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steuerliche Absetzbarkeit, Kosten Pflegeheim (Mutter)

28.02.2020 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine 80jährige Mutter ist seit 16.12.2019 im Pflegeheim untergebracht.
Die Gesamtkosten für das Pflegeheim beträgt seit 01.01.2020 ca. 3.150,- Euro im Monat,
davon zahlt die Pflegekasse 770,- Euro und meine Mutter hat eine Rente von
ca. 1.530,- Euro monatlich, es verbleibt hier eine Unterdeckung von ca. 850,- Euro
im Monat.
Vermögen hat meine Mutter nicht.
Mein "Gesamtbetrag der Einkünfte" beträgt über 100.000,- Euro im Jahr, daher
falle ich ab 01.01.2020 nicht unter das "Angehörigen Entlastungsgesetz", ich muss
diese Unterdeckung von z.Zt. ca. 850,- Euro im Monat selbst zahlen.
Außer dieser Summe von ca.850,- Euro im Monat fallen noch weitere nachweisbare
Kosten für meine Mutter an, in Höhe von ca. 250,- Euro monatlich.
Dieses ergibt für mich einen "Kostenfaktor" für meine Mutter ab 01.01.2020 in Höhe
von rund 1.100,- Euro im Monat.

Welche Möglichkeit habe ich, diese Kosten von ca. 13.200,- Euro im Jahr in meiner
Steuererklärung anzusetzen und welche Summe ist absetzbar.
Ich bin ledig, keine Kinder.

Vielen Dank



Einsatz editiert am 28.02.2020 21:58:35

29.02.2020 | 13:32

Antwort

von


(253)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit Ihre Ausgaben nicht als Werbungskosten oder als Sonderausgaben berücksichtigt werden können, regelt Ihre Ausnahme § 33 EStG .

Lösungsansatz über die außerordentlichen Belastungen nach § 33 Einkommensteuergesetz:

Erwachsen nämlich einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands ( außergewöhnliche Belastung ), dann kann auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt werden, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung ( Absatz 3 ) übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird.

Bei Ihrem Einkommen von 100.000 Euro wäre nach Absatz 3 die zumutbare Belastung mit 2 bis 7 Prozent anzusetzen, was u.a. von der Anzahl der Kinder oder Unterhaltsberechtigter abhängt. Schauen Sie nochmals genau im Gesetz nach, was Ihre Voraussetzungen hier sind, § 33 III EStG . Eine erste Wertung bei "ledig / ohne Kinder" griffe hier der Prozentsatz 7.

Damit dürften Sie dann als zumutbare Belastung eigentlich mindestens 7.000 Euro, gegen sich gelten lassen müssen. Der überschüssige Betrag wäre dann vom Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte abzuziehen, so daß Sie hierauf keine Steuern zu zahlen hätten.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA
Dipl. Kfm.


Rückfrage vom Fragesteller 29.02.2020 | 20:03

Sehr geehrter Herr Fricke,

bitte überprüfen Sie Ihre Antwort noch einmal.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.03.2020 | 12:29

Sehr geehrter Nachfragender,

also um Ihre Antwort dann rechnerisch auf den Punkt zu bringen, führe ich gerne weiter aus:

Sie müssten 7 Prozent, also bei 100.000 Euro 7.000 Euro selber als zumutbare Belastung selber tragen.

Dann würde die Differenz zu 13.200 Euro, mithin 6.200 Euro als weitere Summe absetzbar sein.

Auf diesen Betrag würden Sie also keine Steuern zahlen, was bei Ihrem Steuersatz eine Steuerersparnis von 2.000 Euro bis 3.000 Euro ausmachen dürfte.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

ANTWORT VON

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