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soll ich noch bezahlen???


| 14.10.2007 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Liebe Lesern und Freunde. Gestern habe vom Amtsgericht ne altes strafbefehl(wegen drogenbesitzt) das noch vom jahr 2000 stamm, wo ich jetzt aufgefordet werde 20 tagessätze zu bezahlen. Ist dass nicht nach 5 jahre verjährt???? .Meine führungszeugniss sind auch sauber!!!!! Soll ich sofort einspruch einlegen gegen dieses Strafbefehl, da es sieben Jahre Zurückliegt und ich jetzt erst angeschrieben wurde? odeer soll ich bezahlen???

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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

ich verstehe Ihre Frage so, dass Sie gestern einen Strafbefehl vom Amtsgericht erhalten haben, in dem gegen Sie wegen Drogenbesitzes eine Geldstrafe in Höhe von 20 Tagessätzen festgesetzt wurde. Die Tat sollen Sie im Jahr 2000 begangen haben. Meine Antwort bezieht sich auf diesen Sachverhalt. Sollte ich Ihre Frage falsch verstanden haben, bitte ich Sie, die kostenlose Nachfragefunktion zu benutzen.

Ihre Frage beantworte ich Ihnen wie folgt:

1. Fristablauf: Sie können gegen diesen Strafbefehl innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Da Ihnen der Strafbefehl am Samstag, den 13. Oktober zugestellt worden ist, endet diese 2-Wochen-Frist mit Ablauf des 29. Oktober (ein Montag). Die Frist endet nicht schon am Samstag, den 27. Oktober, weil eine Frist in diesem Fall nicht an einem Samstag enden kann. Wenn Sie gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen wollen, dann müssen Sie dies also bis spätestens Montag, 29.10.2007, 24.00 Uhr, tun. Beachten Sie bitte, dass Ihr Einspruch spätestens an diesem Montag bei dem Gericht EINGEGANGEN sein muss. Es genügt also nicht, wenn Sie den Einspruch erst am 29.10.2007 per Post abschicken. Sie können den Einspruch schriftlich (per Brief oder per Fax) oder bei der Geschäftsstelle des Gerichts zu Protokoll einlegen.

2. Einspruch sinnvoll?: Wenn Sie gegen den Strafbefehl nicht fristgerecht Einspruch einlegen, müssen Sie die festgesetzte Geldstrafe in Höhe von 20 Tagessätzen in jedem Fall zahlen. Denn nach Fristablauf wird der Strafbefehl rechtskräftig. Es spielt dann keine Rolle mehr, ob die Strafe gerechtfertigt ist oder nicht. Sie müssten die Strafe auch dann bezahlen, wenn die Straftat inzwischen verjährt wäre.

3. Verjährung: Die Verjährung hängt zunächst davon ab, welche Straftat Ihnen genau vorgeworfen wird.Wenn es sich dabei um „Drogenbesitz“ handelt, dann müsste in dem Strafbefehl stehen: „Besitz von Betäubungsmitteln“ und „§ 29 Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 BtMG“.
In diesem Fall beträgt die Verjährungsfrist gemäß § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB (Strafgesetzbuch) fünf Jahre. Wenn die Tat also im Jahr 2000 von Ihnen begangen worden ist, dann ist die Tat grundsätzlich spätestens mit Ablauf des Jahres 2005 verjährt. Allerdings kann die Verjährung auch erst später eingetreten sein, nämlich dann, wenn Sie ruhte oder unterbrochen wurde.
Eine Unterbrechung der Verjährung könnte gem. § 78c StGB z.B. eingetreten sein durch eine nach der Tat vorgenommene Vernehmung oder die Bekanntgabe, dass gegen Sie ermittelt wird, oder durch eine richterliche Beschlagnahme- oder Durchsuchungsanordnung.
Ob tatsächlich eine Verjährung eingetreten ist, kann ein Rechtsanwalt nur nach Akteneinsicht genau beantworten. Sie selber können grundsätzlich keine Akteneinsicht beantragen. Sofern Sie keinen Rechtsanwalt damit beauftragen wollen, würde ich Ihnen raten, gegen den Strafbefehl Einspruch einzulegen und dem Gericht zu schreiben, dass nach Ihrer Ansicht die Straftat bereits verjährt ist. Gleichzeitig können Sie das Gericht bitten, Ihnen mitzuteilen, warum die Tat nach Auffassung des Gerichts möglicherweise doch nicht verjährt ist. Wenn Sie für diesen Fall ankündigen, dass Sie den Einspruch dann möglicherweise zurücknehmen, wird sich das Gericht wahrscheinlich schriftlich bei Ihnen melden und Ihnen zu der Verjährung etwas sagen.

4. Führungszeugnis: Die Verurteilung zu 20 TS wird nicht in Ihr Führungszeugnis eingetragen, wenn Sie bisher nicht vorbestraft sind. Eingetragen werden dann nur Geldstrafen von 91 Tagessätzen oder mehr.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Bedarf können Sie gerne die kostenlose Nachfragemöglichkeit nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2007 | 12:11

wie sind die chancen mit eiienm anwalt zu gewinnen? wie viel soll es kosten???

Vielen Dank

lotser.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2007 | 10:02

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Es ist leider nicht möglich, ohne Kenntnis der Strafbefehls und vor allem ohne Kenntnis des Akteninhalts die Chancen eines Einspruchs zu beurteilen. Gerne können Sie mir den Strafbefehl per Fax zuschicken, damit ich mir diesen einmal anschauen kann. Dann kann ich Ihnen vielleicht mehr sagen, auch zu den Kosten und der besten Vorgehensweise. Meine Faxnummer: 030 / 397 492 79. Ich werde ich dann umgehend per e-mail bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

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