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schwierige Online-Auktion


23.08.2006 16:46 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Guten Tag,

meine Frage bezieht sich auf Online-Auktionen im allgemeinen, sowie Rücknahmefristen und Versand im besonderen.

Ich habe in einem Online-Auktionshaus eine Sache verkauft, die der Käufer als mangelhaft, weil angeblich defekt, bezeichnet. Trotz das ich die Ware ohne Gewährleistung verkauft habe, bot ich dem Käufer eine Rücknahme, sowie bei einem tatsächlichen Defekt natürlich auch die Rücküberweisung der Kosten nebst Kosten für den Versand an (24.07.2006).

Nach 3 Wochen ist die Ware immer noch nicht wieder bei mir angekommen(16.08.2006), ich habe dem Käufer daraufhin eine Frist von 7 Tagen gesetzt (bis 24.08.2006).

Der Käufer behauptet (16.08.2006), die Ware bereits am 02.08.2006 versendet, und 5 Tage nach dieser Behauptung, die Ware wieder wegen Nicht-Abholung erhalten zu haben.
Ich habe jedoch keine Benachrichtigung über eine Sendung der Deutschen Post erhalten, weswegen ich das angeblich versendete Paket auch nicht abholen konnte.

Am selben Tag (21.08.2006) ließ mich der Käufer wissen, daß er die Ware nun per Nachnahme an mich versandt hat, ich die Kosten dafür zu tragen hätte, diese liegen jetzt bei etwa dem Doppelten des Ursprungsbetrages für Ware und Versand.

Bin ich verpflichtet, die Ware zurückzunehmen,

a. obwohl sie unverlangt als Nachnahme mit dementsprechenden Gebühren zurückgesendet wird,

b. wenn nicht, bleibt meine Frist dann bestehen, auch wenn der Käufer sie dann nicht mehr einhalten kann?

Kommunikation mit dem Käufer erfolgte über eine Nachrichtenfunktion des Auktionshauses mit zeitgleichem Erhalt der Nachricht als e-Mail.

Streitwert liegt bei momentan 47,80€
(Auktionspreis der Ware 11,50€!!)

Vielen Dank
Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt summarisch zu beantworten:
a. Eine Nachnahmelieferung ist unüblich und aufgrund des geringen Warenwertes auch zu teuer. Von daher ist von Ihnen nicht zu tragen. Ohnehin hätte eine Einschreibesendung gereicht. Von daher sind Sie nicht zur Abnahme verpflichtet, soweit Ihnen dadurch unverhältnismäßige Kosten entstehen.

b. Die Fristsetzung Ihrerseits ist unerheblich, da Sie bei defekter Ware einen Käuferrücktritt nicht durch irgendwelche Fristen beschränken dürfen.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.08.2006 | 17:26

Sehr geehrter Herr Hinrichs,

vielen Dank für die zügige Antwort.

Nachfrage zu b.

Heißt keine Fristsetzung, daß mir der Käufer auch nach beispielsweise 5 Monaten die (angeblich defekte) Ware zurücksenden könnte?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.08.2006 | 17:54

Wenn er den Mangel erst so spät feststellt, dann ja. Wenn er dies früher feststellt, auch dann ja. Allerdings können Sie etwaigen Verzugsschaden geltend machen. Aber durch die Verzögerung wird der Rücktritt nicht gegenstandslos.

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