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siehe Text (Testament)

| 14.05.2017 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Frau und ich wollen zwei Einzeltestamente, in denen wir uns gegenseitig als Alleinerben einsetzen, handschriftlich erstellen. Wir haben weder Eltern noch Kinder oder Geschwister. Beide Testamente sollen nachstehenden Wortlaut haben. Ist diese Formulierung in Ordnung oder spricht etwas dagegen?


Mein Testament (Ehemann)

Berlin, den xx.xx.2017
Ich, Jürgen Müller, geb. 05.06.1954 in Berlin, setze hiermit meine Ehefrau, Erika Müller, geb. 29.06.1955 in Berlin, als Alleinerbin ein.
Ich habe weder Verwandte 1. Ordnung noch Verwandte 2. Ordnung. Sämtliche mir bekannten und mir unbekannten Verwandte 3. Ordnung enterbe ich hiermit.
Sollte ich meine Ehefrau überleben, bestimme ich zu einem späteren Zeitpunkt etwaige Erben. Die Enterbung aller Verwandten 3. Ordnung bleibt hiervon unberührt und bestehen.
Sollte eine der in diesem Testament enthaltenen Anordnungen unwirksam sein, so behalten trotzdem alle anderen Anordnungen ihre Wirksamkeit.
Jürgen Müller


Mein Testament (Ehefrau)

Berlin, den xx.xx.2017
Ich, Erika Müller, geb. 29.06.1955 in Berlin, setze hiermit meinen Ehemann, Jürgen Müller, geb. 05.06.1954 in Berlin, als Alleinerben ein.
Ich habe weder Verwandte 1. Ordnung noch Verwandte 2. Ordnung. Sämtliche mir bekannten und mir unbekannten Verwandte 3. Ordnung enterbe ich hiermit.
Sollte ich meinen Ehemann überleben, bestimme ich zu einem späteren Zeitpunkt etwaige Erben. Die Enterbung aller Verwandten 3. Ordnung bleibt hiervon unberührt und bestehen.
Sollte eine der in diesem Testament enthaltenen Anordnungen unwirksam sein, so behalten trotzdem alle anderen Anordnungen ihre Wirksamkeit.
Erika Müller

14.05.2017 | 12:52

Antwort

von


(1219)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich sind die Testamente geeignet, das von ihnen verfolgte Ziel zu erreichen.

Ihre Zielsetzungen ist es, den jeweiligen Ehegatten zum alleinigen Erben einzusetzen. Auf ein wechselseitiges Ehegattentestament haben Sie wohl aus dem Grund verzichtet, weil dem überlebenden Ehegatten freigestellt bleiben soll, wen er zu seinen Erben einsetzen möchte. Die Bindungswirkung, die das wechselseitige Ehegattentestament diesbezüglich entfaltet, wollen Sie offensichtlich vermeiden.

Dass Sie Verwandte der dritten Ordnung aufgeführt und enterbt haben, dürfte darin begründet sein, dass Sie einerseits Ihre Großeltern unter keinen Umständen als Erben sehen wollen, wobei es Ihnen vermutlich darauf ankommt, weitere Abkömmlinge der Großeltern, also Geschwister der Eltern, von der Erbfolge auszuschließen. Insoweit verweise ich auf § 1926 BGB .


2.

Da Sie sehr klar formuliert haben, würde ich noch den Geburtsnamen der Ehefrau in beiden Testamenten einsetzen. In Ihrem Fall wäre daher zu formulieren "... setze hiermit meine Ehefrau, Erika Müller geborene Musterfrau, geboren 29.06.1955 ..."

Das sind aber letztlich Kleinigkeiten, die auch nicht entscheidungserheblich sind, weil aus Ihrer Formulierung eindeutig hervorgeht, welches Ziel mit den Testamenten erreicht werden soll.


3.

Soweit Sie eine salvatorische Klausel als Schlusssatz verwenden, bedarf es dieser Klausel nicht. Schädlich ist die Verwendung der salvatorischen Klausel jedoch nicht.

Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die Formulierung, die Sie gewählt haben, nicht zu beanstanden ist, sofern sie das Ziel, das ich eingangs kurz zusammengefasst habe, erreichen wollen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 14.05.2017 | 13:20

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Meine Frage wurde schnell und ausführlich beantwortet, besser hätte es nich sein können. Ich danke Herrn RA Raab sehr!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.05.2017
5/5,0

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