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unterhalt/anwaltskosten

09.01.2008 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrtes Team von Frag einen Anwalt

Mein Exfreund und ich haben eine gemeinsame einjährige Tochter, und wir haben uns während der Schwangerschaft getrennt, da er fremd gegangen ist jedoch nicht zugibt!! Das Kind hat meinen Namen und er ist als Vater im Geburtsschein eingetragen, wir waren 2 Jahre zusammen, hatten aber getrennte Wohnungen. Wie hoch wären ungefähr die anwaltskosten um Ihm als Vater (selbstständige Tätigkeit) zu schreiben dass er gesetzlich verpflichtet ist Unterhalt für die Tochter zu zahlen, bleibt zu erwähnen dass ich alle Fragen schon bei Ihnen beantwortet bekommen habe! Kann ich einen Anwalt von Frag einen Anwalt privat aufsuchen, und meine Antworten von Ihnen mitnehmen? Bei welchem Einkommen bekommt man eine Beratungsgebühr? Nach dem Mutterschaftsurlaub habe ich jetzt wieder angefangen zu arbeiten, jedoch wegen meiner Tochter nur 80%, kann ich von meinem exfreund einen Ausgleich für die 20%(+-350Euro)fordern,die mir monatlich entfallen?

-- Einsatz geändert am 09.01.2008 10:12:59

Sehr geehrter Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Es sind in Ihrem Fall zwei getrennte Unterhaltsansprüche zu Unterscheiden: Der Anspruch Ihrer Tochter auf Kindesunterhalt sowie der Ihnen als Mutter zustehende Anspruch auf Unterhalt aus Anlass der Geburt eines Kindes.

Die jeweilige Höhe der Ansprüche ist anhand mehrerer Faktoren zu berechnen, nicht zuletzt auch anhand des zur Verfügung stehenden Einkommens des Unterhaltsverpflichteten Vaters. Priorität hat zunächst der Kindesunterhalt. Dieser ist vollständig zu befriedigen, bevor ein weiterer, diesbezüglich zweitrangiger, Unterhaltsanspruch der Kindesmutter in Betracht kommt.

Während der ersten drei Jahre nach der Geburt Ihres Kindes sind Sie auch nach dem neuen Unterhaltsrecht grundsätzlich nicht verpflichtet, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die von Ihnen darüber hinaus gehende Arbeit ist somit als so genannte „überobligatorische Tätigkeit“ zu werten und damit nicht in voller Höhe von Ihrem Unterhaltsanspruch abzuziehen. Die genaue Höhe des abzugsfähigen Betrages ist dabei anhand der konkreten Betreuungskosten zu bemessen.

Da sich die Höhe Ihres Unterhaltsanspruches nach Ihrer bisherigen Lebensstellung richtet, d.h. nach dem Einkommen, das Ihnen ohne die Geburt des Kindes zur Verfügung stünde, hätten sie dem Grunde nach einen Anspruch auf die von Ihnen erwähnten 20 %. Allerdings sei an dieser stelle nochmals darauf hingewiesen, dass dies nur dann gilt, wenn dem Kindesvater nach Abzug des Kindesunterhalts auch noch genug Geld „übrig bleibt“.

Erst nachdem diese Berechnungen nach Vorlage der hierfür nötigen Unterlagen durchgeführt werden, können die jeweiligen Ansprüche konkret beziffert werden.

Die Kosten der außergerichtlichen Geltendmachung Ihrer Ansprüche richten sich gemäß dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nach der Höhe des Streitwertes. Der Streitwert wiederum errechnet sich nach dem zwölffachen Wert des monatlich verlangten Unterhaltes. Auch diese Frage kann damit, wie Sie sehen, erst nach Errechnung der Unterhaltsansprüche endgültig beantwortet werden.

Setzte man beispielsweise den Unterhaltsanspruch Ihrer Tochter auf 279,00 EUR und Ihren Anspruch in der von Ihnen genannten Höhe an, so beliefen sich die Kosten für die Errechnung und die Geltendmachung der beiden Ansprüche auf etwa € 650,00. Sollten alle notwendigen Unterlagen und Berechnungen tatsächlich bereits vorliegen, so kommt unter Umständen die Vereinbarung eines geringeren Honorars in Betracht, wenn keine weiteren Nachforschungsmaßnahmen des Anwaltes notwendig sind. Es steht Ihnen dabei selbstverständlich frei, den Anwalt Ihrer Wahl aufzusuchen.

Ich gehe davon aus, dass Ihre letzte Frage auf die Ausstellung eines Beratungshilfescheines abzielt. Ob Sie einen Anspruch hierauf haben richtet sich nach Ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Vorbehaltlich einer genauen Überprüfung dürfte Ihnen (aufgrund Ihrer Erwerbstätigkeit sowie der Unterhaltsverpflichtung) nach Abzug Ihrer Wohnkosten, ein Nettobetrag von maximal 819 EUR zur Verfügung stehen, um einen Beratungshilfeschein zu erhalten. Hierbei ist anzumerken, dass die Gerichte je nach Sitz strenger oder großzügiger sind.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Für eine umfassende Beratung ist Ihnen die weitere Beauftragung eins Rechtsanwaltes zu empfehlen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür auch weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

Rückfrage vom Fragesteller 09.01.2008 | 13:48

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, das hat mir sehr gehollfen. Wollte nur kurz erwähnen dass der Vater ein sehr gutes Leben führt,nicht wie meine Tochter und ich, sonst würde ich den Ausgleich für mich nicht nachfragen. Habe ich das richtig verstanden dass die Anwaltkosten auf den Unterhalt von meiner Tochter und mir mal 12 gerechnet werden, und haben Sie eine Liste von den Rechtsanwälten Frag einen Anwalt zwecks privatem Gespräch in der Umgebung. Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.01.2008 | 14:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

es werden nicht die Anwaltskosten selbst nach dem zwölffachen Wert der Unterhaltsansprüche berechnet, sondern der Streitwert. Nach der Höhe des Streitwertes schließlich bemisst sich die Anwaltsvergütung anhand einer Tabelle.

Der Betrag lässt sich - zugegebener Maßen nicht ganz einfach - anhand der <a class="textlink" rel="nofollow" href="http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/__13.html" target="_blank">relevanten Vorschrift errechnen</a> (Das Ergebnis noch mit 1,3 multiplizieren).

Nach Rechtsanwälten in Ihrer Region können Sie leicht über die Postleitzahleneingrenzung <a class="textlink" rel="nofollow" href="http://www.frag-einen-anwalt.de/liste.asp" target="_blank">auf dieser Seite </a> suchen.

Selbstverständlich stehe wir Ihnen für eine weitere Beauftragung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt

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