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schulden und heirat

12.11.2004 19:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


meine herzallerliebste und ich möchten heiraten. nun habe ich als altlast schulden aus ehemaliger selbständigkeit und durch private verbindlichkeiten als alleinerziehender vater, da ich mit zuzug der kinder arbeitslos wurde.
nun möchte ich gern verhintern, das sowohl das mit in die ehe gebrachte vermögen meiner liebsten alsauch das dann verdiente monatsentgeld und einkünfte durch mieten ect. zugunsten meiner gläubiger angetastet werden kann. da ich durch meinen beruf genug für mich und meine kinder verdiene, es aber nicht zur ausreichenden tilgung der schulden ausreicht befürchte ich das das geld meinees schatzis angetastet werden könnte.
wie kann ich das vermeiden ?
danke

Sehr geehrter Fragender,

der gesetzliche Güterstand der Zugewinn - d.h. der Güterstand, der Eintritt, wenn Sie keinen Ehevertrag schließen - ist dem Grunde nach Gütertrennung.

Was IHnen gehöhrte, bleibt Ihr Eigentum. Ebenso haftet kein Ehepartner für die Schulden des anderen mit.

Sie sollten jedoch vermeiden, ein gemeinschaftliches Konto zu nehmen, weil in dieses Konto Ihre Gläubiger vollstrecken könnten.

Auch wäre es zweckmäßig, vor der Eheschließung Nachweise darüber zu sammeln, wer welche Vermögensgegenstände (Auto, MÖbel, etc.) mit in die Ehe gebracht hat.

Es gibt zugunsten der Gläubiger eine Vermutung, dass die in der Ehewohnung befindlichen Gegenstände genau dem Ehepartner gehören, der einen Betrag schuldet. diese Vermutung kann entkräftet werden. Dafür ist die Aufstellung der Nachweise notwendig.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2004 | 09:31

und der laufende lohn meiner zukünftigen frau ist der antastbar bzw wird der bei den einkommensgrenzen berücksichtigt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2004 | 17:53

Keiner Ihrer Gläubiger kann durch einen Titel, den er gegen Sie hat, in das Gehalt Ihrer Frau pfänden. Für die Annahme eines Taschengeldanspruches den Sie gegen Ihre Frau haben könnten und gepfändet werden könnte, sehe ich keine Grundlage, da Sie über eigenes Einkommen verfügen.

Vermutlich werden jedoch Ihre Gläubiger das Einkommen Ihrer Frau bei der Berechnung Ihrer Pfändungsfreigrenze anführen. Falls es zu Vollstreckungshandlungen kommt, sollte Sie insoweit einen Rechtsanwalt aufsuchen, damit Ihnen hier keine Nachteile entstehen.


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