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unerlaubte Bebauung

| 15.08.2010 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor cir. >30 Jahren hat meine Mutter einem Nachbarn die Nutzung ihres Grundstückes überlassen. Ohne schriftlichen Vertrag. Es wurde lediglich vereinbart, dass der Nachbar die Grundsteuer zu übernehmen hat, die hat er auch regelmässig pünklich gezahlt.
Inzwischen ist meine Mutter verstorben und wir Kinder haben das Grundstück geerbt.
Jetzt wollen wir das Grundstück verkaufen. Bei einer Besichtigung mussten wir feststellen, dass der Nachbar auf dem Grundstück 2 massive Garagen und ein massives Gartenhaus erstellt hat.
Eine Baugenehmigung von der Baubehörde liegt nicht vor. Meine Schwester sagte mir, auch unsere Mutter habe hierzu keine Genehmigung erteilt.

Nun meine Frage:
Steht dem Nachbarn/Pächter hierfür Ersatz zu?
Muß er die Bauten auf seine Kosten schnellstens entfernen?
Wieviel Zeit muß man ihm dazu lassen?

Was, wenn er nicht räumt und mittellos ist?

Falls ich einen weiteren wichtigen Aspekt übersehen haben sollte, bitte informieren Sie mich auch dazu.

Danke.

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Ein Ersatz in Geld stünde ihm nur zu, wenn die Erben dadurch – ungerechtfertigt - bereichert wären.

Dies würde voraussetzen, dass die Bauten wirtschaftlich verwertbar wären. Sind sie das nicht, werden sie im Verkaufsfall abgerissen, gäbe es – mangels ungerechtfertigter Bereicherung - auch keinen Geldausgleich.

Die Bauten muss der Pächter bei Ihrer Darstellung des Sachverhalts auf eigene Kosten entfernen.

Eine angemessene Frist dafür wären 3 -4 Wochen, wenn Sie unter Zeitdruck sind auch 14 Tage. Haben Sie noch Zeit, würde ich 4 Wochen empfehlen.

Wenn er mittellos wäre, müssten Sie die Kosten tragen. Sie können aber das Grundstück auch so verkaufen, wie es ist; es muss ja beim Verkauf nicht geräumt sein (für den Fall, dass der Pächter mittellos wäre und Sie die Kosten erst einmal tragen – vorschießen - müssten)


Allerdings könnten Sie über die Kosten der Beseitigung auch einen Titel vor Gericht erwirken, der dann 30 Jahre gilt. Vielleicht kommt der Pächter ja wieder auf die Füsse und müsste es Ihnen dann zu einem späteren Zeitpunkt zuzüglich Zinsen bezahlen.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.08.2010 | 16:33

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"Mehr kann man nun wirklich nicht verlangen."