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unversicherter Versand - Schweiz u./o. Deutschland


04.01.2007 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrte Damen und Herren,

in letzter Zeit passiert es immer öfters, dass unversicherte Ware verloren geht.
Nun habe ich einen Artikel als Privatmann in der Schweiz bei einem gewerblichen Verkäufer gekauft und die Überweisung getätigt. Der Versand erfolgt unversichert.

Leider ist bis dato keine Ware angekommen. Da der Verkäufer gewerblich handelt und ich als Privatmann gekauft habe, so interessiert es mich sehr, ob ein der Gewerbetreibende nicht eine Nachweispflicht über den Versand der Ware haben müsste (<- da ich als Privatmann gekauft habe).

Habe ich nun eine Chance (trotz des unversicherten Versandes) die Ware dennoch zu erhalten?
Welche Möglichkeiten gäbe es, (bei nationalen und internationalen Kauf) dies einzuklagen falls in Zukunft die Ware nicht ankommt? Wer trägt im diesem Falle die Kosten für solches Verfahren? Bisher sind es nur immer sehr kleine Beträge gewesen (ca. 30-50 Euro) allerdings macht die Summe nun doch einiges aus.
Wenn gewisse Möglichkeiten bestehen meine Ware dennoch zu erhalten, bin ich auch nicht abgeneigt, gleich hier einen Rechts-Kontakt herzustellen.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Der Verkäufer muss auch bei einem unversicherten Versand die Absendung der Ware nachweisen. Kann er keinen Nachweis über die Absendung erbringen so haben Sie weiterhin Anspruch auf Übersendung der Ware. Sollte die Übersendung der Ware nicht mehr möglich sein, so haben Sie Anspruch auf Rückzahlung des Geldes.

Die „Nichtversicherung“ bezieht sich nur auf den Versand selbst, d.h. wenn während des Versandes die Ware beschädigt wird oder diese während des Versandes verloren geht.

Sie können die Lieferung der Ware bzw. die Rückzahlung des Geldes gerichtlich geltend machen. Die Kostengünstigste Variante bzgl. der Rückzahlung des Geldes ist die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Den Gerichtskostenvorschuss (bei Werten bis 900,00 € beträgt dieser 23,00 €) müssten Sie zunächst leisten, kann aber im Mahnverfahren von der Gegenseite mit beansprucht werden.

Sollten Sie die Lieferung der Ware verlangen, so müssen Sie dies in einem gerichtlichen Verfahren beanspruchen. Der Gerichtskostenvorschuss bei einem Warenwert bis 300,00 € beträgt hierfür 75,00 € und muss zunächst von Ihnen verauslagt werden. Im Falle des Obsiegens Ihrerseits sind diese Kosten von der Gegenseite zu tragen.

Die Rechtsanwaltskosten müssten ebenso von Ihnen zunächst geleistet werden und sind im Falle des Obsiegens Ihrerseits von der GEgenseite zu erstatten. Für das Mahnverfahren betragen die Kosten bei einem Wert bis 300,00 €, 30 € zzgl. 19,00 % MwSt. und für das gerichtliche Verfahren 74,50 € zzgl. 19,00% MwSt..

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich gern für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats.


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de

Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2007 | 19:50

Sie schreiben:
"Die „Nichtversicherung“ bezieht sich nur auf den Versand selbst, d.h. wenn während des Versandes die Ware beschädigt wird oder diese während des Versandes verloren geht.
Sie können die Lieferung der Ware bzw. die Rückzahlung des Geldes gerichtlich geltend machen."

Wenn der Verkäufer einen Nachweis hat (sozusagen nur den Portobeleg für den Tag des Versandes allerdings ohne Einschreibefunktion) so kann nicht konkret nachgewiesen werden, wo der Verlust geschah (entweder im Briefkasten in München oder bei der Post selbst usw..). Sind so konkrete Chancen vorhanden um mit einer Erstattung des Preises zu rechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2007 | 20:00

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Wenn nur ein Beleg über Porto vorhanden ist, so ist dies kein Nachweis für die Absendung des Briefes/Päckchen an Sie. Der Verkäufer könnte auch an eine andere Person einen Brief/Päckchen gesendet haben. In diesem Fall sind Ihre Erfolgsaussichten als hoch einzuschätzen. Allerdings könnte der Verkäufer einen Zeugen benennen, welcher versichert, dass der Verkäufer die Postsendung an Sie in den Briefkasten oder zur Post gegeben hat.

Für weitere Rückfragen oder die Vertretung stehe ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatsübertragung zur Verfügung.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de

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