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steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft?

20.02.2020 11:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei meine Frage:

Meine Tante ist am 01.06.2010 verstorben und hat mir per notarielles Testament ihre fremdgenutzte Immobilie vererbt. Allerdings wurde das Testament mit einem Untervermächtnis beschwert, in dem ich eine Zahlung an ihren Ehemann innerhalb von einem Monat nach ihrem Tod bezahlen musste.
Meine Tante hat das Gebäude samt Grundstück im Jahr 2000 erworben.
Damals musste ich auch noch auf dieses Erbe von meiner Tante Erbschaftsteuer bezahlen.

Ich möchte gerne dieses Jahr die vermietete Immobilie verkaufen und suche daher Ihren Rat, wann ich keine Steuern auf meinen Veräußerungsgewinn bezahlen muss.
Wäre am 02.06.2020 die Veräußerung der Immobilie bereits steuerfrei?

Anmerkung: größere Investitionen in die Immobilie erfolgten in den vergangenen 10 Jahren nicht.
Es handelt sich um ein reines Privatgeschäft.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
20.02.2020 | 14:37

Antwort

von


(314)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Da Sie als Erbe in die Gesamtrechtsnachfolge der Erblasserin eintreten, gehen alle Rechtspositionen auf Sie über. Dies gilt auch im Bezug auf steuerliche Verpflichtungen. Bezüglich eines möglichen Spekulationsgeschäfts nach § 23 EStG heisst das, dass es für den Beginn der Spekulationsfrist auf den Zeitpunkt des Erwerbs durch die Erblasserin ankommt. Das Datum des Erbfalls ist hier grade nicht entscheidend, dieses wird nicht als Anschaffungstatbestand im Sinne § 23 EStG behandelt.

Dabei kommt es nach Ansicht des Bundesfinanzhof auch nicht darauf an, ob Sie (z.B. durch Vermächtnis) nur das Grundstück oder die gesamte Erbschaft erhalten. Die Verpflichtung zur Zahlung an den Ehemann aus dem Gesamterbe ändert in dieser Konstellation auch nichts, da der Betrag nicht als Gegenleistung für den Erhalt des Gebäudes gilt. Dies wäre nur bei einem tatsächlichen Kauf von Miterben oder Vermächtnisnehmern im Zuge der Erbauseinandersetzung der Fall (BFH vom 29. 6. 2011 - <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20R%2063/10" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 29.06.2011 - IX R 63/10: Teilentgeltlichkeit bei Erwerb durch Vermächtnis">IX R 63/10</a> ).

Im Ergebnis können Sie daher das Grundstück auch schon zum jetzigen Zeitpunkt verkaufen und müssen keine Spekualtionssteuer befürchten.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


ANTWORT VON

(314)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
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