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schiefes Vordach

09.04.2014 00:05 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Der Werkunternehmer hat gegenüber dem Besteller Beratungspflichten bei Vertragsschluss bei Punkten, die für den Besteller von erkennbarer Bedeutung sind, und soweit der Werkunternehmer ein überlegenes Wissen hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Vordach war undicht. Durch den Vorbesitzer wurde es nicht fachmännisch errichtet. Daher entschlossen wir uns, eine Fachfirma damit zu beauftragen, das Dach dicht zu bekommen.
Dazu wurde ein Werkvertrag abgeschlossen, indem grob gesagt vereinbart wurde, die Dacheindeckung abzunehmen, eine Unterspannbahn einzubringen, die Lattung zu erneuern und das Dach wieder einzudecken.
Nach Ende der Arbeiten mussten wir feststellen, dass das Dach schief aussieht. Dies wurde uns von der Firma bestätigt. Der Grund sei, dass die Balken nicht gerade seien. Um das Dach gerade zu bekommen wären Ausgleichsarbeiten nötig gewesen, die nicht vereinbart waren und die Mehrkosten verursacht hätten.
Dass die Balken schief sind, kann ich mir grundsätzlich vorstellen. Nur sah man das beim alten Dach nicht. (Das alte Dach war anders aufgebaut und die letzte Stein-Reihe wurde von der Regenrinne verdeckt). Auch die Überprüfung von Bildern des alten Daches ergab, dass das Dach vorher zumindest optisch gerade aussah.Wir gingen im Vorfeld der Arbeiten daher davon aus, dass das Dach und die Balken gerade sind.
Ich bin nun sehr unzufrieden mit dem Ergebnis.
Das Dach ist 15 m breit. Links und rechts ist zwischen der letzten Steinreihe und der Rinne ca. 10 cm Platz. In der Mitte sind es keine 5. Das sieht unmöglich aus. Hätte mich die Firma davon in Kenntnis gesetzt, dass die Balken schief sind und zusätzliche Arbeiten durchzuführen wären, um das Dach gerade zu bekommen, dann hätte ich dem auf jedem Fall zugestimmt.
Meine Frage ist, ob sich die Firma eines rechtlich relevanten Versäumnisses schuldig gemacht hat oder nicht, indem sie mich vorab nicht über das schiefe Dach und die möglichen Optionen, es zu begradigen informiert hat. Davon hängt ja ab, inwieweit ich eine Nachbesserung verlangen kann oder ob ich mit dem schiefen Dach leben muss.



09.04.2014 | 01:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben einen Gewährleistungsanspruch gegen den Unternehmer, wenn die optische Schiefe des Daches

a) nicht der vertraglichen Vereinbarung entspricht;

b) gegen die allgemein anerkannten Regeln der
Technik verstößt.

Wie Sie mitteilen, waren die Ausgleichsarbeiten nicht vereinbart, woraus sich dann zwangsläufig nach der Neueindeckung des Daches ein optisch schiefer Eindruck entsteht. Demnach weicht die Ausführung nicht zu Ihrem Nachteil vom vertraglichen Leistungsinhalt ab, und es liegt insoweit kein Mangel vor. (Sie haben sich das Ergebnis lediglich anders vorgestellt.)

Ob die Schiefe des Daches gegen die allgemein anerkannten Regel der Technik verstößt, kann nur ein Bausachverständiger beantworten. In diesem Fall hätte der Unternehmer aus dem Werkvertrag eine Hinweispflicht gehabt, die sich auch darauf bezieht, dass Ausgleichsarbeiten durchzuführen sind.

Sollte dies der Fall sein, dann haben Sie einen Anspruch auf Nachbesserung gegen den Unternehmer.

Sollte hier kein Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik vorliegen, hat der Unternehmer nicht ohne weiteres Hinweis- und Beratungspflichten gegenüber dem Besteller, bei deren Verletzung er sich schadenersatzpflichtig macht.

Zunächst ist Voraussetzung das Bestehen eines "Wissensgefälles" zwischen Unternehmer und Besteller. Dies dürfte hier wohl gegeben sein.

Ferner müsste der Unternehmer dann bei Vertragsschluss erkannt haben, dass die Optik des Daches für Sie von besonderer Bedeutung ist und Sie Beratungsbedarf haben.

Sie teilen mit, dass man die Schiefe des Daches bei der alten Ausführung nicht sehen konnte. Dem entnehme ich, dass diese Problematik bei den Vertragsverhandlungen bzw. bei Vertragsabschluss von Ihnen nicht gegenüber dem Unternehnmer angesprochen wurde, so dass der Unternehmer annehmen konnte, der bisherige optische Zustand störe Sie nicht und es komme Ihnen lediglich auf das Dichtmachen des Daches an.

In diesem Fall hat der Unternehmer keine Hinweispflichten Ihnen gegenüber verletzt, so dass Sie keine Ansprüche gegen ihn geltend machen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Carsten Neumann

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