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trennungsuntermalt

22.12.2017 13:55 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


mein mann hat mit vor 6 Monaten verlassen, alles in der Wohnung gekündigt, keinen indes-und trennungsuntermalt gezahlt.
auf Mahnungen vom Rechtsanwalt wurde kaum reagiert, ich habe klage eingereicht und trotz der stufenklare kam noch immer keine selbstauskunft. ab dem Zeitpunkt der klage fing er auf einmal an kindesuntermalt zu zahlen und im November sogar trennungsuntermalt in höhe von 1440€ für November 2017 bis einschließlich Dezember 2018. ????

ich frage mich was er damit versucht zukriegen und was wird es für Konsequenzen haben für ihn. ich wollte ursprünglich nicht klagen aber das verhalten hat deutlich gezeigt daß ich einen Titel benötige. ich mache mir nur ständig sorgen daß er mit allem wie bisher in seinem leben, davon kommt.

ich habe ehebedingt Nachteile erlitten aber immer gearbeitet und mich um die Kinder gekümmert während er geschäftlich das ganze Jahr in der welt unterwegs war.

kann mein mann Anspruch auf mein Geschäft erheben, wovor muss ich mich schützen und was ist mit seinem selbstbemalt wenn er jetzt bei seiner neuen Partnerin lebt.
ich will einfach klare Verhältnisse und zur ruhe kommen.

im Januar ist der erste Gerichtstermin und ich habe angst vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

vielen dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Sie anwaltlich vertreten sind, haben Sie bereits die richtigen Schritte eingeleitet.

Damit der Kindes- und Trennungsunterhalt beziffert werden kann, muss man die Einkünfte des Unterhaltsschuldners, hier also Ihres Ehemanns kennen. Deshalb ist die Einreichung eines so genannten Stufenantrags die richtige Vorgehensweise.

Gerichtsverfahren benötigen ihre Zeit. In der ersten Stufe wird Auskunft über die Einkünfte des Ehemanns verlangt. Hier müssen Sie einfach abwarten, bis eine Entscheidung vorliegt.

Das Gericht wird dahingehend entscheiden, dass Ihr Ehemann seine Auskünfte bekannt geben muss und ihn ferner verpflichten, diese Auskünfte durch geeignete Unterlagen zu belegen. Wenn die erste Stufe „abgearbeitet" ist, kann Ihr Rechtsanwalt eine Unterhaltsberechnung vornehmen.

Gezahlter Unterhalt wird angerechnet.


2.

Soweit Sie Ansprüche auf Ihr Geschäft ansprechen, kann man mangels konkreter Angaben nur sagen, dass dies in den Problemkreis des Zugewinnausgleichs gehört. Einen Rechtsanspruch auf Ihr Geschäft wird ihr Ehemann nicht haben. Ob Zugewinnausgleichsansprüche bestehen, hängt beispielsweise davon ab, ob Sie einen Ehevertrag geschlossen und Gütertrennung vereinbart haben. Sollte das nicht der Fall sein, leben Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Dann findet der Zugewinnausgleich statt. Was auszugleichen ist, muss anhand von konkreten Zahlen berechnet werden.


3.

Ein Unterhaltsschuldner hat einen gewissen Selbstbehalt, damit er die Kosten für die Lebenshaltung aufbringen kann. Der Selbstbehalt kann gegebenenfalls reduziert werden, wenn Ihr Ehemann mit seiner neuen Lebensgefährtin zusammen lebt, weil dann unter Umständen zwei Einkommen zur Lebenshaltung zur Verfügung stehen.

Die Gerichte entscheiden hier sehr unterschiedlich. Um überhaupt eine Auskunft geben zu können, müsste man nähere Details kennen.


4.

Im Rahmen einer Trennung und späteren Scheidung ist es häufig der Wunsch, klare Verhältnisse zu haben. Die Realität sieht aber oftmals anders aus, insbesondere dann, wenn man sich mit dem Ehegatten nicht verständigen oder gar einigen kann. Dann bleibt nur der Weg zum Gericht und es wird seine Zeit brauchen, bis man zur Ruhe kommt.


5.

Anlass zu der Befürchtung, im Gerichtstermin vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, sehe ich nicht. Ich vermute, dass Sie den Termin betreffend den Stufenantrag ansprechen. Hier sollten Sie Ihrem Rechtsanwalt vertrauen, der Ihnen das für Sie ungewohnte Procedere erläutern wird.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2017 | 14:49

Viele Dank für die Antwort.
Ich möchte nun noch gerne wissen wird er auch ein wenig ärger bekommen wegen des unnötigen herrauszögerns? ich vertraue meinem Anwalt aber ich möchte nicht nur monitär entschädigt werden sondern auch daß er mal die Konsequenzen des realen leben zu spüren bekommt.
wir waren 10 Jahre zusammen da kann man doch nicht erwarten daß sich alles in Wohlgefallen auflöst.


wir haben keinen Ehevertrag und der laden ist noch verschuldet. wenn ich ihm jetzt auch noch geld geben muss oder auszahlen dann breche ich zusammen.
ich habe das alles alleine ohne Hilfe aufgebaut.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2017 | 15:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

"Ärger" wegen des Hinauszögerns wird Ihr Ehemann nicht bekommen. In einem Gerichtsverfahren werden die wechselseitigen Standpunkte sachlich abgearbeitet, um zu einer Entscheidung zu kommen. Ärgerlich können für Ihren Ehemann aber die Verfahrenskosten sein.

Wenn man sich im Rahmen einer Scheidung über jeden Punkt gerichtlich auseinandersetzen muss, kann die Sache schnell teuer werden.


2.

Das Geschäft ist eine Sache, wie schon in meiner Antwort gesagt, die dem Zugewinnausgleich unterliegt. Und hier muss man anhand von Zahlenmaterial rechnen. Pauschal kann man nicht ansatzweise sagen, wer wem etwas auszugleichen hat.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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