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selbstkündigung einer saisonstelle ohne sperre?


| 19.07.2006 12:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

ich arbeite seit 5 Jahren in meinem Ausbildungsbetrieb als Saisonfachkraft. Jedes Jahr werde ich aus betrieblichen Gründen (Saisonende) am 31.10 gekündigt. Diese Jahr kann ich nicht mehr warten. Psychisch und physisch. Ich möchte 1 monat früher gehen und etwas neues suchen. Also zum 30.9. hin. Geht das ohne Sperre? Ich würde mich auch nicht arbeitslos melden den einen Monat, da ich sowieso am 31.10. aufhören müsste. Reicht als Vorlage beim Arbeitsamt nicht mein bis 31.10. befristeter Arbeitsvertrag? Da steht drin bis wann ich arbeite. Oder brauche ich die Kündigung? Die würde ich nämlich nicht von meinem AG bekommen. Und bekomme ich überhaupt eine Sperre? Es handelt sich ja nur um einen Monat den ich früher gehn möchte.

vielen dank im voraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich aufgrund der mir zur Verfügung stehenden Informationen wie folgt:

Ein Arbeitsvertrag kann in der Weise geschlossen werden, dass das Arbeitsverhältnis nach Ablauf einer bestimmten Zeit von selbst endet, ohne dass eine besondere Aufhebung (z.B. Kündigung oder Aufhebungsvertrag) erforderlich ist (befristeter Arbeitsvertrag).

Diese Befristung muss ausdrücklich vereinbart werden, ansonsten wird das Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit geschlossen (unbefristeter Arbeitsvertrag).

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung liegt ein solcher befristeter Arbeitsvertrag vor, der zum 31.10. endet.

Wirksamkeit und Rechtsfolgen der Befristung des Arbeitsvertrages sind im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt.

Dieses Gesetz schließt beim befristeten Arbeitsvertrag die vorzeitige Kündigung (vor Ablauf der Befristung) teilweise aus.

Für die außerordentliche (fristlose) Kündigung und die einvernehmliche Aufhebung des Arbeitsvertrages (Aufhebungsvertrag) gelten auch während einer Befristung die allgemeinen Regeln. Der Kündigungsausschluss betrifft somit nur die ordentliche Kündigung.

Ist die Befristung wirksam, dann ist die (vorzeitige) Kündigung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgeschlossen: § 15 Abs. 3 TzBfG. Ausnahmen können sich allerdings aus dem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ergeben.

Ist die Befristung hingegen unwirksam, dann ist nur die (vorzeitige) Kündigung des Arbeitgebers ausgeschlossen: § 16 TzBfG. Der Arbeitnehmer kann hier nach den allgemeinen Regeln (vorzeitig) kündigen.

Unterstellt man in Ihrem Falle, dass die Befristung wirksam ist, stellt sich das Problem des Eintritts einer Sperrfrist nach § 144 Absatz 1 Nr. 1 SGB III nicht.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2006 | 13:01

Erstmal vielen dank für die schnelle Antwort!!

Woher weiß ich denn ob die Befristung wirksam oder unwirksam ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.07.2006 | 14:18

Nach § 14 Abs. 1 TzBfG ist ein befristetes Arbeitsverhältnis grundsätzlich nur aus einem der aufgezählten Befristungsgründe zulässig.

z.B.

Nr. 1: nur vorübergehender Bedarf an der Arbeitsleistung;
Nr. 3: Beschäftigung zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers;
Nr. 5: Befristung zur Erprobung

ACHTUNG: Gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine Befristung aber auch ohne sachlichen Grund für einen Zeitraum von höchstens zwei Jahren und bei maximal dreimaliger Verlängerung möglich. Nach § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine solche Befristung ohne sachlichen Grund dann ausgeschlossen, wenn zwischen den gleichen Vertragspartnern zuvor schon einmal ein Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Weber
Rechtsanwalt

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