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schmerzensgeld u.schadenersatz


26.09.2005 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

mein sohn hatte am 2.8.05 einen verkehrsunfall,wobei ihm jemand ungebremst auf dem wagen auffuhr. Der unfall wurde polizeilich aufgenommen, es gab 5 verletzte, der unfallhergang und die schuldfrage ist geklärt. Der wagen meines sohnes war tatalschaden, lt.gutachten 1600,-euro. Mein sohn ist zeitsoldat und war nach dem unfall bis zum 18.9. wegen postmatischen schwindel und schleudertrauma dienstunfähig geschrieben. U.a.konnte er an einem für ihn wichtigen lehrgang nicht teilnehmen und ist auch in weiter ferne gerückt, da er eine ausbildung als fallschirmspringer machte und aufgrund der schwindelanfälle bis auf weiteres ausfällt, d.h.er geht zwar wieder zum dienst ist nun aufgrund dessen aber anders eingesetzt worden. Er hatte sich,um geld zu sparen auch keinen leihwagen genommen, sondern wollte sich das lieber auszahlen lassen,lediglich die fahrtkosten zum arzt wurden von seinem anwalt der gegnerischen vers.in rechnung gestellt(179,28)sowie 450,-euro schmerzensgeld.Mein sohn mußte sein girokonto überziehen um sich spontan ein neues auto zu kaufen, auch dies hat der anwalt nicht dem gegner in rechnung gestellt. Zusammenfassend finde ich den schaden-u.schmerzensgeldausgleich erheblich zu niedrig. Was und in welcher höhe darf man was geltend machen.
Mit frdl. grüßen
26.09.2005 | 18:45

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Online-Anfrage bedanke ich mich zunächst und beantworte sie unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

Aus der Gefährdungshaftung steht Ihrem Sohn grundsätzlich voller Schadensersatz zu. Ich gebe aber insoweit zu bedenken, dass ohne Prüfung einer etwaigen polizeilichen Akte bzw. ohne ein individuelles Beratungsgespräch vor Ort und ohne Sichtung der Krankenberichte nur eine sehr grobmaschige und keineswegs genaue Bezifferung der Ansprüche möglich ist (s. Hilfe-Button)! Ich unterstelle nachfolgend, so wie Sie den Sachverhalt schildern, dass aufgrund des Auffahrens die Gegenseite eine volle Schuld am Unfallereignis trägt (vorbehaltlich rechtlicher bzw. beweisrechtlicher Fragen).

1
Der Sachsschaden ist dann grundsätzlich voll zu ersetzen. Ob danach laut Gutachten ein Restwert in Höhe von 1600,-- bestand oder die Reparaturkosten in dieser Höhe vorlagen, ist nicht erkennbar. In ersterem Fall kann der Geschädigte diesen Betrag grundsätzlich verlangen.

2.
Weiterhin kann Ihr Sohn den Nutzungsausfall für die Zeit bis zur Ersatzbeschaffung bzw. der erforderlichen Reparatur verlangen. Der Betrag kann im Durchschnitt zwischen 20 und 100 € /Tag liegen (das ist aber auch Tatfrage).

3.
450 € kann für ein Schleudertrauma durchaus angemessen sein, allerdings gebe ich Ihnen Recht, dass natürlich auch etwaige Folgeschäden (=verbleibende Beeinträchtigungen) berücksichtigt werden müssen. Bemessungsgrundlage sind dabei natürlich auch berufliche Nachteile. Dazu muss aber abschließend die Krankenakte (s.o.) gesichtet werden. Mir erscheint der Betrag insoweit durchaus sehr niedrig.

4.
Neben den Fahrten zum Arzt müssten etwaige verletzungsbedingte Mehraufwendungen (Bandagen etc.) in Rechnung gestellt werden. Außerdem greift eine Aufwandspauschale (Fahrten zum RA etc.) von 25 €.

5.
Gegebenenfalls kommt noch ein Haushaltsführungsschaden in Betracht, das wäre aber Tatfrage.

6.
Soweit noch andere Gegenstände beim Unfall beschädigt wurden (Handys, Brille o. dgl.), können auch diese ersetzt verlangt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Ich kann Ihnen nur dringend raten, Ihrem Sohn nahe zu zulegen, entweder dem Kollegen etwas Beine zu machen oder aber einen anderen Kollegen aufzusuchen!

Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an Rechtsanwalt Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2005 | 18:19

was ist ein haushaltsführungsschaden,oder unter welchen umständen kann man dies geltend machen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2005 | 10:17

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

unter einem Haushaltsführungsschaden versteht man gemeinhin, dass der Geschädigte, soweit er gesetzlich Unterhalt gegenüber Kindern oder einem Ehepartner schuldet, Geldersatz für den materiellen Schaden (durch Anstellen einer Ersatzkraft) verlangen kann, soweit er – wie heute nicht unüblich – ebenso im Haushalt tätig war oder tätig sein musste. Dies setzt natürlich entsprechende Unterhaltspflichten gegenüber den Kindern (Naturalunterhalt) bzw. gegenüber dem Ehepartner voraus. Für die konkrete Berechnung gibt es dann einschlägige Tabellen. Die Berechnung ist relativ kompliziert, aber durchaus lohnend.


Hochachtungsvoll RA Hellmann

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