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unangemessene Preisnachlassforderung


11.04.2005 12:39 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Ich habe bei Ebay einen Laptop versteigert. Das Gerät verfügt über einen AMD 1900+ Prozessor. Intern läuft der Prozessor mit 1600 MHz, da als Refernz aber Intel-Prozessoren gelten, habe ich die im Namen angegebene Leistung (eben 1900+) angegeben. Da Ebay keine 1900-Kategorie anbietet, habe ich die nächst höhere (2100) gewählt. Die Prozessorbezeichnung habe ich zusätzlich nochmal angegeben. Außerdem steht die Funktion "Frage an Verkäufer" bei Ebay zur Verfügung.
Der Kunde hat das (im übrigen optisch und technisch einwandfreie) Gerät für 461 Euro ersteigert. Nachdem er mich mit "positiv" bei Ebay bewertet hatte, verlangt er nun einen Preisnachlass von 60 Euro, weil das Laptop angeblich nicht den Angaben entspricht. Er meint, der Prozessor habe nicht die angegebene Leistung. Ich denke, die Einordnung in die 2000er Leistungsklasse ist korrekt (macht ja AMD auch so), da nun mal Intel-Prozessoren die derzeitige Referenz sind und Ebay eine Differenzierung nach AMD/Intel nicht anbietet. Durch die zusätzliche Angabe des Prozessornamens bin ich mir auch keiner Schuld bewusst. Das Angebot kann hier besichtigt werden:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=5166844500&ssPageName=STRK:MERFB:IID

Kann der Käufer auf dem Preisnachlass bestehen?

viele Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,

in Ihrem Falle ist die Frage nach einer Mangelhaftigkeit des Notebooks tatsächlich nicht ganz eindeutig zu beurteilen.

Einerseits stimme ich Ihnen zu, dass die Typbezeichnung des Prozessors ganz eindeutig im Angebot steht. Ebenso gehe ich als in Computerangelegenheiten nicht Unerfahrener davon aus, dass die Typbezeichnung eindeutig ist in Bezug auf die von AMD verwendete Geschwindigkeitsangabe in Relation zu vergleichbaren Intel-Prozessoren.

Andererseits steht jedoch oben ganz herausgehoben "Prozessorgeschwindigkeit: 2 GHz". Dies kann und darf der weniger Erfahrene für bare Münze nehmen. Zumal zu berücksichtigen ist, dass diese Angabe (1) ganz oben im Angebot steht und (2) fett gedruckt ist. Damit ist diese Angabe herausgehoben.

Ehrlich gesagt wäre es damit Kaffeesatzleserei, wie sich ein Gericht im Streitfalle entscheiden würde. Da man aber immer vom Durchschnittsverbaraucher ausgehen muss und ich als Anwalt darüber hinaus zur besonderen Vorsicht verpflichtet bin, möchte ich Ihnen dringend empfehlen, dem Minderungsverlangen nachzukommen. Nach dem vorgenannten tendiere ich dazu, dass das Minderungsrecht tatsächlich gegeben ist.

Zwar kenne ich den erzielten Preis nicht; trotzdem scheinen mir 60 EUR in Relation zum Wert des Gerätes angemessen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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