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sexueller mißbrauch?


| 29.12.2012 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Junge 4 Jahre beobachtet beim Umgang des KV regelmäßig wie dessen Freundin ihn oral befriedigt. Der Junge wurde immer wach durch das laute Stöhnen und Schreien des KV und man sagte ihm, er solle weiterschlafen. Das Kind interpretierte es so, dass die Freundin den Pullermann des KV küsst und fragt die Mutter zuhause ob auch sie seinen Pullermann küssen würde. Beim Nachfragen ergab sich, dass die Freundin des KV auch den Penis des Jungen einmal geküsst hat, weil er sie danach gefragt nachdem er die Situation beobachtet hatte. Zudem haben der KV und dessen Freundin regelmäßig nachts vor dem vierjährigen Jungen Geschlechtsverkehr und nehmen in Kauf, dass er zuschaut. Das Kind gab an bereits mehrmals diese Situationen beobachtet zu haben.
Ist dies sexueller Mißbrauch und sollte der Umgang ausgesetzt werden, eine Kommunikation ist derzeit unmöglich, da ein bereits laufendes Sorgerechtsverfahren (KV möchte gemeinsame Sorge, wegen der gesetzlichen Neuregelung) die Situation extrem belastet? Wie muß ich mich als Erziehungsberechtigte verhalten? Ich habe die Befürchtung, dass die aktuelle gerichtliche Institution diese Angaben gegen mich mich verwendet, da die Richterin die gemeinsame Sorge favorisiert. Zusätzlich wurden die kindlichen Aussagen zur Sicherheit auf ein Tonband aufgezeichnet. Wie kann dem Kind geholfen werden?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


hier machen es sich der Kindesvater und dessen Freundin zu einfach, da deren Verhalten überhaupt nicht rechtlich unprüblematisch ist.

Sex vor den Augen von Kindern kann nämlich auch strafbar sein (BGH, Urt.v. 21.04.2009, Az.: 1 StR 105/09), wobei hier nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung sogar weitere Grenzen überschritten worden sind.


Tatenlos sollten Sie daher nicht bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass eine Richterin dann vielleicht mehr arbeiten muss und deshalb beleidigt sein könnte - denn hier kann ausschließlich das Kindeswohl eine Rolle spielen.


Sofern der Kindesvater dieses Verhalten offenbar nicht abstellen will, ist auch die Gefährung des Kindeswohles durchaus gegeben, so dass der Umgang bis zur Klärung ausgesetzt werden sollte.

Dazu rate ich dringend, sich mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen, da dieses auch einen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung hat, Sie also hier bestimmt auch unterstützen würden.


Nach dem Gespräch beim Jugendamt sollten dann die notwendigen Schritte zur Umgangsregelung und ggfs. auch zur Sorgerechtsregelung eingeleitet werden.

Ganz sicher wird das kein einfacher Weg - aber wie oben beschrieben, muss man zum Wohle seines Kindes auch einmal unbequeme Wege gehen. Und die Kontaktaufnahme zum Jugendamt wäre der erste richtige Schritt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2012 | 12:24

Sehr geehrter RA,

vielen Dank für Ihre Antwort.

wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann wäre der richtige Weg sich an das JA zu wenden. Ich habe die Befürchtung, dass der KV klagt wegen Umgangsverweigerung, wenn ich die Umgänge eigenmächtig bis zur Klärung aussetze. Würde das Jugendamt diese Vorgehensweise anraten wäre ich dann auf der sicheren Seite oder sollte der Verfahrensbeistand des Kindes hinzugezogen werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2012 | 12:34

Sehr geehrte Ratsuchende,


natürlich besteht die Möglichkeit/Gefahr, dass der Kindesvater einen entsprechenden Antrag stellt. Na und?


Nochmals: Es geht hier allein um das Kindeswohl und eine Gefährungs scheint bei der derzeitigen Umgangssituation nicht ausgeschlossen zu sein. Wenn der Vater dann gleichwohl klagen will, dürfen Sie sich im Interesse des Kindes davon doch nicht beeindrucken lassen.


Daher sollte zunächst das Jugendamt eingeschaltet und DANN der Umgang ausgesetzt werden. Der erste Weg ist aber der zum Jugendamt, damit Sie die Aussetzung nicht nur gut begründen, sondern auch auf den entsprechenden Vorgang des Jugendamtes hinweisen können, um eben dieses Kindeswohl zu schützen.

Das Jugendamt muss schnell handeln, da es eben den Schutzauftrag hat und die Kindeswohlgefährung im Raume steht. Daher ist dieser erste Schritt der richtige Schritt.

Nach dem Gespräch beim Jugendamt sollte dann aber der Umgang auch ausgesetzt werden, um eben diese Gefährung des Kindeswohles auszuschließen. Und nach Ihrer Schilderung sind Gespräche nicht möglich, so dass allein die Umgangsaussetzung die Kindeswohlgefährdung stoppen kann.


Der Verfahrensbeistand des Kindes sollte ebenfalls informiert werden



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 29.12.2012 | 12:55


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