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st es heute noch möglich eine Korrektur meiner Rentenberechnung zu erreichen?

| 23.04.2012 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin 72 Jahre alt und seit 2000 Rentner.
Beziehe eine gesetzliche Rente (LVA) und eine Betriebsrente (VAP-POST) Ich war in erster Ehe von 1967 bis 1987 verheiratet.Während der Ehe war ich voll berufstätig.Aus dieser Ehe stammt ein Sohn geb am 26.12.1967. Meine Frau brachte einen Sohn geb.am 03.03.1966 mit in die Ehe.Dieser Sohn wurde von mir adoptiert.Heute erfahre ich von Kindererziehungszeiten welche in
der Rentenberechnung berücksichtigt werden.Nun erfahre ich, dass,wenn es nicht anders beantragt wird,die Kindererziehungszeit auf die Mutter angerechnet wird.Ich wurde von der Mutter der Kinder im Jahre 1987 geschieden.Zu keiner Zeit wurde ich jemals darauf hingewiesen, dass die Kindererziehungszeit auch auf Vater und Mutter zu gleichen Zeiten aufgeteilt werden kann. Nun meine Frage: "Ist es heute noch möglich eine Korrektur meiner Rentenberechnung zu erreichen?"Ein Einverständnis meiner geschiedenen Frau ist nicht zu erwarten.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragender,

bitte beachten Sie, dass die Antwort nur aufgrund Ihrer hier gemachten ANgaben erfolgen kann. Das Weglasssen von Tatsachen kann daher zu einem anderen Ergebnis führen.


§56 SGB VI regelt die Aufteilung der Kindererziehungszeiten, also die Zeiten, die in den ersten 3 Jahren der Kindererziehung (Geburt nach 1992) entstanden sind. Für Kinder, die vor 1992 geboten sind gilt jedoch nur 1 Jahr, in Ihrem Fall mithin nur 1 Jahr.

Nach Abs. 1 erhält ein Elternteil diese
wenn
1.
die Erziehungszeit diesem Elternteil zuzuordnen ist,

2.
die Erziehung im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erfolgt ist oder einer solchen gleichsteht und

3.
der Elternteil nicht von der Anrechnung ausgeschlossen ist.

Abs. 2 definiert dann, dass eine Erziehungszeit dem Elternteil zuzuordnen ist, der sein Kind erzogen hat.
Haben mehrere Elternteile das Kind gemeinsam erzogen, wird die Erziehungszeit einem Elternteil zugeordnet, das ist dann demjenigen zuzuordnen, der das Kind überwiegend erzogen hat.

Sie geben an, dass Sie voll berufstätig waren. War Ihre Frau Hausfrau? Dann würde ohnehin vieles dafür sprechen, dass sie die Zeiten erhält.

Haben die Eltern ihr Kind gemeinsam erzogen, können sie durch eine übereinstimmende Erklärung bestimmen, welchem Elternteil sie zuzuordnen ist.
Es kann sein, dass Ihr Rechtsanwalt damals bei der Scheidung gefragt wurde, wem diese Zeiten zuzuordnen sind.
Hier wäre von Ihnen zu erforschen, ob diese Erklärung damals abgegeben wurde.


Haben Sie beide jedoch keine übereinstimmende Erklärung abgegeben, ist nach Abs. 2 die Erziehungszeit der Mutter zuzuordnen.

Dabei gibt es jedoch eine zeitliche Einschränkung:
Die Zuordnung kann rückwirkend für bis zu zwei Kalendermonate vor Abgabe der Erklärung erfolgen, es sei denn, für einen Elternteil ist unter Berücksichtigung dieser Zeiten eine Leistung bindend festgestellt, ein Versorgungsausgleich oder ein Rentensplitting durchgeführt.
Dies wurde bei Ihnen ja gerade durchgeführt (Versorgungsausgleichsverfahren).

Diese Einschränkung gilt im Übrigen für jede neue Erklärung, also bis 2 Monate vor Abgabe der Erklärung.

Ich sehe daher aus zeitlicher (siehe eben ausgeführtes) und inhaltlicher (siehe hierzu Hausfrau/volle Erwerbstätigkeit - sowie fehlende Übereinstimmung) Hinsicht keine Möglichkeit einer Abänderung.

Ich verbleibe











Bewertung des Fragestellers 25.04.2012 | 07:28

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