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uneheliches kind im ausland

23.03.2008 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


hallo die Rechtsanwälte hier,
ein Freund von mir hat ein Riesenproblem. Er hat deutsche Staatsangehörigkeit. Er hat aber ein uneheliches Kind in China. Die Mutter des Kindes ist aus verschiedenen Gründen nicht mehr zu finden. Er möchte dieses Kind nach Deutschland holen. Das Kind lebt jetzt bei Bekannten meines Freundes.
Fragen:
1. Ist es möglich, dieses Kind nach Deutschland zu holen?
2. Wenn ja, wie soll es denn gehen? Sein Name steht als Vater in der Geburtsurkunde.
3. Bekommt das Kind automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit? (noch ein Baby ist sein Kind.)

vielen Dank im voraus!
mfg
xxxxxxxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Ohne das der Kindesvater das Sorgerecht besitzt kann nicht ohne weiteres das Kind nach Deutschland geholt werden. Für entsprechende Streitigkeiten sind gem. Art. 21 EGBGB das Recht des Landes maßgeblich, in welchem das Kind den gewöhnlichen Aufenthalt hat, somit nach Ihrer Schilderung China. Der Kindesvater sollte sich in China mit einem Anwalt oder einem dem Jugendamt ähnlichen gelagerten Amt in China Kontakt bestimmt. Grundsätzlich wird es wohl möglich sein, dass Kind nach Deutschland zu holen, wenn die Kindesmutter unbekannten Aufenthaltes ist.

Das Kind hat die deutsche Staatsangehörigkeit wenn die Voraussetzungen des § 4 Staatsangehörigengesetz vorliegen (sh. Anhang).

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de

Anhang

§ 4
(1) 1Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. 2Ist bei der Geburt des Kindes nur der Vater deutscher Staatsangehöriger und ist zur Begründung der Abstammung nach den deutschen Gesetzen die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erforderlich, so bedarf es zur Geltendmachung des Erwerbs einer nach den deutschen Gesetzen wirksamen Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft; die Anerkennungserklärung muß abgegeben oder das Feststellungsverfahren muß eingeleitet sein, bevor das Kind das 23. Lebensjahr vollendet hat.
(2) Ein Kind, das im Inland aufgefunden wird (Findelkind), gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Kind eines Deutschen.
(3) 1Durch die Geburt im Inland erwirbt ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil
1.
seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und
2.
ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (BGBl. 2001 II S. 810) besitzt.
2Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wird durch den für die Beurkundung der Geburt des Kindes zuständigen Standesbeamten eingetragen. 3Das Bundesministerium des Innern wird ermächtigt, mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung Vorschriften über das Verfahren zur Eintragung des Erwerbs der Staatsangehörigkeit nach Satz 1 zu erlassen.
(4) 1Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nicht nach Absatz 1 erworben bei Geburt im Ausland, wenn der deutsche Elternteil nach dem 31. Dezember 1999 im Ausland geboren wurde und dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, es sei denn, das Kind würde sonst staatenlos. 2Die Rechtsfolge nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn der deutsche Elternteil die Geburt innerhalb eines Jahres der zuständigen Auslandsvertretung anzeigt. 3Sind beide Elternteile deutsche Staatsangehörige, so tritt die Rechtsfolge des Satzes 1 nur ein, wenn beide die dort genannten Voraussetzungen erfüllen.

Nachfrage vom Fragesteller 24.03.2008 | 09:49

Sehr geehrte Rechtsanwältin,
Danke für Ihre Antwort zuerst. Sie haben in Ihrer Antwort davon gesprochen, das Sorgerecht für das Kind. Wie sieht es denn aus? Ist es eine amtliche Bestimmung oder ist es ein gerichtliches Urteil?
In der Anlage war von Vaterschaftsanerkennung die Rede. Wie sieht diese Anerkennung aus? Soll der Vater einfach nur unterzeichnen, daß es sein Kind ist? Oder muß DNA-Test gemacht werden?
mfg

xxxxxxxx

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2008 | 10:46

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Bei Zustimmung der Mutter kann dies vor dem Jugendamt geklärt werden ohne einer solchen bedarf es ein gerichtliches Verfahren. Gleiches gilt für die Vaterschaftsanerkennung und in einem gerichtlichen Streit bedaf es notfalls eines DNA-Tests.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
Rechtsanwältin

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