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üble Nachrede vom alten Arbeitgeber nach Kündigung

07.10.2008 20:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich habe am 27.8. meinen job gekündigt zum 30.9. des jahres da ich ab dem 1.10 einen neuen anfangen wollte. Ich habe mehr als 25 tage resturlaub gehabt und dazu noch mehr als 160 überstunden. Ich habe mir , wovon ich inzwischen weiß das es falsch war, meinen urlaub im prinzip selbst genehmigt und habe den Betrieb nicht mehr besucht am dem 28.8. am 29. bekam ich eine Abmahnung mit der erwartung das ich zum 1.9 meine arbeit wieder aufnehme ansonsten fristlos gekündigt würde. am 4.9. bekam ich dann die vom 1.9. geschriebene fristlose kündigung. allerdings rückwirkend zum 31.8. ...
Mein ehemaliger Arbeitgeber hat darauf hin in der organisation gerüchte gestreut ich habe dort geklaut betrogen und sonstiges. Daraufhin habe ich den neuen Job der schon unterschrieben war per aufhebungsvertrag wieder genommen bekommen. Auch bei einer weiteren Firme wo heute mein Arbeitsbeginn war hat er angerufen und schlechte Dinge erzählt die am ende dazu führten das der erste Arbeitstag auch der letzte war. Das in der alten Firma viel gelaufen ist was nicht rechtens war war für mich ja der Grund dort weg zu gehen. Allerdings ging alles schlechte dort vom Chef aus. Nun wird es gegenüber anderen Arbeitgebern so dargestellt als wäre ich derjenige der alles falsch gemacht hat Aber dafür nie eine Abmahnung geschweige denn eine Kündigung bekommen hat ( die kam ja wegen nichterscheinen am Arbeitsplat). Mein Problem ist das mir beide Chefs der anderen Unternehmen gesagt haben das er dieses gesagt hat, allerdings fraglich wäre ob diese mir das auch schriftlich geben würden. womit die beweisbakeit leidet.

Die Frage hierzu wäre
a) kann man eine Kündigung rückwirkend erstellen?
b) kann ich gegen den ex Arbeitgeber vorgehen evtl mit einer Unterlassungsklage?
c) da mir daraus ja inzwischen ein ordentlicher Schaden entstanden ist Hartz4, weil sperre Arbeitslogengeld durch fristlove kündigung, Kündigung Konto und EC Karte dadurch, Rückstand bei Strom und Gasversorgern und auch Vermitern. Kann ich hier Schadenersatz fordern? alle beide Arbeitgeber sagten mir ohne diese Aussagen hätte ich die Jobs bekommen.

Betreff: >üble Nachrede vom alten Arbeitgeber nach Kündigung

Nachricht:

Sehr geehrter Fragesteller, gerne beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung der Angaben.
An dieser Stelle ist nur eine erste Einschätzung möglich, jede Ergänzung des Sachverhalts kann zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen.

a) Eine Kündigung kann nicht rückwirkend erstellt werden. Sie wirkt immer nur für die Zukunft, also immer erst ab Zugang der Kündigung. Die fristlose Kündigung vom 1.9. ging Ihnen erst am 4.9. zu und erst zu diesem Zeitpunkt wirkt diese. Das falsche Datum führt aber nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung, sondern Sie wirkt nur zu einem späteren Zeitpunkt.

b) Sie können grundsätzlich gegen den ex AG vor Gericht Unterlassungsansprüche geltend machen, sofern darauf ein Anspruch besteht. Das Verhalten Ihres ex AG ist nach der Schilderung rechtswidrig, es verstößt auch gegen die nachvertragliche Treuepflicht. Das Problem ist natürlich, dass Sie die Verstöße beweisen müssen, dafür reichen grundsätzlich auch Zeugenaussagen, beide Chefs müßten dann aber bereit sein vor Gericht auszusagen.

c) Wg. vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung kann grds. Schadensersatz verlangt werden. Allerdings müßte der ex AG den Schaden dann absichtlich herbeigeführt haben. Außerdem muß Ihr Schaden kausal durch das Verhalten herbeigeführt worden sein. Dafür müßten Sie beweisen, dass Sie den oder die Jobs noch hätten, wenn die Aussagen nicht gefallen wären. Gerade dies ist schwierig, denn dies kann immer nur eine Prognose sein. Allein die Aussagen könnten aber schon einen Schmerzensgeldanspruch wg. Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts auslösen.


Ich rate Ihnen zu einer anwaltlichen Vertretung um konkret zu prüfen, ob sich eine Klage lohnt.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht

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