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unterhalt - volljährige kinder


| 25.08.2005 18:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



mein geschiedener mann und ich sind für zwei kinder unterhaltspflichtig (sohn 17 Jahre absolviert eine ausbildung und erhält auch lehrlingsentgelt; tochter ist seit einiger zeit volljährig und absolviert eine kostenpflichtige ausbildung)

unsere tochter zog während der ferien im unfrieden aus der elterlichen wohnung aus und stellt nun ihre forderungen stets schriftlich (zu einem klärenden gespräch ist sie nicht bereit)
unsere tochter absolvierte nach der realschule ein fsj und danach auf eigenen Wunsch eine fachoberschule (das sie an dieser die 11. klasse auch im zweiten anlauf nicht bestand, erfuhren wir erst bei ihrem auszug);

hier nun unsere fragen zum sachverhalt:
1. ich soll kindergeld an sie zahlen (die familienkasse hat die zahlungen per 31.07.2005 eingestellt; diese tatsache habe ich ihr mitgeteilt und alle entsprechenden unterlagen an sie weitergeleitet) - muss ich mich um die weiterführung der zahlung bemühen oder ist dies nun ihre aufgabe? muss ich geld, dass ich derzeit gar nicht erhalte, an sie zahlen?
2. wir sollen eine bürgschaft für ihr schulgeld und sonstige schulkosten übernehmen (im gegenseitigen einvernehmen hatten wir einen ausbildungsvertrag unterzeichnet; kurz vor ausbildungsbeginn überlegte sie es sich anders und unterzeichnete ohne abstimmung mit uns einen anderen vertrag; diese schule ist weitaus teurer als die ursprünglich geplante) - müssen wir u.u diese forderung zusätzlich zum unterhalt zahlen?
3. das zuständige jugendamt fordert von uns unterhaltszahlungen (aus dem schreiben wird ersichtlich, dass unsere tochter die tatsachen "zu ihrem gunsten erheblich verdreht hat") und kindergeldzahlungen. inwieweit sind diese forderungen berechtigt?
können wir uns gegen ihre falschen darstellungen in der öffentlichkeit (jugendamt, wohnumfeld) verwahren? wenn ja, wie am besten?
4. unseres wissens nach, wohnt sie derzeit ohne vertragliche vereinbarung bei ihrem freund - kann sie fordern, dass wir ihren mietanteil zahlen? Unsere tochter könnte auch weiterhin in der elterlichen wohnung leben
5. aufgrund der aufnahme einer beschäftigung, werde ich ab dezember die wohnung wechseln - in der derzeitigen stehen noch zahlreiche dinge, die unserer tochter gehören. ich habe sie gebeten, diese dinge abzuholen. wie soll ich vorgehen, wenn sie ihr eigentum nicht abholt?
vielen dank für ihre bemühungen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Kindergeld müssen Sie an Ihre Tochte nicht zahlen, wenn Sie es auch nicht erhalten. Mit der Weiterleitung der Unterlagen haben Sie das Notwendige getan.

Eine Bürgschaft für das Schulgeld brauchen Sie und sollten Sie auch nicht unterzeichnen. Mit Unterhaltszahlungen, dazu unten, sind auch solche Kosten abgegolten. Hat Ihre Tochter einen Vertrag unterzeichnet und kann die Kosten nicht tragen, ist das ihr Problem.

Die Forderung des Jugendamts dürfte dem Grund nach zu Recht bestehen. Ihre Tochter kann insoweit auch das Jugendamt einschalten und dieses kann die Forderung geltend machen. Die Höhe kann natürlich nicht überprüft werden, hierzu sollen Sie einen Kollegen vor Ort die Sache überprüfen lassen. Dieses gilt isnbsondere für die Erwiderung auf die falsche Darstellungen.

Da Ihre Tochte bisher keine Ausbildung "einfach" abgebrochen hat und wenn sie nun eine zukunftsorientierte Ausbildung beginnen will, besteht dem Grunde ein Anspruch. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die 11. Klasse nicht geschafft worden ist. Die Ausbildung der Tochter muss nun aber von dieser zügig durchgeführt werden.

Den Mietanteil müssen Sie nicht übernehmen. Dieser ist mit der Unterhaltszahlung abgegolten.

Fordern Sie Ihre Tochter schriftlich - anders geht es hier leider nicht - auf, die Sachen bis zu einem bestimmten Termin abzuholen. Teilen Sie Ihr mit, dass Sie die Sachen entsorgen werden, wenn Sie den Termin nicht einhält.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundllichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2005 | 19:33

vielen dank für ihre zügige und aufschlussreiche antwort
wir sind grundsätzlich bereit beiden kindern eine ausbildung zu finanzieren, aber der derzeitige zustand ist nicht so recht annehmbar
da unsere tochter mit informationen sehr zurückhaltend ist, müssen wir leider davon ausgehen, dass sie uns über einen evtl.vorzeitiges ende ihrer derzeitigen ausbildung nicht informiert - müssen wir in einem solchen falle bis zum kalendarischen ende der ausbildung zahlen? kaann sie über den unterhaltsanspruch hinaus weitere forderungen geltend machen?Haben wir nun keinerlei anspruch auf informationen mehr?
wie hoch ist der aktuelle unterhaltsanspruch unserer tochter?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2005 | 19:41

gezahlt werden muss nur, solange die Tochter bedürftig und in der Ausbildung ist. Die Tochter ist verpflichtet, ihre Bedürftigkeit nachzuweisen; erteilt sie keine Auskunft, kann der Unterhalt eingestellt werden.

Den Unterhaltsanspruch kann ich in diesem Forum nicht ausrechnen; das ist auch keine inhaltliche Nachfrage mehr. Ich bin gerne bereit, eine solche Berechnung gesondert vorzunehmen, allerdings nicht für 15,00 EUR. Bei Bedarf setzen Sie sich doch einmal mit mir in Verbindung.

Bewertung des Fragestellers |


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