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unrichtige Angaben im Mahnbescheid


22.05.2006 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Guten Tag,

durch Trennung und Scheidung 2004/2005 verbunden mit unendlich großem „Papierkrieg“, kam es nachfolgend zu großen finanziellen Problemen.

Aufgrund dieser Problematik erhielt ich auch Mahnungen, u.a. auch zu Rechnungen der Telekom/01051.

Es gelang mir zwar immer wieder irgendwie den Ausgleich zu offenen Rechungen zu schaffen, dennoch bekam ich im September 05 vom Amtsgericht einen Mahnbescheid, ausgestellt für das Inkassobüro ksp, zu einer Telekom Rechnung im Dezember 04 über 41,62 €. Ich legte fristgerecht Widerspruch ein, meldete mich schriftlich mit Kontoauszugskopie vom Februar 05 bei ksp und gab meiner Hoffnung Ausdruck, dass die Angelegenheit wohl damit erledigt sei.

Keine Rückmeldung, für mich erledigt. Im Januar/Februar 06 ging es dennoch weiter. Prozessandrohung, ich habe am letzten möglichen Tag, wider besseren Wissens und aus Angst vor noch größeren Problemen die „angebliche Hauptforderung“ und irgendwelche Gebühren,zusammen 64,37 € bezahlt, allerdings mit Hinweis "unter Vorbehalt" auf der Überweisung, schließlich wusste ich, dass ich schon bezahlt hatte.

Noch immer keine Ruhe, der Prozess fand dennoch statt, die Kosten stiegen und stiegen.

Böser Anruf der ksp, die Kosten für Inkassobüro und Gericht seien noch nicht bezahlt. Meine Antwort: ich bin mir ganz sicher, dass ich bezahlt habe, mittlerweile wohl zweimal.

Im April 06 wurde die Zwangsvollstreckung zur Restforderung angedroht.

Wieder meine Rückmeldung, dass ich bezahlt habe, zweimal sogar und erneuter Verweis auf den übermittelten Kontoauszug.

Jetzt im Mai 06 kommt von der ksp ein Schreiben in dem die ksp bestätigt, dass ich die im Mahnschreiben angegebene Forderung zur angegebenen Rechnungsnummer bezahlt habe, ganz wie von mir angegeben, sich das Verfahren aber auf eine andere Forderung, eine andere Rechnungsnummer bezogen habe.

Die ksp hat ganz eindeutig eine falsche Rechnungsnummer im Mahnbescheid angegeben. Der ganze Schriftverkehr bezog sich die ganze Zeit über eindeutig auf eine von der ksp falsch angegebene Rechnungsnummer.

Meiner Meinung nach ist somit das ganze Mahn/Prozessverfahren unrichtig erfolgt.

Dennoch hat die ksp nun einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erlassen, es sei denn ich bezahle sofort.

Ein unglaubliches Durcheinander, Stress und Ärger ohne Ende für mich, alles nur weil die ksp eine falsche Rechungsnummer angegeben hatte und noch immer kein Ende, siehe angedrohte Pfändung.

Was kann/muss ich jetzt tun???

Es kann doch nicht sein, dass ich aufgrund falscher Angaben des Inkassobüros nur noch zahle, zahle, zahle.

Ganz abgesehen von der unglaublich großen nervlichen Belastung der ich jetzt seit über einem Jahr ausgesetzt bin.

Ich bitte sehr um rasche Hilfe zu meinem Problem möglichst mit genauer Angabe zum weiteren Vorgang meinerseits.

Mit freundlichem Gruß

chucki

PS

ich habe als Einsatz nur 20 € angegeben, mein allerletztes Geld für diesen Monat, mehr ist leider nicht möglich.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Es ist mir nicht ganz einleuchtend, wie ein Titel gegen Sie erlassen werden konnte, wenn es sich um die falsche Rechnungsnummer handelt. Grundsätzlich hätte eine Verurteilung nicht stattfinden dürfen, wenn Sie dem Gericht den Kontoauszug vorgelegt hätten, da dies bewiesen hätte, dass Sie bezahlt haben.

Grundsätzlich ist eine Vollstreckung möglich, wenn ein rechtskräfiger Titel vorliegt. Dies ist dann gegeben,wenn der Titel mit Rechtsmitteln nicht mehr angegriffen werden kann. Ich nehme auf Grund Ihrer Angaben an, dass dies hier vorliegt.

Sie haben grundsätzlich folgende Möglichkeiten, gegen die Vollstreckung vorzugehen:
Sie können, Vollstreckungsabwehrklage bei dem Gericht des ersten Rechtszuges einlegen, in dem Sie vorbringen, dass Sie bereits diese Forderung erfüllt haben. Dies können Sie auch im einstweiligen Verfahren durchsetzen, was auf Grund der Dringlichkeit zu empfehlen wäre.

Des Weiteren können Sie Erinnerung gegen die Erteilung der Vollstreckungsklausel einlegen. Auch dies ist im Wege der einstweiligen Anordnung möglich. Hier ist das Gericht ebenfalls zuständig.

An Ihrer Stelle würde ich mich an das Gericht des ersten Rechtszuges wenden und diesem erklären, dass Sie eine Zahlung bereits geleistet haben und das Schreiben des Inkassobüros vorlegen. Fragen Sie einfach, was Sie machen können.
Die Zwangsvollstreckung ist so eine komplexe Materie, dass Sie ohne Anwalt die größten Probleme haben werden, dies umzusetzen.

Sie können sich bei dem Gericht, welches das Urteil erlassen hat, an den Rechtspfleger wenden und dort Ihre Einwendung vorbringen.Erklären Sie auch, dass der Titel unrichtig ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass ein Hinzutreten von weiteren Umständen zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann, da die Bearbeiterin nur auf Grund der ihr übermittelten Angaben eine vorläufige Beurteilung vornehmen kann.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft, nehme aber an, dass Sie im vorliegenden Fall ohne Anwalt sich sehr schwer tun werden. Versuchen Sie es einfach bei dem Rechtspfleger, vielleicht hilft er Ihnen weiter.

Sie können auch versuchen, dem Inkassobüro zu schreiben und diesem zu erklären, dass Sie im Falle einer Vollstreckung durch Pfändungs-und Überweisungsbeschluss eine Vollstreckungsgegenklage anstrengen werden und sich dies vor der Mandantschaft nicht gerade gut macht, wenn eine falsche Rechnungsnummer angegeben wird. Daher könnten Sie eine vergleichsweise Lösung vorschlagen:
Das Inkassobüro vollstreckt nicht aus dem Titel und Sie zahlen die offene Rechnung in Raten ab, so dass es nicht noch einmal zu einem gerichtlichen Verfahren kommen muss. Vielleicht geht man ja dort darauf ein. FAlls nicht, können Sie u.U. auch die Prozeßkosten zurückfordern. Fixieren Sie das jedoch schriftlich, dass von einer Vollstreckung abgesehen wird, damit Sie etwas in der Hand haben. Eine Vollstreckungsgegenklage hätte-Ihre Angaben zugrund legend- Aussicht auf Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin



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