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unbefügtes kopieren von wichtige interne Firmendaten auf Privaten USB Stick!


21.12.2012 23:07 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Da ich als ROOT Admin User alle Rechte habe um auf daten von jeden zuzugreifen, habe ich mir wichtige zuteil sehr vertrauliche daten von Server geholt und auf mein Privaten USB Stick abgelegt, den USB Stick steckte ich in meine jackentasche und stellt beim verlassen vom Firma das der stick fehlte.

Ich denke der stellvertretende geschäftsführer hat es in meine anwesendheit aus meine jackentasche gefischt, wie und warum er wüßte das die daten da drin waren weiß ich noch nicht.

Was könnte diese geschichte mir mehr als meine kündigung bedueten "JURISTISCH"?

PS: auf den Stick ist sonst nur music drauf ein teil davon ausländische musik die wegen meinem herrkunft in unsere firma bestehhend aus etwas 16 kollegen nur mir zugeordnet werden kann.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Grundsätzlich kann das kopieren von Daten des Arbeitgebers auf einen privaten Datenträger des Arbeitnehmers einen Grund zur fristlosen Kündigung nach § 626 I BGB darstellen. Das kopieren von Daten steht dem Entwenden einer Sache gleich und muss daher genauso bewertet werden (vgl. LAG Sachsen, Urteil vom 14.7.99, 2 SA 34/99).

Auch nach dem Datenschutzgesetz steht das Recht die Daten vermögensrechtlich zu verwerten dem AG zu (LAG Sachsen, aaO.).

Das Kopieren von Daten ist immer dann rechtswidrig, wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist (LAG Sachsen, aaO.).

Das Sie generell Zugriff auf die Daten haben, bedeutet nicht, dass Sie berechtigt sind, die Daten für eigene Zwecke zu nutzen oder sich zugänglich zu machen.

Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Bei Ihnen ist sicher negativ zu bewerten, dass Sie den Stick in die Jacke gesteckt haben und die Firm verlassen haben. Es steht also fest, dass Sie die Daten aus der Firma bringen wollten.

Es käme sogar eine Strafbarkeit nach § 106 Urheberrechtsgesetz in Betracht, hier müssten Sie aber auch ein Programm des AG kopiert haben und nicht nur bloße Daten.

Dies wäre genau zu prüfen.

Haben Sie nur Daten und keine Software kopiert dann liegt wohl keine Strafbarkeit vor.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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