfechten.

Bei der Anfechtung der Erbannahme müssen Sie darlegen, dass Ihnen zum Zeitpunkt der Annahme der Erbschaft nicht bekannt war, dass das Erbe überschuldet ist und Sie sich deswegen im Irrtum befanden.

Nach erfolgter Anfechtung der Erbannahme sind Sie so gestellt, als hätten Sie das Erbe ausgeschlagen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 15.09.2013 | 13:48

sehr geehrter herr rösemeier,
vielen dank für ihre schnelle und kompetente antwort,habe ich sie dahingend richtig verstanden,das ich eine anfechtung der erbannahme ,genauso wie eine erbausschlagung persönlich auf dem Nachlassgericht geltend machen kann,ohne einen anwalt beauftragen zu müssen?
vielen dank im voraus
.......

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.09.2013 | 13:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt.

Einen Anwalt benötigen Sie nicht. Die Anfechtung der Erbannahme kann entweder direkt gegenüber dem Nachlassgericht oder aber vor einem Notar erklärt werden.

Entscheidend ist, dass die Anfechtung binnen 6 Wochen ab Kenntnis über den Irrtum, dem Nachlassgericht zugeht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 15.09.2013 | 14:15

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