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überfällige Forderung rechtmäßig oder verjährt?

01.08.2018 15:17 |
Preis: 45,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

am 02.11.2017 erhielt ich ein Schreiben zum Inkassoverfahren wegen überfälliger Forderung der DB Vertrieb GmbH in Höhe von 391,87 € zu einer Bahncard von Februar 2014.

Nach einem Telefonat mit einer Mitarbeiterin der Inkassofirma (Universum Inkasso) am 07.11.2017 sendete ich am 17.11.2017 per Email eine Anfrage an den Kundendienst von Universum zu diesem Thema:

Im Jahr 2013 -2014 besaß ich eine Bahncard im Rahmen meiner damaligen Aussendiensttätigkeit für ein großes Textilunternehmen. Den Vertrag und die Abrechnung dazu liegen mir nicht mehr vor, das waren alles Belege im Rahmen der Spesenabrechnung. Ich besaß eine extra Visa-und Girokarte für alle Ausgaben im Rahmen der Reisetätigkeit. Ab August 2014 war ich in Elternzeit und verließ das Unternehmen dann 2016. Belege wie Kündigung der Bahncard oder andere Zahlbelege liegen mir leider nicht vor.
Ich habe vor dem Schreiben vom 2.11.17 keine Mahnung oder sonstige Post von der Bahn erhalten. (Zwischen 2014 und 2017 bin ich umgezogen, jedoch jeweils mit 1jähriger Postnachsendung. Ich bin von einer erfolgreichen Kündigung ausgegangen.)

Auf meine kurze Erläuterung per Mail am 17.11.17 erhielt ich per Post im November 2017 eine kurze Info vom Inkasso, dass der Vorgang zur Klärung an die zuständige Abteilung weitergeleitet worden sei.

Nun erhielt ich, über 6 Monate später, mit Datum vom 12.07.2018 eine Anwort: Die Forderung betrifft die Bahncard mit Gültigkeit vom Feb14 - Feb15. Die dazugehörige Rechnung soll am 24.1.2014, die Zahlungserinnerung und Mahnung am 09.03. sowie 23.03.14 versandt worden sein. Diese Rechnungen und Schreiben habe ich nicht erhalten! In beiliegender Kopie der Rechng. ist meine damalig richtige Adresse angegeben, d.h. zu dieser Zeit lief auch noch kein Nachsendeantrag oder ähnliches. Hätte ich damals eine Rechnung erhalten, hätte ich dies über meine Spesen voll zahlen können. Im Unternehmen bin aber nicht mehr tätig.
Erläuterung des Kundendienstes dazu: Die Bahncard ist personenbezogen und ein Vertragsabschluss mit meinem damaligen Arbeitgeber ist demnach nicht erfolgt.

Ist diese Rechnungsstellung/ Forderung nun eventuell schon verjährt? Welche Möglichkeit habe ich die Zahlung abzuwenden? Mittlerweile wird eine Forderung von 417 € erhoben.


01.08.2018 | 16:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Für die Frage, ob die Forderung der Bahn AG verjährt ist, kommt es zunächst darauf an, wann diese entstanden ist. Die aktuell gültigen "Bedingungen für den Erwerb und die Nutzung von BahnCards (BahnCard)" sehen das Entstehen der Forderung für eine erste BahnCard mit der Bestellung, für die Folge-BahnCards mit deren ersten Geltungstag vor. Da die Rechnung in Ihrem Fall im Jahr 2014 gestellt wurde, ist somit die Forderung auch im Jahr 2014 entstanden.
Nach §§ 195, 199 Abs.1 BGB verjährt eine Forderung drei Jahre nach dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist UND der Gläubiger von der Forderung (und der Identität/Anschrift des Schuldners) Kenntnis hatte. Sie gaben an, stets einen langfristigen Nachsendeauftrag gehabt zu haben, so dass diese Voraussetzungen ebenfalls im Jahr 2014 vorgelegen hatten. Sofern Sie nicht mit dem Inkassobüro über Bestehen bzw. Höhe der Forderung verhandelt haben, ist die Forderung seit dem 01.01.2018 verjährt.

Daher empfehle ich, die Einrede der Verjährung zu erheben und abzuwarten, wie das Inkassobüro reagiert.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning


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