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unrechtmäßige Kontoplünderung

18.02.2015 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Klage wegen unberechtigter Bereicherung, Mündlicher Amtsgerichtstermin
------
1. Instanz: Gegenseite beruft sich auf Verjährung des Anspruches.
Das ist m.E. schon verdächtig, wenn sich jemand hinter einer Verjährung verstecken möchte und somit wohl Angst vor peinlichen Offenlegungen hat.
Muss da nicht auch schon ein Richter hellhörig werden?
Gericht: Folgt dem Antrag ohne weitere Beweisaufnahmen, Zeugenaussagen, eidesstattlicher Versicherung, ff und schließt nach kurzer ca. 20-minütiger Sitzung.
Mein Anwalt hat trotz umfangreicher vorhandener Beweismittel und eigener Zeugen versäumt, noch vor Ort den Ansatz der Verjährung zu entkräften.
Urteil folgte erst 14 Tage später mit dem Hinweis der Berufungsmöglichkeit.
------
2. Instanz: Auch diesmal waren m.E. die Argumente und Hinweise meines Anwaltes zur Ableh-nung des Verjährungsstatus recht dürftig und wohl auch unvollständig. Eine mündliche Verhand-lung fand noch nicht statt.
Das Landgericht folgt zunächst ohne weitere Begründungen und Stellungnahmen den Ausführungen des Amtsgerichtes und beabsichtigt, die Berufung zurückzuweisen.
Zitat aus dem Beschluss:
>Auf die kostenrechtliche Privilegierung der Berufungsrücknahme wird hingewiesen>
--> Keine Berufung --> keine Kosten! (Nötigung?)
------
Was ist zu tun? Hat mein Anwalt versagt? Besteht bei Aufrechterhaltung der Berufung Aussicht auf Erfolg? Muss ich einen anderen Anwalt einschalten oder sogar gegen meinen Anwalt vorgehen? (Anwaltshaftung) Kann das Verfahren auf Grund der Tatsachen vom Landgericht nicht wieder in die 1. Instanz versetzt werden?

18.02.2015 | 12:10

Antwort

von


(2275)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,



die Erhebung der Einrede der Verjährung ist ein rechtliches Instrument, was keineswegs denjenigen verdächtigt macht, der es nutzt - insoweit muss also auch ein Richter nicht "hellhörig" werden, sondern hat diese Einrede dann zu prüfen und zu beachten.

Insoweit werden Sie dem Richter oder der Gegenseite also keinen Vorwurf machen können.



Der Hinweis des Landgerichtes ist nach § 522 ZPO: Zulässigkeitsprüfung; Zurückweisungsbeschluss sogar vorgeschrieben, so dass darin keine Nötigung zu sehen ist - zudem wird auch bei einer Rücknahme der Berufung das Verfahren keineswegs kostenfrei, sondern kostengünstiger.




Es muss nun anhand der Gesamtumstände geprüft werden, ob dem Hinweis folgend die Berufung zurückgenommen wird, um die Kosten zu reduzieren, oder das Verfahren fortgesetzt werden soll.


Bei der letzten Alternative kann das LG als Berufungsgericht dann aber ohne mündliche Verhandlung die Berufung durch Beschluss zurückweisen. Und genau das ist angekündigt worden, so dass schon sehr gewichtige Gründe dem LG mitgeteilt werden müssten, die die Richter dann vom Gegenteil überzeugen. Gelingt in den wenigsten Fällen, kann aber ohne gesamten Akteninhalt nicht beurteilt werden.



Ob Ihr Rechtsanwalt einen Fehler bei der Sachbearbeitung gemacht hat, lässt sich nicht beurteilen. Liegt keine Verjährung vor, und hat der Rechtsanwalt entsprechenden Vortrag vergessen, die Richter nur aufgrund des vergessenen Vortrages deshalb von einer Verjährung ausgegangen sind, wird eine Haftung wohl begründet sein und Sie hätten dann Schadensersatzansprüche gegen den Rechtsanwalt, WENN Sie ohne diesen Fehler ansonsten den Prozess gewonnen hätten.

Aber auch dazu müsste man die gesamten Akten und die Gesamtumstände kennen; so kann letztlich nur die Möglichkeit aufgezeigt werden.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg




ANTWORT VON

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