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unterhalt - Darf der Anwalt meine Einkommen einsehen?


04.06.2005 17:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Guten Tag!
Ich zahle seid Jahren 204 euro an meine Ex-Frau Kindesunterhalt für meine Tochter.
Heute habe ich ein Schreiben vom Anwalt bekommen, darin steht das ich mehr bezahlen soll.
Ich habe Dez.1999 wieder geheiratet, Sie hat 2 Kinder in die Ehe gebracht,wir haben noch ein gemeinsames Kind (geb.August 1999)und in ca. 5 Wochen bekommen wir das zweite gemeinsamme Kind. Meine Ex-Frau hat meine Festnetznr. und auch meine Mobilfunknr., und trotzdem ohne vorwarnung kann sofort ein schreiben vom Anwalt.Der will nun meine Gehaltsabrechnungen und meine Einkommenssteuernachweis von 2004+2005.Mein grund Gehalt ohne Überstunden beträgt:2268,-€ Brutto,Steuerklasse:3 mit 2,5 Kinder.Zusätzlich habe ich einen Kredit über 12000€ und noch einen Autokredit über 13000€. Ich bezahle für beide 475,-€ im Monat.Die Miete für die Wohnung beträgt 668€.Und da ich aus Hagen komme und nach Bochum zur Arbeit fahre muß ich auch noch Benzin für ca. 200€ pro Monat bezahlen. Plus sämtlichen Nebenkosten wie Strom und Nahrung für alle weil ich allein Verdiener bin.
Ich soll nun ab diesem Monat 285€ Unterhalt bezahlen, das Kind um das es geht ist am 18.06.1993 geboren.
Meine Frage wäre muß ich soviel Geld bezahlen und wird meine jetztige Frau und die Kinder nicht auch mit gerechnet ? Darf der Anwalt meine Einkommen einsehen? Und wie ist das mit Überstunden die ich mache? Können Sie mir auch sagen wieviel Kindesunterhalt ich zahlen muß?
Muß ich Ihren Anwalt auch noch bezahlen obwohl sie mich ja nur hätte anrufen können,Nummern sind bekannt? Wird es mir helfen wenn ich zum Jugendamt gehe?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Bitte haben Sie zunächst Verständnis, dass in diesem Rahmen kein abschließende Unterhaltsberechung vorgenommen werde kann.

Nach Ihren Angaben gehe ich von einem Netto-Einkommen von 1700 Euro aus; hiervon sind 5 % berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen. Damit wäre Sie in der Düsseldorfer Tabelle in Gruppe III (Einkommen 1500-1700). Bei 4 Unterhaltsberechtigten käme dann eine Rückstufung in Gruppe II.

Beim Alter des Kindes von 12 Jahren läge der Unterhaltsanspruch bei 312 Euro nach der ab 01.07.2005 geltenden Düsseldorfer Tabelle. Hiervon wäre das anteilige Kindergeld abzuziehen.

Ich vermute, dass der höhere Unterhaltsanspruch, der geltend gemacht wird, aus dem Alter resultiert – ab 12 Jahren gilt ein anderer Betrag gem. § 1612a BGB.

Bei Ihnen scheint jedoch ein Mangelfall vorzuliegen, da offenbar für 4 Unterhaltsberechtigte nicht genügend Geld zur Verfügung steht. Ihnen muss als Arbeitnehmer ein Selbstbehalt von 890 Euro verbleiben.

Im Übrigen können Schulden durchaus abzugsfähig sein.

Die Notwendigkeit einen Anwalt einzuschalten sehe ich auf Seiten Ihrer Frau zunächst auch nicht.

Allerdings sind Sie verpflichtet, Auskunft über Ihr Einkommen zu geben und dies auch nach zu weisen.

Sollte es noch keinen Unterhaltstitel geben, wären Sie verpflichtet, diesen zu errichten. Sollte einer vorhanden sein und nicht mehr stimmen, müssten Sie diesen im Wege der Abänderungsklage ändern lassen.

Ich rate Ihnen dringend, sich hier beraten zu lassen. Evtl. haben Sie sogar Anspruch auf Beratungshilfe – rufen Sie hierzu am besten das für Sie zuständige Amtsgericht an und erkundigen Sie sich.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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