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uneheliches Kind mit anderen Frau


| 23.03.2005 08:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo!

Ich bin seit 5 Jahren verheiratet und wir haben einen gemeinsamen Sohn(7). Mein Mann ist fremdgegangen und diese Frau ist nun schwanger. Damit wird er meines Wissens unterhaltspflichtig für die Mutter für 3 Jahre und natürlich für das Kind. Meine Fragen sind nun folgende:

1. Wird mein Einkommen (ca. 380 EUR) ebenfalls bei der Unterhaltszahlung mitberechnet?

2. Inwieweit wird vorhandenes Vermögen (ca. 20 000 EUR, Erbschaft) in die Berechnung mit einbezogen?

3. In welchem geldlichen Rahmen bewegen sich die Unterhaltszahlungen für Mutter und Kind (Nettoeinkommen meines Mannes ca. 1400 EUR, fixe Kosten (Miete, Strom, Gas): 626 EUR)

Ich danke schonmal im Vorraus.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.)
Ihr Einkommen wird bei der UNterhaltsberechnung nicht berücksichtigt.

2.)
Das Vermögen wird nicht berücksichtigt; ggfs. aber die Zinserträge auf das monatliche Einkommen angerechnet.

3.)
Eine genaue Berechnung der Unterhaltsbeträge ist in diesem Forum nicht möglich (und würde auch den Rahmen sprengen), so dass nur ca. Beträge genannt werden können:

Für das uneheliche Kind werden ca. 192,00 EUR derzeit zu zahlen sein.

Für die (andere) Mutter kommt es darauf an, inwieweit andere Einkünfte/Ausgaben angerechnet werden. Es wird zu einer sogenannten Mangelfallberechnung kommen. Diese Mutter steht aber an letzter Stelle und wird ev. gar nichts bekommen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 23.03.2005 | 11:16

Erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort!
Mich würde nur noch folgendes interessieren:

Ist der Selbstbehalt 840 EUR nach ALLEN abgezogenen Verpflichtungen (z.B. Lebensversicherung)? Oder muß man solche Dinge dann auflösen?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.03.2005 | 12:32

Danke für Ihre Nachfrage.

Nach den Leitlinien des OLG Köln beträgt der Selbstbehalt in diesem Fall 1.000,00 EUR.

Welche Verpflichtungen anrechenbar sind, hängt vom Einzelfall ab.
Bei der Lebensversicherung könnte es sich um notwendige Vorsorgeaufwendungen handeln, z.B. wenn diese der Rentensicherung im Alter dient. Sie könnte anrechenbar sein. Dieses wird aber von Gericht zu Gericht unterschiedlich behandelt.

Vom Nettoeinkommen werden zunächst alle anrechenbaren Verpflichtungen abgezogen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.




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