Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

ungerechtfertigte Bereicherung/ Unterschlagung

| 27.08.2009 01:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Als Alleinerbe meiner Eltern (beide in 2008 verstorben) erbte ich
Geld. Nach dem Tod meines Vaters (Letztverstorb.) meldete sich
meine Tante bei mir und begehrte einen Betrag x aus dem Erbe,
da sich mein Vater angeblich ungerechtfertigt bereichert hätte.
Sachverhalt: Ebenfalls in 2008 verstarb mein Onkel, dessen
Barvermögen unter den Geschwistern aufzuteilen war.
Die Aufteilung fand vermutlich irgendwann in 2008 statt, allerdings
nach dem Tod meiner erbberechtigten Mutter. Ich weiß, dass
meinem Vater Mittel zugeflossen sind. Meine Tante behauptet,
dass neben dem ihm (ersatzweise) zustehenden Geld er (woher/ warum auch immer) weitere Gelder bezogen hat, die noch nicht
aufgeteilt waren. Angeblich hätte er meiner Tante in 2008 Ihren
Anteil angeboten gehabt, sie aber hätte abgelehnt, weil sie eine
"ordentliche Endabrechnung" wolle, so Ihre Behauptungen.
Den Gesamtbetrag, der aufzuteilen war, kenne ich nicht.
Meine Tante meint nun, ich müsse ihr aus dem Erbe ihren nicht
aufgeteilten Anteil ausbezahlen. Da ich mich in Unkenntnis weiterer
Dinge bisher geweigert habe, spricht sie nun von ungerechtfertigter
Bereicherung bzw. Unterschlagung und begehrt Strafanzeige
gegen mich.

Wie sollte ich mich verhalten?
Ein Herausgabeanspruch kann meines Erachtens nur bestehen,
wenn nachgewiesen ist, dass ich nicht aufgeteilte Gelder mit
geerbt habe. Muß ich das selbst recherchieren?
Inwieweit bin ich wegen o.g. Sachverhaltes strafrechtlich belangbar?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Wenn Ihre Tante einen Anspruch wegen ungerechtfertigter Bereicherung hat, dann muss Sie Ihnen diese Forderung genau beziffern, begründen und substantiiert vortragen woraus sich dieser Anspruch ergibt, sowie einen entsprechenden Nachweis erbringen, wenn Sie den Vortrag bestreiten. Insofern haben Sie völlig Recht. Recherchen Ihrerseits müssen Sie nicht durchführen, außer die einzig relevanten Unterlagen befinden sich in Ihren Händen. Aber selbst dann muss Ihre Tante Sie zur Herausgabe der Dokumente auffordern.

Unterschlagung/Betrug liegt hier nicht vor, da es jedenfalls an subjektiven Tatbestandsmerkmalen fehlt. Erstens wissen Sie nicht, dass Sie zu Unrecht Gelder erhalten haben und zweitens - so verstehe ich Ihren Vortrag - würden Sie Ihrer Tante den Betrag ausbezahlen, wenn der Anspruch berechtigt wäre und handeln daher ohne Zueignungs-/Bereicherungsabsicht.

Den Begriff der ungerechtfertigten Bereicherung gibt es nur im Zivilrecht, nicht im Strafrecht als Straftatbestand.

Für die weitere Vorgehensweise schlage ich vor, Ihrer Tante schriftlich mitzuteilen, dass Sie durchaus bereit sind einen berechtigten Forderungsbetrag zu bezahlen, aus dem bisherigen Begehren weder eine Summe noch eine Berechtigung erkennen können.
Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Astrid Hein
Ludwig - Thoma - Straße 47
85232 Unterbachern
Tel.: 0 81 31/33 39 36 1
Fax: 0 81 31/2 71 51 84
Mobil: 0171/84 18 0 21
E - Mail: rahein@ra-hein.de
www.ra-hein.de

Bewertung des Fragestellers 01.09.2009 | 00:36

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?