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urteil wegen veruntreuter unterschlagung


01.03.2006 13:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



ich wurde gestern wegen veruntreuter unterschlagung in höhe von 15000€ zu 4 monaten freiheitsstrafe zu 2 jahren und 6 monaten bewährung verurteilt. außerdem zu 40 std. gemeinnütziger arbeit.
ich wollte mich jetzt erkundigen ob dies angemessen ist oder ob es sich lohnen würde in revision zu gehen.
außerdem möchte ich mich erkundigen wann die freiheitsstrafe in kraft treten würde.

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Frage richtet sich ja im wesentlichen darauf, ob die Strafzumessung in Ordnung ist.
Die Strafzumessung ist grundsätzlich Sache des Tatrichters. Ich will mit der Frage nach der Revision anfangen: Das Revisionsgericht darf lediglich nachprüfen, ob dem Tatgericht bei der Strafzumessung ein Rechtsfehler unterlaufen ist. Um zwei Beispiele zu nennen: Ein Gericht wertet mangelnde Intelligenz als strafschärfend. Es wird strafschärfend berücksichtigt, dass der Täter die Tat selbst initiiert hat (unzulässig, da das in der Regel schon in der Natur der Tatverwirklichung liegt).

Daraus folgt, dass das Revisionsgericht nicht einfach deshalb aufheben darf, wenn es meint, der Tatrichter habe eine zu hohe Strafe verhängt, solange die Strafzumessung ohne Rechtsfehler abgelaufen ist.

Sie sprachen von Revision. Gegen Urteile des Amtsgerichts gibt es natürlich auch noch das Rechtsmittel der Berufung. Diese ist eine zweite Tatsacheninstanz, im Gegensatz zur Revision, bei der es nur um Rechtsfragen geht.

Bei der Strafzumessung hat das Tatgericht nun einen Ermessensspielraum. Das liegt in der Natur der Sache, und daher gibt es auch DAS korrekte Strafmaß für die und die Tat nicht, und daher kann für ein und dieselbe Tat vor unterschiedlichen Gerichten Unterschiedliches herauskommen.
Die Grundsätze der Strafzumessung finden sich in § 46 StGB. Grundlage ist zuallererst das Maß der Schuld des Täters, ferner Gesichtspunkte wie die Beweggründe des Täters, die verschuldeten Auswirkungen der Tat, das Verhalten nach der Tat usw.

Zu der gegen Sie verhängten Strafe: Sie sind nicht wegen einfacher, sondern veruntreuender Unterschlagung verurteilt worden. Damit erhöht sich schon der anzuwendende Strafrahmen von bis zu drei Jahren auf fünf (oder Geldstrafe).
Die unterschlagene Summe ist mit 15000 Euro nicht unerheblich. Das ist z.B. mit berücksichtigt worden. Die Dauer der Bewährungszeit liegt bei maximal fünf Jahren, darf aber zwei Jahre nicht unterschreiten. Bei Ihnen liegt Sie ein halbes Jahr darüber. Angesichts der mitgeteilten Informationen und des zur Verfügung stehenden Strafrahmens scheint die Sanktion angemessen zu sein.

Wie gesagt, muss bei einer eventuellen Berufung nichts Besseres herauskommen, während die Revision ohnehin nur bei Rechtsfehlern Erfolg verspricht.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben, gerne können Sie mich auch noch kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hensdiek
Rechtsanwalt


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