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strafunmündiges Kind


| 07.12.2009 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Bianca Vetter



Hallo.
Folgender Sachverhalt.

Mein Sohn, 12 Jahre, schreibt einer Bekannten auch 12 Jahre, eine sms und nach einem Streit, beleidigt er sie in einer sms.

Nach einiger Zeit, steht die Polizei vor unserer Haustüre,und übergibt mir eine Vorladung.
In der Vorladung steht, dass mein Sohn sich im Revier einzufinden hat, es gehe um Ermittlung wegen Beleidigung.

Dieser Termin war heute und der Polizist war äussert unfreundlich und meines Erachtens unkompetent, teilte mir mit, dass er von einer Anzeige absieht.

Meine Frage.
Darf die Polizei ein strafunmündiges Kind vorladen?
Was bedeutet, er sieht von einer Anzeige ab?
Aussage des Polizisten, Daten werden für ein halbes Jahr gespeichert, - darf dies so sein?

Ich finde dies alles sehr merkwürdig und gehe davon aus, dass der Polizist dies nicht darf. Falls dies so sein sollte, wie kann ich mich z. B. auch gegen die Datenspeicherung wehren ?

Noch zur Info, mein Sohn ist noch nie polizeilich aufgefallen.

Danke
Marion

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst möchte ich mich bei Ihnen für die Nutzung dieses Forums bedanken. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Charakteristik dieses Forums keine umfangreiche Beantwortung Ihrer Fragen möglich ist. Dieses Forum bietet die Möglichkeit eine erste Beantwortung Ihrer Fragen ohne eine tiefergehende Beratung zu geben.

Zu Ihren Fragen möchte ich Ihnen wie folgt antworten:

Zunächst darf die Poliezei auch ein strafunmündiges Kind vorladen, um dieses zu dem Sachverhalt anzuhören. Jedoch darf die Befragung ohne Anwesenheit der Eltern oder erziehungsberechtigter Personen nicht stattfinden. Auch dürfen Sie als erziehungsberechtigte Person der Vernehmung widersprechen. Ihr Kind muss daher keine Angaben machen.

Das Absehen von einer Strafanzeige bedeutet, dass die Strafanzeige nicht gemacht wird, daher kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. In der Regel darf bei einer Beleidigung nur dann weiter ermittelt werden, wenn das Opfer eine Anzeige erstattet oder ein entsprechendes öffentliches Interesse (bei Personen des öffentlichen Lebens oder Prominenten) besteht. Ansonsten werden keine Ermittlungen von der Polizei aufgenommen oder von der Staatsanwaltschaft angeordnet.

Die Daten werden in der Tat für ein halbes Jahr gespeichert. Dies hat jedoch für Ihr Kind keine negativen Auswirkungen. Auswirkungen hat dies nur, wenn Ihr Kind innerhalb der nächsten 6 Monate erneut strafrechtlich auffällig wird. Die Daten werden dann auch gelöscht.
Leider kann gegen die Speicherung nicht vorgegangen werden.

Ich hoffe nun, dass ich Ihnen weiterhelfen und Ihre Fragen beantworten konnte. Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder eine weitere beratung wünschen, können Sie sich gerne unter meinen Kontaktdaten an mich wenden.

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2009 | 18:46

Vielen Dank Frau Rechtsanwältin Vettel, Sie haben mir schon sehr weitergeholfen.
Eines würde mich noch interessieren, was wäre passiert, wenn die Mutter des Mädchens eine Anzeige gemacht hätte, also mein Sohn eine Anzeige bekommen hätte?

Ich bin wirklich etwas sprachlos, was wegen einer sms alles passieren kann zumal die Kinder sich täglich gegenseitig beleidigen, per sms oder auch sonst wie. Wenn jeder da sofort zur Polizei geht, hätte die Polizei echt viel zu tun.

Nun ja, man lernt nie aus. Vielen Dank nochmals für Ihre Mühe.
Finde ich ja prima, dass Sie in Stuttgart sind :)

Alles Liebe
Marion

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2009 | 22:27

Guten Abend Frau Maier,

nun, selbst wenn eine Anzeige erstattet worden wäre, wäre Ihrem Sohn nichts passiert, da er noch keine 14 Jahre alt ist. Der Vorgang wäre jedoch in das Erziehungsregister eingetragen worden.
Erst mit dem Alter von 14 Jahren kann ein Kind strafrechtlich belangt werden. In der Regel werden jedoch bei kleineren Delikten wie der Beleidigung entweder eine geringe Anzahl an Sozialstunden (das Helfen in einer allgemeinnützigen Einrichtung) abzuleisten sein oder auch ein Täter - Opfer - Ausgleich vorzunehmen sein. Dies bedeutet, dass der Täter sich bei dem Opfer entschuldigt oder bei einer Sachbeschädigung auch den Schaden ersetzt.

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Antwort und das damit verbundene Kompliment.
Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend.

Bewertung des Fragestellers 09.12.2009 | 12:57


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FRAGESTELLER 09.12.2009 5/5.0
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