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ungenügende Beratung beim Kauf einer hochwertigen Ledercouch


25.10.2005 11:35 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herrn,

wir haben im April dieses Jahres eine Couch gekauft die mit Saddle Leder bezogen ist.
Beim Kauf wurde uns nicht konkret darauf hingewiesen wie sehr empfindlich dieses Leder ist,
selbst kleine Wassertropfen hinterlassen hässliche Flecken. Direkt am ersten Tag habe ich mich
unbedarft mit einem feuchten Handtuch darauf gesetzt und nun ist dort ein großer Fleck.

Das Leder ist derart empfindlich, das ein unbeschwertes benutzen unmöglich ist. Die Lebensqualität
ist vollkommen eingeschränkt. Man traut sich kaum sie zu benutzen.

Bei einem geringsten Hinweis der Firma auf diese Empfindlichkeit hätten wir ganz sicher für ein andres Leder entschieden.

Das Kaufhaus weist jede Verantwortung zurück. Nach mehrmaligen Beschwerden haben Sie uns die Couch auf Kulanz einmal gereinigt. Die Flecken sind dadurch nicht verschwunden.

Auf der Internetseite des Herstellers wird dieses Leder auch nur bedingt empfohlen. Ein großes Konkurrenz Kaufhaus verkauft dieses Leder nur nach eingehender Beratung. Der Kunde muss vorher sogar einen Lederpass unterschreiben.

Bisher haben wir nur die Anzahlung von ca. 50% des Kaufpreises bezahlt. Am liebsten möchten wir die Couch auf Kosten des Kaufhauses neu beziehen lassen.

Welche Rechte haben wir als Kunde? Schließlich ist die Couch ja ein Möbelstück was ich täglich benutzen und bei diesem hohen Kaufpreis auch mehrere Jahre halten soll.

Viele Dank,

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ein Sachmangel liegt vor, wenn der tatsächliche Zustand der Ware von dem Zustand abweicht, den die Parteien bei Abschluss des Kaufvertrages vereinbart haben (Abweichung der Soll-Beschaffenheit von der Ist-Beschaffenheit“).

In erster Linie kommt es also auf die von den Vertragsparteien vereinbarte Beschaffenheit an; nur ersatzweise wird auf objektive Elemente - die Eignung für die gewöhnliche Verwendung oder die übliche Beschaffenheit - zurückgegriffen.

Fehlt eine ausdrückliche Vereinbarung, so muss die Sache für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendungsart geeignet sein bzw. die für eine entsprechende Sache übliche Beschaffenheit aufweisen.

Soweit Sie nun das Sofa wegen des äußerst empfindlichen Leders zum Sitzen gar nicht nutzen können, ist darin sehr wohl ein Mangel zu sehen.

Der Käufer hat bei mangelhafter Lieferung primär einen Anspruch auf so genannte Nachlieferung bzw. Nacherfüllung hat. Er kann also zunächst Nachbesserung der fehlerhaften Sache oder Ersatzlieferung einer neuen Sache verlangen.

Insofern sollten Sie das Kaufhaus zur Nacherfüllung bzw. Nachbesserung auffordern und bereits jetzt ankündigen, ggfl. den Kaufpreis zu mindern.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt

www.net-rechtsanwalt.de
www.net-scheidung.de
www.online-einspruch.de



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