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unverschuldeter Unfall


05.05.2007 19:07 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Guten Tag,
ich hatte gestern auf dem Nachhauseweg von der Arbeitsstätte einen Verkehrsunfall, den ich nicht verschuldet habe. Mein Unfallgegner hat mir die Vorfahrt genommen. Laut Polizei ist die Schuldfrage eindeutig. Laut ersten Einschätzungen des Abschleppunternehmens ist mein Fahrzeug ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ich wurde mit dem Krankenwagen vorsorglich zur Kontrolle ins Krankenhaus gefahren.
Nun zu meiner Frage:
Was kann ich von der gegnerischen Versicherung alles Einfordern?
- Nutzungsausfall Auto -> wie lange, wie hoch ist der Satz/Tag ?
- Kosten des Abschleppdienstes ?
- Standgeld beim Abschleppdienst ?
- Eine Art Aufwandsentschädigung (Post/Telefonate) ?
- Rettungswagen + Untersuchung ?
- Gutachter ?
- Schmerzensgeld, da Leitungsfunktion / aber nicht arbeitsunfähig geschrieben ?
- ..........

Danke für Ihre Bemühungen und ein sonniges Wochenende.......

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Da den Gegner an dem Verkehrsunfall vom 04.05.07 ein Alleinverschulden trifft, hat er zunächst den hierdurch entstandenen Schaden an Ihrem Kraftfahrzeug sowie alle Sachfolgeschäden vollumfänglich zu ersetzen (§§ 823 Abs. 1, 249 BGB). Im Einzelnen werden Sie folgende Schadenspositionen geltend machen können:

(1)Kraftfahrzeugschaden (Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges abzüglich Restwert)

(2)Kosten der Schadensfeststellung – hierzu gehören auch die Sachverständigenkosten (vgl. BGH NJW 1974, 34).

(3) Abschleppkosten: Diese sind im notwendigen Umfang zu erstatten. Ist das Kfz nach dem Unfall nicht mehr verkehrssicher, werden die Abschleppkosten in der Regel ohne Abzüge übernommen, wenn sich diese im Rahmen halten.

(4)Nutzungsausfall, wenn kein Ersatzfahrzeug angemietet wird: Die Höhe des Nutzungsausfalls bemisst sich nach der Tabelle von Sanden/Danner/Küppersbusch und beträgt je nach Fahrzeugtyp zwischen EUR 27,- bis EUR 99,-. - Zu beachten ist, dass derjenige, der sein Fahrzeug nicht repariert und auf Gutachtenbasis abrechnet, keinen Anspruch auf Nutzungsausfall hat. Andererseits ist bei einem Totalschaden Nutzungsausfall für die Wiederbeschaffungszeit zu zahlen.

(5)Mietwagenkosten im Rahmen des Erforderlichen, wobei ersparte Eigenkosten abzuziehen sind.

(6)Die Abschleppkosten sowie die Standkosten für den Unfallwagen sind ersatzfähige Schadenspositionen im Sinne des § 249 BGB wie auch ggf. entstehende An- und Abmeldekosten.

(7)Auslagenpauschale für Porto, Fahren zum Anwalt Telefonate, die üblicher Weise mit EUR 20 ,- bis EUR 25,- in Ansatz gebracht werden können (vgl. München NVZ 2006, 261).

Weiterhin hat der Schädiger Personenschäden zu ersetzen. Hierzu zählen die adäquaten Heilbehandlungskosten, mithin auch die Kosten für den Rettungswagen und die Untersuchung im Krankenhaus. Für den Anspruch auf Schmerzensgeld nach § 253 Abs. 2 BGB kommt es auf das Ausmaß und die Schwere der erlittenen Verletzungen an, so dass eine abschießende Stellungsnahme hierzu erst nach Kenntnis des Sachverhalts im Einzelnen möglich ist. Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass der Anspruch auf Schmerzensgeld dann entfallen kann, wenn das Wohlbefinden des Verletzten nur kurzfristig und unerheblich beeinträchtigt ist.

Abschließend weise ich darauf hin, dass sich die Schadensersatzpflicht des Schädigers auch die Rechtsanwaltskosten des Verletzten erstreckt. Zwecks Durchsetzung Ihrer Ansprüche aus dem Verkehrsunfall vom 04.05.2007 gegenüber der gegnerischen Haftpflichtversicherung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
petry-berger@t-online.de
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