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ungewollte Todesanzeige


| 14.12.2008 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Meine Mutter ist verstorben; sie hat mit uns im Hause gelebt.

Mein Bruder, der ein eigenes Haus unter einer anderen Anschrift hat, hat die Bestattung abgewickelt. Allerdings habe ich ihm ausdrücklich gesagt, dass ich mit meiner Familie eine eigene Todesanzeige veröffentliche und er solle meinen Namen und meine Familie nicht in seiner Todesanzeige angeben.

Dennoch hat er gegen unseren Willen in seiner Todesanzeige unsere Namen mit erwähnt und sich sogar erlaubt, ohne Rückfrage mit mir in seiner Todesanzeige seine Anschrift als Traueradresse angegeben.

Wie bereits erwähnt, lebte meine Mutter mit mir und meiner Familie in einem Zweifamilienhaus in ihrer eigenen Wohnung; daher ist es üblich, dass die Traueradresse die unserige ist.

Das macht nach außen einen schlechten Eindruck auf uns, als wenn ich mit meiner Mutter kein gutes Verhältnis gehabt hätte.

Im Übrigen hat mein Bruder empfangene Trauerkarten mir bis heute nicht zur Ansicht vorgelegt.

Eine derartige Veröffentlichung lasse ich mir nicht gefallen.

Welche strafrechtlichen Mitteln kann ich bei meinem Bruder aufgrund der "falschen" Todesanzeige (Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede, oder anderes) einsetzen?

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Eine Anzeige wegen Beleidigung kommt nur dann in Betracht, wenn die Veröffentlichung einen ehrenrührigen Charakter hatte. Die Veröffentlichung einer anderen Traueradresse als die der ehemaligen Wohnadresse Ihrer Mutter hat allein einen solchen Charakter nicht.

Eine Anzeige wegen übler Nachrede hätte nur dann eine Aussicht auf Erfolg, wenn die Veröffentlichung der Traueradresse geeignet ist, Sie verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Auch dies kann ich allein in der Veröffentlichung nicht erblicken.

Aus den gleichen Gründen wäre auch eine Anzeige wegen Verleumdung wenig aussichtsreich.

Andere Straftatbestände sind ausweislich Ihrer Angaben ebenfalls nicht ersichtlich.

---
Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2008 | 19:30

Dann muss man sich eine derartige falsche Darstellung einer Todesanzeige, wie geschildert, gefallen lassen und man strafrechtlich nichts dagegen unternehmen, auch privatrechtlich nicht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2008 | 19:46

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

In der Veröffentlichung einer Traueradresse, welche von der letzten Wohnadresse der Verstorbenen abweicht, ist kein strafrechtlich relevantes Verhalten Ihre Bruders zu sehen.

Da es keine gesetzliche Regelung hinsichtlich der Angabe der Traueradresse gibt, haben Sie auch keine privatrechtlichen Ansprüche auf eine Richtigstellung.

Hinsichtlich der Trauerkarten haben Sie jedoch ein Recht auf Einsichtnahme, sofern auch Sie deren Adressat sind.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 17.12.2008 | 12:23


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