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schwarzfahren polizeiliche ermittlungen


| 14.04.2007 01:49 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

Letzte Woche war ich ohne Fahrkarte im S-Bahn erwischt. meine Frau und ich sind im Besitz von eine gültige, anonyme und übertragbare Monatskarte. ich hatte aber die Karte zu hause liegen lassen. obwohl ich meinen Ausweis gezeigt habe, hat der Kontrollör die Polizei angerufen, weil ich kein Geld bei mir hatte, und keine gültige Addresse. ich verliess den Bahnhof, ohne die Polizei abzuwarten; meine Daten hat der Kontrollör aber schon bemerkt.

gestern habe ich einen Brief von der Polizei bekommen. ich stehe im verdacht unter 265a StGB "Erschleichen von Leistungen". ich habe das Recht innerhalb von Zwei Wochen zur Sache zu äussern. weiterhin kann ich freiwillige Angabe zu Monatliches Einkommen machen. Laut dem Brief, werden die Ermittlungsakten nach der Zweiwochigen Frist an der Staatsanwaltschaft übersandt.

ich bin nicht Vorbestraft; war aber einmal (vor ca. 4 Jahre) beim Schwarzfahren in einem Bus einen anderen Verkehrsbetriebs innerhalb des gleichen Verkehrsverbunds erwischt. damals wurde die Polizei auch zur Identitätsfeststellung angerufen, ich habe aber später nur eine "Erhöhtes Beförderungsentgelt Zahlugsaufforderung" von Verkehrsbetrieb bekommen, und das habe ich auch damals bezahlt.

nun die Fragen. was wird jetzt passieren? wie verhalte ich mich am besten? gibt es eine Chance, irgendwelchen Verfahren zu vermeiden und nur einen "Erhöhtes Beförderungsentgelt" wie letztes Mal zu zahlen? was soll ich tun, um eine möglichst geringe Geldstrafe zu zahlen? soll ich den Vorwurf zugeben oder nicht zugeben? soll ich schriftlich äussern und wenn ja, welche Angaben soll ich machen?

auch, soll ich eine Angabe auf Einkommen machen, und wenn ja, was für eine Angabe? bin Freiberufler seit Zwei Monate, also monatliches Einkommen lässt sich in moment schwer einzuschätzen, ich erwarte aber hohen Umsatz in Zukunft (bin beim Finanzamt angemeldet). lohnt es sich an einen Anwalt zu wenden? bin Rechtschutzversichert (mit Selbstbeteiligung)

Danke voraus für die Antwort!
14.04.2007 | 02:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Zugrundelegung des geschilderten Sachverhaltes und Ihres Einsatzes wie folgt.

Es bieten sich zwei Lösungswege an.

Der erste wäre, keine Angaben zu machen, einen Anwalt mit der Verteidigung zu beauftragen und nach Akteneinsicht ggf. eine entsprechende einlassung professionell fertigen zu lassen. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass Ihre Rechtsschutz die Verteidigung nicht bezahlen wird, da es sich bei § 265a um ein reines Vorsatzdelikt handelt. Diese sind regelmäßig vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Sie können auch selber eine Einlassung verfassen, schildern, warum Sie kein Ticket mitführten und anregen, dass Verfahren nach § 153a gegen Zahlung des erhöhten Beförderungsentgeltes einzustellen. Ob die Staatsanwaltschaft darauf eingeht, hängt auch von der Schlüssigkeit Ihres Vorbringens ab. Als Ersttäter ist eine Einstellung durchaus wahrscheinlich. Evtl. jedoch zu einem höheren Bußgeld, als lediglich dem erhöhten Beförderungsentgelt. Auch dies hängt von der jeweiligen Staatsanwaltschaft ab.

Im (unwahrscheinlichen) Fall einer Verurteilung müssten Sie mit einer Geldstrafe im Bereich um 20 Tagessätze rechnen.

Bei den Gehaltsangaben (diese müssen Sie nicht angeben) sollten Sie realistisch, aber keinesfalls zu hoch ansetzen. Prognosen auf die Zukunft brauchen Sie nicht anzustellen. Relevant ist momentan Ihr jetziges Einkommen.

Aufgrund der Kosten-Nutzen-Relation tendiere ich dazu, Ihnen zu letzterer Möglichkeit zu raten. Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage erheben, können sie immer noch einen Verteidiger beauftragen.


Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne für Ergänzungen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 15.04.2007 | 21:00

danke für die schnelle Antwort. wenn ich den zweiten Weg nehme, wie Sie vorschlagen, es ist mir nicht völlig klar, wie soll ich den Anhörbogen ausfüllen? ich würde vielleicht als ´schriftliche äusserung´ schreiben, dass ich hatte meine Monatskarte zuhause gelassen. was soll ich denn ankreuzen - "zugeben" oder "nicht zugeben"? wenn ich zugebe, bedeutet es auch, das weil ich stimme zu den § 265a (also das ich absichtlich ohne Fahrkarte gefahren habe) und bei eventuelle Anklage ist es mir ausgeschlossen, fahrlässiges Verhalten zu behaupten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.04.2007 | 21:27

Wenn Sie den zweiten Weg wählen, schildern Sie die Geschehnisse, ohne ein Kreuz in den entsprechechenden Feldern zu hinterlassen. So halten Sie sich alle Möglichkeiten offen.

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