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unerlaubtes Entfernen vom Unfallort


26.10.2007 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Ich wurde heute spätnachmittag von der Polizei in meiner Wohnung aufgesucht und sollte mit zu meinem Auto kommen, das eta 300 Meter entfernt stand. Meine Papiere wurden kontrolliert. An meinem Auto fanden sich Beschädigungsspuren am rechten hinteren Kotflügel sowie an der Felge. Diesen Schaden hatte ich nicht bemerkt. Ich war ca. zwischen 15 und 16 Uhr mit meinem Auto auf dem Weg nach Hause in der Stadt. Wegen Rotlichts hielt ich an einer Ampel an; dort können Autos zweispurig stehen, ich befand mich als erstes Auto auf der linken Bahn. Als ich mit meinem Auto zum Stehen kam, war keine weiteres Auto neben oder hinter mir. Als ich kurz vorm Anfahren in den Rückspiegel sah, sah ich einen kleineren dunklen Pkw recht deutlich versetzt hinter mir stehen (ich fahre einen Hyundai Tuscon). Bevor ich bei Grün anfuhr oder in demMoment hörte ich einen dumpfen Schlag, für mich innerhalb meines Autos. Da sich in meinem stets übervollen Kofferraum ein sehr schwerer Wäschekorb befindet, dachte ich, der wäre umgefallen - was ich allerdings nicht überprüft habe. Ich bin weitergefahren nach Hause, ich wurde nicht durch Hupen oder Lichthupe auf einen Zusammenstoß von einem anderen Auto aufmerksam gemacht. Ich habe mein Auto in meiner nahen Wohnstraßeabgestellt und bin in ein nahes Lokal zum Essen gegangen, wo ich auch ein Glas Wein getrunken habe. Dann bin ich zu Fuß nach Hause. Gemeinsam mit der Polizei musste ich den Schaden an meinem Auto feststellen, also muss es tatsächlich zu einem Touchieren gekommen sein. Ich bin allerdings nicht rückwärts gefahren, d.h. für mich, dass das hintere Auto sich so nah an meinem Wagen positioniert hat an der Ampel, dass es dazu kommen konnte. Ich konnte von meinem Auto aus das jedoch nicht sehen. Dennoch liegt jetzt der Tatbestand der Fahrerflucht vor, der eben angezeigt wurde. D.h. ich habe keine Möglichkeit es selbst anzuzeigen. Mein Auto ist jetzt bei der Spurensicherung.

2 Randnotizen:

1. Ich hatte im letzten Jahr meinen Führerschein bei einer Alkoholkontrolle verloren (erste Auffälligkeit, keine weiteren Dinge wie zu schnell fahren oder so. Ich war mit 1,3 Promille zu 9 Monaten Führerscheinentzug verurteilt. Die Beamten heute nachmittag machten einen Alkoholtest mit 10 Minuten Abstand, der nachwies, das ich Alkohol aufgebaut habe, was meine Aussage, dass ich erst nach dem Verlassen des Autos Wein getrunken habe glaubhaft machte (Formulierung der Polizei)

2. Kurz nachdem ich meinen Führerschein im Juli wieder hatte bin ich beim Einparken an ein Auto angefahren, das habe ich sofort der Polizei gemeldet, eben um den Verdacht der Fahrerflucht zu vermeiden. Ich weiß, das ist nur am Rande, aber vielleicht zeigt es, dass ich mich in einer Schadenssituation durchaus korrekt verhalte (damals war es Nacht und kein Zeuge da)


Laut Aussage der Polizei geht das Ganze jetzt zur Staatsanwaltschaft, die dann entscheidet ob Anklage erhoben wird. Die Schadenshöhe am anderen Fahrzeug kenne ich nicht. Es ist auch komisch dass der Fahrer sich nicht gleich bemerkbar machte ich bn ja nicht davongebraust sondern normal weitergefahren, war also durchaus einzuholen. Ich habe auch keine 1000 Meter später angehalten um Geld abzuheben. Ich weiß echt nicht, ob das andere Auto nicht bei mir angefahren ist...


Meine Fragen:

Gibt es eine Möglichkeit ein Verfahren dadurch abzuwenden, dass man mit dem "Unfallgegner" Kontakt aufnimmt, sich entschuldigt, zu einer gütlichen Einigung kommt und die Anzeige zurückgenommen wird?

Wie ist der übliche Verlauf in so einem Fall, womit muss ich rechnen?Macht es Sinn sehr früh einen Anwalt einzuschalten (ich habe keine Rechtsschutzversicherung)?

Ich habe den Vorfall nicht als Unfall wahrgenommen, sonst wäre ich stehen geblieben, es war ja hellichter Tag und Leute auf der
Straße.

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Sehr geehrte Fragestellerin,


im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ist kein Antragsdelikt; sobald die Staatsanwaltschaft Kenntnis von der Tat erlangt, wird von Amts wegen ermittelt. Eine gütliche Einigung spielt nur im Rahmen der Einstellung des Verfahrens eine Rolle. Eine Rücknahme der Anzeige ändert nichts, an der Einleitung des Verfahrens.
Dass Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor, § 142 StGB.
Sie haben hier schlimmstenfalls mit einer Geldstrafe und der Entziehung der Fahrerlaubnis zu rechnen.
Entscheidend ist m.E., wie groß der Schaden war und ob Sie bemerken mussten, um so überhaupt den Tatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu erfüllen.
Die Beauftragung eines Rechtsanwaltes ist in Ihrem Fall sehr wichtig, da nur dieser Akteneinsicht nehmen kann.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2007 | 16:48

Danke für die Antwort. Werden am anderen Auto auch automatisch Spuren gesichert oder müsste das extra veranlasst werden und welche Kosten kommen da auf mich zu?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2007 | 12:36

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Eine Spurensicherung in dem Sinne das Bilder von den Fahrzeugen angefertigt werden, findet nicht unbedingt statt. Die Polizei hat aber Ihr Fahrzeug in Augenschein genommen.
Die Kosten sind abhängig davon, ob das Verfahren frühzeitig beendet bzw. eventuell auch eingestellt wird.
Gerne unterbreite ich Ihnen ein Angebot außerhalb dieser Plattform.

Mit besten Grüßen

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