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unbefristeter Arbeitsvertrag / Schwangerschaft


25.12.2016 20:43 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo,

aktuell habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag. Gilt bis zum 31.03.2016.

Da ich aber mich arbeitslos im Januar melden muss, habe ich das Gespräch mit meinem Arbeitgeber gesucht. Was nun mit dem Vetrag ist und das ich mich arbeitslos melden muss, wenn ich diesen nicht bald bekomme. Oder er mir dann zumindest ein Zwischenzeugnis ausstellen soll. Er hat sich entschieden mir den unbefristeten Vertrag zu geben.
Des weiteren hat mir mein Arbeitgeber in einem Gespräch gesagt, dass er hofft, das ich den Vetrag nicht nur will, um in ein paar Monaten zu sagen, dass ich schwanger bin. Darüber wäre er nciht erfreut.

Jetzt habe ich letzten Donnerstag erfahren, dass ich schwanger bin und auch am gleichen Tag habe ich den unbefristeten Arbeitsvertrag von meinem Arbeitgeber bekommen. Dieser ist ab dem 01.01.17 wirksam.

Ich möchte trotzdem faiershalber mit meinen Arbeitgeber darüber reden, da dieses Gespräch mit ihm mich verunsichert hat und ich auch nicht möchte, dass er sich von mir verarscht fühlt.

Meine Frage ist:
Kann der Vertrag (welcher bereits von AG unterschrieben ist) vom Arbeitgeber zurückgezogen werden? Oder ist dieser sofort gültig mit meiner Unterschrift?

Muss ich was mit der Gütligkeit von 01.01.2017 beachten? ( ist dieser zb. ungültig wenn ich den vor 01.01.17 unterschreibe und dann sage dass ich schwanger bin?)

Muss der Vetrag bis 01.01.17 Unterschrieben werden von mir , damit dieser gültig ist oder geht auch nach dem 01.01.17?

Raten Sie auch das Gespräch mit meinen Arbeitgeber?

Ich bin auf den Vetrag angewiesen und sollte es zu Problemen mit meiner Arbeitgeber kommen, müsste ich den Vetrag trotzdem unterschreiben.

Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrte Ratsuchende,



da die Schriftform - mit einigen Ausnahmen, die nicht in Betracht kommen - keine Wirksamkeitsvereinbarung bei einem Arbeitsvertrag ist, ist der Vertrag auch schon mit der mündlichen Einigung wirksam zustande gekommen und Sie befinden sich dann ab dem 01.01.2017 in dem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Dieses kann vom Arbeitgeber auch nicht zurückgezogen werden.

Allerdings liegt die Beweislast für so eine mündliche Einigung dann bei Ihnen.



Wann Sie unterschreiben, tangiert die Vertragswirksamkeit nicht, sondern hilft allein bei der Frage der Beweisbarkeit.



Entscheidend ist der Tag der Einigung; der Vertrag wird auch nicht aufgrund der Schwangerschaft unwirksam oder angreifbar, im Gegenteil, Sie unterliegen dann dem besonderen Kündigungsschutz.



Rechtlich sind Sie zu einem Gespräch mit dem Arbeitgeber nicht verpflichtet, müssen also auch rechtlich die Schwangerschaft nicht offenbaren.

Moralisch sieht es noch meiner Auffassung da anders aus, so dass auch aus den von Ihnen selbst genannten Gründen der Fairness das Gespräch doch geboten erscheint.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
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