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übertriebene forderung, inkassobüro, jobticket/jahreskarte

| 23.04.2010 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Nach kündigen meines Jobs wurde mein Jobticket (RNV GmbH) am 31.03.09 umgeschrieben auf eine Jahresfahrkarte. Für die neue Karte wurde mir monatlich 67,00euro berechnet und per Bankeinzug von meinem Konto abgebucht. Die Karte wäre bis zum 31.12.2010 gültig gewesen.

Nachdem ich es versäumt habe im Juli 09 die Rechnung zu zahlen aufgrund ungedecktem Konto, wurde mir zum 31.12.2009 fristlos gekündigt. Mit der Anmerkung:
"Erfolgt keine Rückgabe der noch gültigen Jahreskarte, ist der Betrag über die Restlaufzeit in Höhe von (a)EUR 828,00 sofort zur Zahlung fällig."

Anbei war eine Rechnung mit der offenen Forderung:
(b)Bankspesen wg. Rückbuchung Juli 2009 - 4,28euro
(c)Abo-Abrechnung Juli 2009 - 67,00euro
(d)Belastung wg. Zwangskündigung - 10,00euro
(e)Mahngebühr - 1,00euro
Gesamt = 82,28euro

Leider habe ich dieses Schreiben verlegt und nicht darauf reagiert.

Am 23.01.2010 kam die Forderung eines Inkassobüro mit den Forderungen (a) bis (e) und zusätzlich:
(f)Verzugszinsen - 3,72euro
(g)Inkassokosten - 147,50euro
(h)Kontoführungskosten 18,00euro
Gesamt = 1079,50euro

Darauf hin habe ich mein Ticket an die RNV geschickt und die offene Rechnung vom Juli09 zusammen mit der Mahngebühr und den Kosten der Zwangskündigung (die Posten (b) bis (e) 82,28euro) an die RNV überwiesen. Eingang der Zahlung war der 02.02.2010.

Und ich habe einen schriftlichen Widerspruch an das Inkassobüro geschickt mit dem Vermerkt das ich die Karte übergeben und die offene Rechnung plus Kündigungskosten überwiesen habe. Auch das ich nicht bereit bin einen vollen Jahresbeitrag für das Jahr 2010 in Höhe von 828euro zu bezahlen, da mir bereits gekündigt wurde.

Am 17.03.2010 kam eine neue Forderung vom Inkassobüro.
In der Abrechnung wird der Eingang meiner Zahlung bestätigt und eine offener Betrag von 828,00euro angeschrieben. Inkassokosten oder Zinsen standen diesmal nicht dabei, allerdings eine Gesamtforderung von 1004,63euro.

Wieder habe ich Widerspruch (per Einschreiben diesmal) eingelegt, darin habe ich geschrieben:
"Wie bereits ausgeführt, wird daher die Forderung vollumfänglich bestritten. Dies haben Sie dem Forderungssteller mitzuteilen. Forderungen, die weder qualifiziert dargelegt noch in der Sache begründet sind, und die dem Forderungssteller daher nicht zustehen, werde ich nicht begleichen."

Darauf kam das dritte Schreiben:
"bitte senden Sie uns für die reklamierte Zahlungen bis 29.04.2010 Kopien der entsprechenden Einzahlungsbelege zu.
Sollte die Frist nicht eingehalten werden, sind wir verpflichtet, die Akte ohne nochmaligen Anmahnung zur gerichtlichen Durchsetzung der geltend gemachten Ansprüche weiterzureichen."

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Ich weigere mich die 828,00euro zu zahlen, da ich es für absolut übertrieben halte nur wegen der verspäteten Rückgabe meiner Karte das ganze Jahr zu zahlen ohne eine Gegenleistung zu erhalten.

Verständlich würde ich es finden wenn ich aufgefordert würde die Monate Januar und Februar 2010 zu zahlen da ich die Karte erst im Februar zurück gegeben habe.

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Frage:
Würde mir jemand raten dem Inkassobüro ein Angebot zu machen das ich bereit bin eben die beiden Monate zu zahlen? Das währen zweimal 67,00euro. Dann müsste ich allerdings auch mit Inkassokosten rechnen nehme ich an.

Kann ich einen Vergleich anbieten? Ich bin auf keinen Fall bereit die volle geforderte Summe zu zahlen.

Oder kann ich weiter versuchen die offene Forderung zu umgehen? Was müsste ich in einem Antwortschreiben beachten?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


Frage 1: Würde mir jemand raten dem Inkassobüro ein Angebot zu machen das ich bereit bin eben die beiden Monate zu zahlen? Das währen zweimal 67,00euro. Dann müsste ich allerdings auch mit Inkassokosten rechnen nehme ich an.

Ja, das sollten Sie machen. Damit zeigen Sie, dass Sie nicht partout zahlungsunwillig sind.

Die Inkassokosten wären dann auch nur anteilig zu zahlen.

Darüber hinaus wäre auch zu prüfen, ob die Inkassokosten überhaupt haltbar sind.

Allerdings ist zu beachten, dass der Verkehrsbetrieb grundsätzlich Recht hat und die Zahlung für das gesamte Jahr verlangen kann, wenn die Karte nicht rechtzeitig zurückgegeben worden ist. Trotz der fristlosen Kündigung seitens der Verkehrsbetriebe hätten Sie die Karte ja noch nutzen können. Daher bestand man auf unverzüglicher Rückgabe.


Frage 2: Kann ich einen Vergleich anbieten? Ich bin auf keinen Fall bereit die volle geforderte Summe zu zahlen.

Wie schon zu Frage 1 erörtert, sollten Sie versuchen und darauf hinwirken, eine vergleichsweise Lösung zu finden.


Frage 3: Oder kann ich weiter versuchen die offene Forderung zu umgehen? Was müsste ich in einem Antwortschreiben beachten?

Davon ist abzuraten. Die Forderung ist durchaus berechtigt. Daher sollte Ihr Ziel nicht sein, die Forderung zu umgehen, sondern eine vergleichsweise Lösung zu finden.

Bewertung des Fragestellers 25.04.2010 | 12:54

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"ein zwei Sätze wie ich meinen Brief formulieren könnte als Empfehlung währen angebracht gewesen finde ich."
Stellungnahme vom Anwalt:
Nein, wäre es nicht.