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treuhänderisch verwaltetes Vermögen erben

19.06.2009 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


eine erbengemeinschaft setzt sich aus 3 Parteien zusammen, wobei eine Partei lt. Testament nur den Pflichtteil erben soll. Der Erblasser war seit einiger Zeit nicht mehr geschäftsfähig und die Vermögensverwaltung wurde von einem Verwandten (Sohn) treuhänderisch übernommen.
Es wurde eine Segelyacht verkauft und es ist nicht bekannt ob dieses Vermögen in die Erbmasse eingeflossen ist oder nicht. Jetzt kann es natürlich sein, dass diese Yacht vom Erblasser überschrieben worden ist - aber ist das rechtens?
Nun möchte ich in dieser Sache unter keinen Umständen persönlich als Antragsteller auf Auskunft auftreten.
Meine Frage: Wird der treuhänderisch verwaltete Nachlass von Amts wegen auf rechtmäßigkeit überprüft. Habe ich sonstige Möglichkeiten diesen Sachverhalt anonym zu klären?

mit freundilchen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage möchte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

In Ihrer Schilderung teilten Sie mit, dass der Erblasser geschäftsunfähig gewesen sei und ein Sohn deshalb treuhänderisch das Vermögen verwaltet habe.

Treuhänder ist im Sinne des Gesetzes eine natürliche oder juristische Person, der aufgrund von privatrechtlichen Verträgen Sachen oder Rechte übertragen wurden, hierüber im Rahmen der Treuhandschaft zu verfügen.

Leider haben Sie nicht mitgeteilt, ob ein solcher Vertrag zwischen dem Erblasser, als dieser noch dazu in der Lage war, und dem Sohn geschlossen wurde. Allerdings dürfte die Einsetzung des Sohnes als Treuhänder in einem solchen Fall auch ungewöhnlich sein.

Üblicherweise wird in einem Fall- wie von Ihnen geschildert – durch das Amtsgericht eine Betreuung für die Vermögenssorge eingerichtet. Der Betreuer vertritt den Betreuten im Rahmen seines Aufgabenkreises gerichtlich und außergerichtlich als gesetzlicher Vertreter.
Der Vermögensbetreuer vertritt den Betreuten in allen vermögensbezogenen Geschäften. Der Betreuer kann also auch eine dem Betreuten gehörende Segelyacht verkaufen, wird dies allerdings von dem zuständigen Vormundschaftsgericht genehmigen lassen müssen.

Kontrolliert wird der Betreuer von dem Vormundschaftsgericht. Er muss regelmäßige Berichte über seine Tätigkeit, die Vermögensverwaltung, den Kontenverlauf und getätigte Rechtsgeschäfte gegenüber dem Vormundschaftsgericht abgeben.

Sollte also der Sohn als Betreuer eingesetzt gewesen sein, sollten Sie sich an das zuständige Vormundschaftsgericht wenden.

Sollte der Sohn tatsächlich Treuhänder gewesen sein, kommen Sie an einem direkten Auskunftsanspruch nicht herum.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Bildstein
Rechtsanwältin

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