Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

üble nachrede, diskredition, beleidigung

29.04.2008 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller


Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich (34) bin seit 2,5 jahren verheiratet und mein Mann (39) hat mich zur prositution gezwungen weil ich wenig einkommen hatte und wir bzw er viele Schulden hatte und einen hohen Lebensstandard führt. er hat im Internet Termine mit Herren für mich gemacht mich dort hin gefahren und im Auto gewartet bis ich fertig war. In den Jahren hat er mich oft betrogen und geschlagen. Jetzt bin ich am 12 april 2008 ausgezogen bzw rausgeprügelt worden da er eine 14jahre jüngere hat. Er ruft jeden Bekannten, Freund, meine Mutter und sogar mein Chef und seinem Arzt an und erzählt wo und als was ich arbeite. Deswegen habe ich viele Freunde verloren. Viele bezeichnen mich dermasen asozial und sogar mein Nachbar meinte wenn ich ihn nochmal unter die Augen kommen würde, würde ich es nicht überleben. Was kann ich dagegen machen? Eine Anzeige wegen der Körperverletzung hat mein Mann schon bekommen. Wegen der Prostitution muß ich mit meinem anwalt drüber reden, der fand die Sache zu heikel. Aber ich habe Zeugen die das mitbekommen haben was er mit mir gemacht hat.Außerdem habe ich mein verdientes Geld sofort auf sein Konto eingezahlt. Ich kann mich in meinem Dorf und Umgebung nicht mehr blicken lassen. Meine Chef stellt mich auch nicht mehr ein da der Artz von meinem Mann in unsere Praxis kommt.Ich habe nun Angst das er Fotos von mir oder Texte von mir in Internet veröffentlicht, denn er hat schonmal intime Fotos an seine Freundinnen verschickt. Ich kann jetzt mit dem anschaffen aufhören und ein neues Leben anfangen, jeodch weit weg.

Vielen dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Meines Erachtens sollten Sie UNBEDINGT mit Ihrem Anwalt vor Ort die Angelegenheit nochmals besprechen und ihn darüber in Kenntnis setzen, was genau (=genauer Wortlaut) Ihr Ehemann gegenüber Ihren Bekannten, Freunden, Ihrer Mutter etc. über Sie erzählt.

Für die Tatbestandsverwirklichung der Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung kommt es darauf an, welchen INHALT die Äußerung Ihres Mannes genau hat und wie diese geschah.
Problematisch hier ist nämlich, dass Sie ja wirklich der Prostitution nachgegangen sind und Ihr Ehemann nicht gelogen hat.

Z. B. bei der Beleidigung gemäß § 185 StGB muss der Inhalt der Äußerung eine Missachtung oder Nichtachtung sein.

Gemäß § 192 StGB schließt der Beweis der Wahrheit der behaupteten oder verbreiteten Tatsache die Bestrafung nach § 185 StGB nicht aus, wenn das Vorhandensein einer Beleidigung aus der FORM der Behauptung oder Verbreiten oder aus den Umständen, unter welchen sie geschah, hervorgeht.

Je nachdem wie die Äußerung Ihres Mannes gestaltet war, könnte er sich strafbar gemacht haben.
In diesem Fall können Sie bei der Polizei oder bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige stellen.
Des Weiteren müssen Sie Strafantrag stellen, da gemäß § 194 StGB die Beleidigungstatbestände grds. nur auf Antrag verfolgt werden.

In zivilrechtlicher Hinsicht könnten Sie Ihren Ehemann mit Hilfe Ihres Anwaltes auffordern eine Unterlassungserklärung abzugeben.
Bei Nichtabgabe bzw. bei Verstoß gegen sie könnten Sie eine Unterlassungsklage bei Gericht einreichen.

Die Einzelheiten besprechen Sie bitte mit Ihrem Anwalt vor Ort, da dieser aufgrund seiner Sachverhaltskenntnis mit der Angelegenheit vertraut ist und Sie dementsprechend beraten und vertreten kann.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.
Für Ihren Neuanfang wünsche ich Ihnen alles Gute und verbleibe


mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68238 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Für eine erste Einschätzung zu den Erfolgsausichten war die Antwort sehr hilfreich. Auch der link zu einem Urteil könnte uns weiterhelfen. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Danke für die schnelle und kompetente Antwort. Das hat mir sehr geholfen. Den Anwalt kann ich voll und ganz weiterempfehlen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super Antwort! Hat mein Problem zu einem positiven Abschluss gebracht. ...
FRAGESTELLER